Google hilft Mobilfunkanbietern nicht mehr, ihre Netze zu verbessern
Google hat einen Dienst abgeschaltet, der es den Betreibern von Mobilfunknetzen bisher ermöglichte, Schwachstellen in ihrer Abdeckung ausfindig zu machen. Die dafür verwendeten Daten wurden bisher von zahllosen Android-Smartphones gesammelt, doch nun fällt der als Google Mobile Network Insights Services weg - wohl weil Google ein Vorgehen der Behörden wegen Problemen beim Datenschutz fürchtet.
Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, hat Google seinen Dienst Mobile Network Insights kürzlich abgeschaltet. Dieser half Mobilfunkanbietern in aller Welt, Probleme mit ihrer Netzabdeckung zu beseitigen und stand für die Nutzer vollkommen kostenlos zur Verfügung. Die Daten wurden mit Hilfe von Android-Smartphones erhoben, die während des Betriebs auch allerhand Informationen über die Qualität ihrer Mobilfunkverbindung sammelten.
Google Mobile Network Insights war erst 2017 gestartet worden. Die Mobilfunker konnte damit ermitteln, wo in ihren Netzen Engpässe oder Lücken bestanden. Im Grunde handelte es sich um eine Art Kartendienst, der Informationen zu Signalstärke und Übertragungsraten anzeigte. Dabei wurden kombinierte Datensätze und vor allem auch anonymisierte Daten verwendet, so dass keine Informationen über einzelne Anwender sichtbar waren.
Voraussetzung dafür, dass ein Smartphone die für Mobile Network Insights verwendeten Daten an Google lieferte, war, dass der Nutzer eine Freigabe für die Weitergabe des Standortverlaufs und die Weitergabe von Nutzungs- und Diagnose-Daten gab. Im April entschied sich Google aber wohl dennoch, den Dienst einzustellen, wobei man den Netzbetreibern keine konkreten Gründe dafür nannte.
Jetzt wird vermutet, dass dahinter Überlegungen bezüglich drohender Ermittlungen von Wettbewerbs- und Datenschutzbehörden stecken, wobei Google offiziell zwar das Ende des Angebots bestätigte, aber nur von geänderten Prioritäten bei der Produktstrategie als Grund für die Abschaltung des Diensts spricht. Informierten Quellen nach will Google aber dadurch vor allem eines erreichen: eine Reduzierung der Angriffsflächen für ein mögliches Vorgehen gegen das Unternehmen durch Regierungen und Ermittlungsbehörden.
Google Mobile Network Insights war erst 2017 gestartet worden. Die Mobilfunker konnte damit ermitteln, wo in ihren Netzen Engpässe oder Lücken bestanden. Im Grunde handelte es sich um eine Art Kartendienst, der Informationen zu Signalstärke und Übertragungsraten anzeigte. Dabei wurden kombinierte Datensätze und vor allem auch anonymisierte Daten verwendet, so dass keine Informationen über einzelne Anwender sichtbar waren.
Google gab auch Einblick in Performance der Konkurrenz
Die Netzbetreiber profitierten unter anderem dadurch, dass sie die Performance ihrer Systeme mit Hilfe externer Daten prüfen konnten. Ein weiterer Vorteil war, dass sie auch Daten zu den Mobilfunknetzen ihrer Konkurrenten einsehen und somit Vergleiche anstellen konnten - auch wenn die Namen der Wettbewerber jeweils unter Verschluss blieben. Weil Android auf rund 75 Prozet der weltweit verwendeten Smartphones läuft, war der Google-Dienst wohl besonders aussagekräftig.Voraussetzung dafür, dass ein Smartphone die für Mobile Network Insights verwendeten Daten an Google lieferte, war, dass der Nutzer eine Freigabe für die Weitergabe des Standortverlaufs und die Weitergabe von Nutzungs- und Diagnose-Daten gab. Im April entschied sich Google aber wohl dennoch, den Dienst einzustellen, wobei man den Netzbetreibern keine konkreten Gründe dafür nannte.
Jetzt wird vermutet, dass dahinter Überlegungen bezüglich drohender Ermittlungen von Wettbewerbs- und Datenschutzbehörden stecken, wobei Google offiziell zwar das Ende des Angebots bestätigte, aber nur von geänderten Prioritäten bei der Produktstrategie als Grund für die Abschaltung des Diensts spricht. Informierten Quellen nach will Google aber dadurch vor allem eines erreichen: eine Reduzierung der Angriffsflächen für ein mögliches Vorgehen gegen das Unternehmen durch Regierungen und Ermittlungsbehörden.
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