Paket-Kollaps ist absehbar:
Sendungszahlen wachsen weltweit rasant

Wenn das rasante Wachstum des Versandhandels weitergeht wie bisher, ist ein Kollaps der Logistiksysteme auch mit sehr viel besseren IT-Systemen und mehr Mitarbeitern auf Dauer kaum aufzuhalten. Schon heute liegt das Niveau sehr hoch.
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Das zeigt eine aktuelle Untersuchung durch den E-Commerce-Dienstleister Pitney Bowes, der sich die Lage in den größten Volkswirtschaften der Welt angeschaut hat: USA, Kanada, Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Norwegen, Schweden, China, Japan, Australien und Indien. Auf jeden Einwohner dieser Länder - vom Kleinkind bis zum Greis - kamen hier im letzten Jahr im Durchschnitt bereits 23 Paketlieferungen.

Insgesamt zählte man in diesen Staaten 87 Milliarden Sendungen. Und das Wachstum dahin war enorm. Ein Jahr zuvor waren gerade einmal 74 Milliarden Pakete zu verzeichnen. Auf Grundlage dieser starken Steigerung und verschiedener anderer Faktoren kommt man bei Pitney Bowes zu der Einschätzung, dass die Menge sich in den kommenden Jahren mehr als verdoppeln könnte und bis zum Jahr 2025 auf rund 200 Milliarden Sendungen anschwillt.

Einfach nur mehr geht nicht

Und selbst wenn sich die Entwicklung zumindest ein wenig abschwächen würde, wäre das Paket-Aufkommen in absehbarer Zeit mit den aktuellen Strukturen kaum noch zu bewältigen. Allein schon die Abwicklung der Bestellungen bis zum Versand wird schwieriger - immerhin gibt es parallel auch noch eine zunehmende Konzentration auf wenige marktbeherrschende Konzerne wie Amazon. Pitney Bowes hofft hier natürlich mehr Automatisierungs-Systeme verkaufen zu können, die eines Tages dafür sorgen, dass die Päckchen komplett von Robotern gepackt werden.

Ein immer größeres Problem wird aber eben auch die Auslieferung an die Empfänger. Denn einfach nur mit immer mehr Lieferanten ist das rasante Wachstum kaum noch zu stemmen. Das zeigt sich auch in der Ankündigung des hiesigen Marktführers Deutsche Post, Milliarden in die Weiterentwicklung der IT-Infrastruktur zu investieren, um mit den wachsenden Mengen klarzukommen.

Siehe auch: Post: Milliarden für die IT sollen Paket-Schwemme beherrschbar machen
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