Amazon-Mitarbeiter klauten Pakete und verkauften alles nochmal
Am besten läuft der eigene Online-Handel, wenn man nur Produkte anbietet, die garantiert auch schon von anderen Verbrauchern gekauft wurden. Das dachten sich wohl zwei Logistik-Mitarbeiter Amazons. Sie stahlen kurzerhand Pakete und veräußerten die darin befindlichen Waren über eigene Accounts im Amazon Marketplace.
Die beiden Beschuldigten waren über längere Zeit im Logistik-Bereich für Amazon tätig - sie lieferten also nicht direkt Bestellungen zu den Käufern, sondern sorgten dafür, dass Pakete aus den Lagerhäusern zu den Post-Diensten gebracht und Retouren wieder abgeholt wurden. Und auf diesem Weg stahlen sie immer wieder Sendungen, ohne dass dies direkt aufgefallen wäre.
Erst im letzten Jahr fiel einem Polizisten auf, dass eine der beiden Personen diverse Transaktionen auf dem Amazon Marketplace tätigte. Daraufhin sahen sich Experten der Bundespolizei FBI die Sache an und leiteten schließlich aufgrund eines konkreten Tatverdachts ein Untersuchungsverfahren ein. Dies fand seinen Höhepunkt in Hausdurchsuchungen, die in diesem Juli stattfanden und bei denen diverse Beweise sichergestellt wurden, berichtete der US-Sender ABC News.
Dass die ganze Sache so lange unentdeckt blieb, war durchaus einem relativ geschickten Vorgehen der Mitarbeiter zuzuschreiben. Diese stahlen die Pakete so, dass möglichst nichts direkt auf sie zurückfallen konnte. Und der Wiederverkauf wurde über eigens dafür gegründete Firmen getätigt. Diese schickten die Waren dann auch direkt in das nächste Amazon-Logistikzentrum, wo sie nach einer Bestellung dann verschickt wurden - es war also nicht einmal nötig, Lagerkapazität und Bestellabwicklungen zu organisieren.
Siehe auch: Glitzer und üble Düfte: US-Tüftler rückt Paket-Dieben auf den Pelz
Erst im letzten Jahr fiel einem Polizisten auf, dass eine der beiden Personen diverse Transaktionen auf dem Amazon Marketplace tätigte. Daraufhin sahen sich Experten der Bundespolizei FBI die Sache an und leiteten schließlich aufgrund eines konkreten Tatverdachts ein Untersuchungsverfahren ein. Dies fand seinen Höhepunkt in Hausdurchsuchungen, die in diesem Juli stattfanden und bei denen diverse Beweise sichergestellt wurden, berichtete der US-Sender ABC News.
Florierendes Geschäft
Die Ermittlungen zeigten das enorme Ausmaß des Falls: Die beiden Beschuldigten sollen seit sechs Jahren entsprechend tätig sein. In dieser Zeit hätten sie immerhin einen Umsatz in Höhe mehrerer Millionen Dollar gemacht. Aktuell laufen bei dem Handelskonzern noch interne Untersuchungen, deren Ergebnisse den FBI-Ermittlern ein noch genaueres Bild vom Umfang der Angelegenheit bringen soll.Dass die ganze Sache so lange unentdeckt blieb, war durchaus einem relativ geschickten Vorgehen der Mitarbeiter zuzuschreiben. Diese stahlen die Pakete so, dass möglichst nichts direkt auf sie zurückfallen konnte. Und der Wiederverkauf wurde über eigens dafür gegründete Firmen getätigt. Diese schickten die Waren dann auch direkt in das nächste Amazon-Logistikzentrum, wo sie nach einer Bestellung dann verschickt wurden - es war also nicht einmal nötig, Lagerkapazität und Bestellabwicklungen zu organisieren.
Siehe auch: Glitzer und üble Düfte: US-Tüftler rückt Paket-Dieben auf den Pelz
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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