Die große Mobilfunk-Lüge:
Kaum ein Kunde erreicht beworbenen Speed
Eine aktuelle Auswertung der deutschen Mobilfunknetze zeigt ganz klar: Zwar werben die großen Anbieter Telekom, Vodafone und O2 mit hohen Datenraten bei 4G, diese kommen in der Realität aber bei kaum einem Kunden an - im Gegenteil: Im Durchschnitt ermittelt die Studie eine Geschwindigkeit von 30 Megabit pro Sekunde.
So wirbt Vodafone aktuell mit einer theoretischen Maximalgeschwindigkeit von 500 Mbps, die Telekom schreibt in ihren Werbematerialien, dass bis zu 300 Mbps erreicht werden können. Telefónica (O2) nimmt den Mund mit einer beworbenen Datenrate von 225 Mbps noch am wenigsten voll. In allen Fällen musste Opensignal bei seiner Untersuchung aber feststellen, dass die tatsächlich ermittelten Werte mit der beworbenen Netzgeschwindigkeit nur wenig zu tun haben.
Dabei bezogen die Tester auch die Tatsache mit ein, dass modernen Highend-Smartphones oft weit höhere Datenraten erreichen können, als ältere, günstige Geräte. Opensignal ermittelt bei Geräten mit moderner Mobilfunktechnik den Spitzenwert von 29,8 Mbps im Durchschnitt. Bei Mittelklasse-Geräten sank der Wert im Schnitt auf 24,2 Mbps, wer sich in das Netz mit einem "schwachen Smartphone" einklinkt, erreicht im Schnitt gar nur 17,4 Mbps.
Sowohl die Telekom, als auch Vodafone und O2 stemmen sich gegen die Ergebnisse der Studie, können in ihren Stellungnahmen aber keine stichhaltigen Argumente gegen die Feststellung liefern, dass die ermittelten Werte weit von beworbenen Maximalgeschwindigkeiten entfernt sind - selbst wenn man die Werte ansetzt, die die Konzerne selbst als Durchschnittswert für ihre Netze angeben.
Die beworbenen Geschwindigkeiten werden im Alltag fast nie erreicht
Hohe Geschwindigkeiten in deutschen Mobilfunknetzen sind sehr oft mehr leere Versprechen als echter Nutzeralltag. Wie der Netzdienstleister Opensignal jetzt in einer neuen Studie zur Leistung der mobilen Datenverbindungen berechnet hat, können deutsche Kunden im 4G-Netz im Durchschnitt nur auf eine Geschwindigkeit von 30 Megabit pro Sekunde (Mbps) hoffen - und das auch nur mit optimaler Technik. Wie das Handelsblatt betont, steht dieser Wert im extremen Kontrast zu den maximalen Datenraten, die von allen drei Mobilfunkbetreibern beworben werden. Infografik: 4G ist in Deutschland noch nicht wirklich angekommen
So wirbt Vodafone aktuell mit einer theoretischen Maximalgeschwindigkeit von 500 Mbps, die Telekom schreibt in ihren Werbematerialien, dass bis zu 300 Mbps erreicht werden können. Telefónica (O2) nimmt den Mund mit einer beworbenen Datenrate von 225 Mbps noch am wenigsten voll. In allen Fällen musste Opensignal bei seiner Untersuchung aber feststellen, dass die tatsächlich ermittelten Werte mit der beworbenen Netzgeschwindigkeit nur wenig zu tun haben.
Dabei bezogen die Tester auch die Tatsache mit ein, dass modernen Highend-Smartphones oft weit höhere Datenraten erreichen können, als ältere, günstige Geräte. Opensignal ermittelt bei Geräten mit moderner Mobilfunktechnik den Spitzenwert von 29,8 Mbps im Durchschnitt. Bei Mittelklasse-Geräten sank der Wert im Schnitt auf 24,2 Mbps, wer sich in das Netz mit einem "schwachen Smartphone" einklinkt, erreicht im Schnitt gar nur 17,4 Mbps.
Netzbetreiber lassen Kunden im Dunkel
"Die Netzbetreiber informieren ihre Kunden nicht ausreichend, dass die Qualität ihres Smartphones großen Einfluss auf die Netzgeschwindigkeit hat", so Ian Fogg von Opensignal. Auch Renatus Zilles, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Verbands für Telekommunikation und Medien, richtet scharfe Kritik an die Anbieter: "Das ist eine Mogelpackung. Kunden fühlen sich veräppelt." Aus Sicht des Verbandes wäre es sinnvoll, statt Maximalwerten einen Rahmen für die Bandbreite zu nennen: "Dann wissen Kunden in etwa, worauf sie sich einstellen können", so Zilles gegenüber dem Handelsblatt.Sowohl die Telekom, als auch Vodafone und O2 stemmen sich gegen die Ergebnisse der Studie, können in ihren Stellungnahmen aber keine stichhaltigen Argumente gegen die Feststellung liefern, dass die ermittelten Werte weit von beworbenen Maximalgeschwindigkeiten entfernt sind - selbst wenn man die Werte ansetzt, die die Konzerne selbst als Durchschnittswert für ihre Netze angeben.
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