Verstoß gegen Iran-Sanktionen:
Huawei hat wohl doch gelogen
Nicht alle Vorwürfe gegen den chinesischen Telekommunikations-Ausrüster Huawei sind so aus der Luft gegriffen, wie es dessen Management gern darstellt. Zumindest für die Verletzung von Sanktionen sind jetzt Belege öffentlich geworden.
Neben der Gefahr des Einschleusens von Backdoors in wichtige Telekommunikations-Infrastrukturen war die Verletzung von Handelssanktionen schon viele Jahre einer der Vorwürfe, die die US-Regierung gegen Huawei erhob. Demnach sollen die Chinesen Technologien in den Iran geliefert haben, die unter ein Embargo fielen. Das hat die Konzernführung aber stets abgestritten.
Der Nachrichtenagentur Reuters liegen nun aber interne Unterlagen vor, die der Administration in Washington, D.C., Recht geben. Hier gibt es beispielsweise einen Fall, in dem eine Packliste, die auf den Dezember 2010 datiert ist, Computer-Systeme des Herstellers Hewlett-Packard enthält. Als Ziel der Lieferung wird ein Netzbetreiber im Iran benannt. Ein zwei Monate später erstelltes Dokument enthält dann die Information, dass die fragliche Lieferung in Richtung Teheran unterwegs ist und aktuell noch die Zollabfertigung durchlaufen muss.
Die Sache wirft auch ein neues Licht auf die Verhaftung einer Huawei-Managerin vor einiger Zeit. Hier ging es darum, dass sie Finanztransaktionen aus dem Iran verschleiert haben soll, damit diese nicht auf Handelsbeziehungen mit dem Land zurückgeführt werden können.
Siehe auch: US-Embargo: Google will Huawei wieder mit Android-Diensten beliefern
Der Nachrichtenagentur Reuters liegen nun aber interne Unterlagen vor, die der Administration in Washington, D.C., Recht geben. Hier gibt es beispielsweise einen Fall, in dem eine Packliste, die auf den Dezember 2010 datiert ist, Computer-Systeme des Herstellers Hewlett-Packard enthält. Als Ziel der Lieferung wird ein Netzbetreiber im Iran benannt. Ein zwei Monate später erstelltes Dokument enthält dann die Information, dass die fragliche Lieferung in Richtung Teheran unterwegs ist und aktuell noch die Zollabfertigung durchlaufen muss.
Wer einmal lügt...
Damit ist klar, dass Huawei nicht nur eigene Technologien in den Iran geliefert hat, sondern auch bereitwillig als Durchgangsstelle für High Tech-Produkte von US-Unternehmen agierte, die gemäß der Sanktionen nicht in das Land exportiert werden dürfen. Die Dokumente belegen zwar nur den einen genannten Fall, allerdings belegt dieser zumindest, dass von Seiten des Huawei-Managements gelogen wurde, wenn dieses jegliche Lieferungen solcher Art abstritt. Und natürlich muss man davon ausgehen, dass der jetzt öffentlich gewordene Fall keine absolute Ausnahme darstellt.Die Sache wirft auch ein neues Licht auf die Verhaftung einer Huawei-Managerin vor einiger Zeit. Hier ging es darum, dass sie Finanztransaktionen aus dem Iran verschleiert haben soll, damit diese nicht auf Handelsbeziehungen mit dem Land zurückgeführt werden können.
Siehe auch: US-Embargo: Google will Huawei wieder mit Android-Diensten beliefern
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Christian Kahle
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