Tesla Model 3: Facelift bringt 16-Zoll-Display und V2L-Funktion

Größerer Bildschirm, dunkler Dachhimmel und Strom für externe Geräte: Tesla verpasst dem Model 3 eine Modellpflege. Ab Oktober erhalten asiatische Kunden die aktualisierten Varianten. Der europäische Markt folgt voraussichtlich bald.
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Tesla
  • Tesla verpasst dem Model 3 eine Modellpflege für das Jahr 2026
  • Auslieferungen in Asien und Australien starten bereits im Oktober
  • Der Innenraum erhält ein 16-Zoll-Display mit scharfer QHD-Auflösung
  • Eine neue V2L-Funktion erlaubt die Stromabgabe an externe Geräte
  • Auf eine 800-Volt-Architektur verzichtet das Fahrzeug weiterhin
  • Für den deutschen Markt ist das neue Update bisher noch unbestätigt

Frisches Design für das Model 3

Tesla verpasst dem Model 3 eine Modellpflege für das Jahr 2026. Erste Fahrzeuge aus der Gigafactory Shanghai rollen ab Oktober zu Kunden in Asien und Australien. Für den deutschen Markt ist das Update noch unbestätigt. Da das hiesige Model 3 jedoch ebenfalls in China produziert wird, dürfte die Überarbeitung bald Europa erreichen. Wer aktuell bestellt, sollte den Konfigurator aufmerksam prüfen.

Die auffälligste Neuerung im Innenraum ist der größere Infotainment-Bildschirm. Das 15,4-Zoll-Panel weicht einem 16-Zoll-Touchscreen mit QHD-Auflösung. Zudem ersetzt ein schwarzer Dachhimmel den hellen Stoffbezug. In China erhalten alle Versionen das dunkle Dach, in Südkorea nur die Performance- und Premium-Modelle. Je nach Ausstattungslinie gibt es die neue Sitzfarbe Zen Grey sowie abgedunkelte 19-Zoll-Felgen namens Dark Nova.


Stromspender für unterwegs

Technisch rüstet Tesla nach und integriert erstmals eine Vehicle-to-Load-Funktion (V2L). Die Antriebsbatterie lässt sich damit als mobile Stromquelle nutzen. Wie Auto Motor Sport berichtet, liefert der in Südkorea angebotene Adapter am Ladeanschluss laut Herstellerangaben bis zu 3,5 Kilowatt Leistung. So lassen sich Laptops oder Campingausrüstung betreiben. Eine bidirektionale Anbindung für das heimische Stromnetz schließt der Hersteller aus.

Das in den USA mit V2L verkaufte Model Y liefert nur 2,2 Kilowatt, was vermutlich am dortigen einphasigen Stromnetz liegt. Mit der Neuerung schließt Tesla zu asiatischen Mitbewerbern auf. Gleichzeitig verweilt das Model 3 bei der 400-Volt-Architektur. Während chinesische Konkurrenten dank 800-Volt-Systemen oft in unter 15 Minuten aufladen, bleibt die maximale Ladeleistung unverändert.

In Nordamerika verbessern sich immerhin die Beschleunigungswerte einiger Varianten, sodass das Modell Premium AWD nun in 3,8 Sekunden auf rund 97 km/h sprintet.

Warten auf den Marktstart

Ob die technischen Neuerungen eins zu eins nach Europa kommen, bleibt abzuwarten. Die anlaufenden Auslieferungen in Asien deuten jedoch auf eine nahende Umstellung der europäischen Konfiguratoren hin, da das europäische Model 3 vom selben Band in Shanghai stammt. Sollten die Änderungen auch für Europa freigegeben werden, könnten sie ab Januar des kommenden Jahres greifen. Bis dahin müssen sich Interessenten noch gedulden.

Was haltet ihr von den Neuerungen beim Model 3? Reichen das größere Display und V2L aus, um gegen die Konkurrenz zu bestehen, oder hättet ihr euch 800-Volt-Technik gewünscht? Schreibt es in die Kommentare!

Was bringt die neue V2L-Funktion?
Das Model 3 erhält laut Medienberichten erstmals eine Vehicle-to-Load-Funktion (V2L). Damit wird die große Antriebsbatterie zu einer mobilen Stromquelle. Über einen speziellen Adapter am Ladeanschluss lassen sich externe Geräte wie Laptops, Werkzeuge oder Camping-Equipment direkt über das Auto betreiben.

Die maximale Leistung variiert laut auto motor und sport je nach Region: In Südkorea sind bis zu 3,5 Kilowatt (220 Volt, 16 Ampere) möglich, beim in den USA verkauften Model Y liefert der Adapter 2,2 Kilowatt.
Taugt das Model 3 als Heimspeicher?
Nein, die aktuelle Modellpflege unterstützt ausschließlich die Stromabgabe an einzelne Endgeräte (V2L). Eine umfassendere Anbindung für Vehicle-to-Home (V2H) oder Vehicle-to-Grid (V2G) schließt Tesla bei diesem Update konsequent aus.

Das Fahrzeug kann somit nicht als bidirektionaler Heimspeicher zur Absicherung des eigenen Hausnetzes genutzt werden. Wer auf eine smarte Integration des Autos in das heimische Stromnetz gehofft hat, wird bei dieser Modellgeneration noch enttäuscht.
Was ändert sich beim Infotainment?
Der bisherige zentrale 15,4-Zoll-Bildschirm wird durch ein neues 16-Zoll-Display ersetzt. Laut Berichten bietet dieses Panel nun eine native QHD-Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln.

Durch diese höhere Pixeldichte sollen Navigationskarten, Kamerabilder und die 3D-Fahrzeugvisualisierungen im Alltag deutlich schärfer und detailreicher wirken. Zudem wird das Cockpit optisch durch einen neuen, unempfindlicheren schwarzen Dachhimmel aufgewertet.
Lädt das neue Model 3 nun schneller?
An der Ladegeschwindigkeit am Schnelllader ändert sich nichts. Das Model 3 verharrt weiterhin bei der bekannten 400-Volt-Architektur. Während chinesische Konkurrenten teils 800-Volt-Systeme nutzen und in unter 15 Minuten laden, bleibt Tesla hier beim bisherigen Stand.

Dafür gibt es in Nordamerika jedoch Verbesserungen bei der Leistung: Die Reichweite der US-Performance-Version steigt angeblich auf umgerechnet 509 Kilometer, während die amerikanische Premium-AWD-Variante nun in zügigen 3,8 Sekunden auf rund 97 km/h sprinten soll.
Kommt das Update auch nach Europa?
Eine offizielle Bestätigung für Deutschland steht noch aus, die Chancen stehen jedoch sehr gut. Das hiesige Model 3 wird ebenfalls in der Gigafactory in Shanghai gefertigt, wo die Produktion der neuen Modelle für den asiatischen und australischen Raum bereits anläuft.

Die Umstellung der europäischen Konfiguratoren könnte nur eine Frage weniger Wochen sein. Wer aktuell einen Kauf plant, sollte die Fahrzeugkonfiguration genau im Blick behalten. Sollten die Änderungen für Europa freigegeben werden, könnten sie laut auto motor und sport ab Januar greifen.
Siehe auch:
Nadine Juliana Dressler

Redakteurin für Windows & Netzwerke

Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.

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