Höherer Rundfunkbeitrag, Inflationsausgleich:
ARD-Chef will mehr Geld
Wie es in Zukunft mit dem Rundfunkbeitrag weitergehen soll, stand schon des Öfteren zur Diskussion - die Verantwortlichen bei den Öffentlich-rechtlichen Sendern erwarten eine bessere, gesicherte Finanzierung, die Nutzer wollen nach Möglichkeit wenig zahlen. Nun prescht der ARD-Chef in einem Interview wieder vor und erklärt, warum er mehr Geld braucht.
Infografik: Wohin die 17,50 Euro Rundfunkbeitrag fließen
Darüber hatte zunächst das Hamburger Abendblatt berichtet. Der ARD-Chef Ulrich Wilhelm spricht sich in einem Interview mit der Funke-Mediengruppe dafür aus, die Höhe des Rundfunkbeitrags an den Inflationsausgleich zu koppeln. Das ist im Grunde nichts neues, diese Forderung hatte Wilhelm schon im vergangenen Jahr ins Gespräch gebracht. Wilhelm geht es dabei vor allem um die Absicherung von Eigenproduktionen. "Wenn wir den heutigen Leistungsstand mit qualitätsvollen Programmen in den Jahren 2021 bis 2024 halten wollen, brauchen wir dann einen Ausgleich der Teuerung - orientiert am Verbraucherpreisindex", so der ARD-Vorsitzende.
Dennoch will sich der ARD-Chef nicht mehr mit den 17,50 Euro pro Haushalt und Monat zufriedengeben. Eine Erhöhung dürfte moderat ausfallen, eine Hausmarke ist bisher aber noch offiziell von keiner Seite ins Spiel gebracht worden. Die Inflationsrate lag zuletzt bei gut zwei Prozent, die Teuerung würde den Beitrag dann noch unter 18 Euro halten.
Mehr zum Thema Rundfunkbeitrag:
Infografik: Wohin die 17,50 Euro Rundfunkbeitrag fließen
Darüber hatte zunächst das Hamburger Abendblatt berichtet. Der ARD-Chef Ulrich Wilhelm spricht sich in einem Interview mit der Funke-Mediengruppe dafür aus, die Höhe des Rundfunkbeitrags an den Inflationsausgleich zu koppeln. Das ist im Grunde nichts neues, diese Forderung hatte Wilhelm schon im vergangenen Jahr ins Gespräch gebracht. Wilhelm geht es dabei vor allem um die Absicherung von Eigenproduktionen. "Wenn wir den heutigen Leistungsstand mit qualitätsvollen Programmen in den Jahren 2021 bis 2024 halten wollen, brauchen wir dann einen Ausgleich der Teuerung - orientiert am Verbraucherpreisindex", so der ARD-Vorsitzende.
ARD und ZDF machen mehr gemeinsam
Wilhelm erklärte nun aber auch, wie man zumindest bei ARD und ZDF durch mehr gemeinsame Projekte an der Kostenschraube dreht. Die Kooperation bei Sport-Großereignissen soll künftig weiter ausgebaut werden, womit man sich höhere Einsparungen erhofft. Dazu "teile" man sich bei ARD und ZDF auch einen Pool aus Technik- und Produktions-Personal.Dennoch will sich der ARD-Chef nicht mehr mit den 17,50 Euro pro Haushalt und Monat zufriedengeben. Eine Erhöhung dürfte moderat ausfallen, eine Hausmarke ist bisher aber noch offiziell von keiner Seite ins Spiel gebracht worden. Die Inflationsrate lag zuletzt bei gut zwei Prozent, die Teuerung würde den Beitrag dann noch unter 18 Euro halten.
Verwaltungsaufwand
Dabei wird schon diskutiert, ob eine solche Anpassung überhaupt wirtschaftlich sein kann, wo sie mit erheblichem Verwaltungsaufwand verbunden wäre. Die Entscheidung darüber wird aber soweit geplant ist erst im kommenden Jahr fallen. Infografik: Rundfunkgebühren im europäischen Vergleich
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