Paket-Kollaps ist absehbar: Sendungszahlen wachsen weltweit rasant

Wenn das rasante Wachstum des Versandhandels weitergeht wie bisher, ist ein Kollaps der Logistiksysteme auch mit sehr viel besseren IT-Systemen und mehr Mitarbeitern auf Dauer kaum aufzuhalten. Schon heute liegt das Niveau sehr hoch. mehr... Amazon, E-Commerce, Online-Shop, Versandhandel, Online-Händler, Paket Bildquelle: Amazon Amazon, E-Commerce, Online-Shop, Versandhandel, Online-Händler, Paket Amazon, E-Commerce, Online-Shop, Versandhandel, Online-Händler, Paket Amazon

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Vermutlich wird sich das irgendwann über die Wartezeit regulieren. Wenn man auf einmal eine Woche auf sein Paket warten muss, weil sie mit dem Ausliefern nicht hinterherkommen, wird der eine oder andere vielleicht doch wieder in einen Laden gehen.
 
@aecro: Den zusätzlichen Umsatz werden sich die Paketdienstleister nicht nehmen lassen. Paketzusteller arbeiten jetzt schon unter schlechten Bedingungen. Man wird mit Wachstum sicher dagegen halten. Das wird aber nichts daran ändern, dass der Bote täglich eben noch 10 Pakete zusätzlich ausliefern wird müssen. Die Paketabholstationen werden auch früher oder später kommen.
 
@Tomelino: Kann ich nicht bestätigen! Habe lange in der Branche innerhalb der IT gearbeitet beim deutschen Martkführer im B2B Bereich. Dort ist man nach Jahren des Volumenwachstums zu dem Entschluss gekommen das Volumen zu verringern da hierdurch der Gewinn steigt. Sprich statt 2,5 Mio Pakete am Tag wurde errechnet das mit dem aktuellen System der maximale Gewinn bei 1,7 Mio Paketen am Tag liegt und man bei jedem weiteren drauf zahlt sprich einen Verlust einfährt. Gesagt getan, Preise nach oben und auslaufende Verträge mit Kunden nicht verlängert.
 
@SimpleAndEasy: Bei gleichbleibender Beschäftigung?
 
@Tomelino: Zusteller sowie das Personal in der Halle sind ja in 90% der Fälle keine Angestellten der Paketunternehmen sondern Angestellte der Subunternehmer welche für die Beförderung & Auslieferung beauftragt werden. Daher bleibt die Zahl der Beschäftigten gleich, bzw. steigt diese aktuell sogar da dort gerade viel in Automatisierung investiert wird und man Know How in IT und Verwaltung benötigt hierfür.
 
@SimpleAndEasy: Wenn ein Subunternehmer vor meiner Haustür steht, wie kann der eigentliche Dienstleister die Auslastung der Mitarbeiter des Subunternehmens beurteilen? Regelt das der Subunternehmer nicht intern!?
 
@Tomelino: Die Geräte auf denen du bei der Zustellung unterschreibst kennst oder? Hierüber wird getrackt wo sich die Fahrzeuge befinden und in welchem Takt eine Paketzustellung erfolgt. Auch weiß man exakt wie viele Pakete sich in jedem Fahrzeug befinden da das alles IT seitig erfasst wird. Generell gilt aber dass die Subunternehmer immer zu 110% ausgelastet sind und wenn in einem Standort mal 2000 - 3000 Pakete mehr aufschlagen müssen diese Pakete bereits an andere Dienstleister übergeben werden oder aber es werden Fahrzeuge von Sixt, Europcar, Avis usw. angemietet und genau hier entstehen die Mehrkosten die das ganze unrentabel machen. Auch wenn die Branche extrem überlastet ist so schwimmen die Unternehmen trotzdem nicht im Geld da die Margen extrem niedrig sind bei ca. 1 Millarde Umsatz bleiben da gerade mal 30 - 50 Mio Gewinn übrig welcher zum großteil wieder Investiert wird in neue Standorte. Das Problem sind auch nicht die Dienstleister sondern ehr die Kunden welche immer alles Umsonst haben möchten... kaum ein Empfänger wäre bereit endlich mal 10 - 20 Euro pro Paket an Versand zu zahlen wie es sich gehören würde!
 
@aecro: Äußert sich mittlerweile schon darin, dass angeblich Pakete nicht richtig spezifiziert seien und dann zum Absender zurückgehen. Schon mehrfach passiert bei mir. Addressiert an eine Postfiliale. Und beim Onlineshop seit Jahren dieselben Infos wie Name, Postfiliale / Packstation, Postnummer und Anschrift. Meistens kommt es da an. Aber immer wieder heißt es dann, ja angeblich fehlen da INformationen, die ich nicht eingetragen hätte. Und deswegen hätte der Shop das Paket abgewiesen. Nur doof, dass mich die beim Paketshop schon kennen und direkt sagen, ne das Paket kam nie hierb ei uns in die Filiale. Ist wohl vom Boten direkt zurückgesendet worden, weil er was nicht lesen / einordnen konnte. Wir kennen Ihren Namen ja und würden es definitiv annehmen.. Also ich sehe schon dass Paketdienstleistungen deutlich schlechter geworden sind als vor 2 Jahren.
 
@bmngoc: schlechter? also 14Tage bis Zustellung waren früher üblich ... heute kriegst du das in 1 Tage bis 2 Tage. Das Pakete nicht "gelesen" werden können liegt an den unterbezahlten Supplern wo der Zusteller recht häufig (naja nicht lesen können will ich nicht unterstellen) kein deutsch kann. Also anstatt da an der Gewinnoptimierung der Aktionäre zu feilen sollte man mal die Suppler ordentlich bezahlen (oder gleich ordentlich selber einstellen), dann machen das auch ordentliche Leute, dann klappt das auch wieder mit der Zustellung.
 
@aecro: Laden... das sind doch die altmodischen Dinger, die tief in der Innenstadt liegen, wo man nicht parken kann - sofern man die Stadt mit dem PKW überhaupt befahren darf. Dann bekommt man zu hören: "Ist gerade nicht da, können wir aber bestellen"... Um dann ein 2. mal dem Stress zu unterliegen.
Nein Danke. Ich kann auch gern einen Tag mehr warten. Dafür kostet das Produkt weniger als im Laden und kann sogar 2 Wochen lang ohne Angabe von Gründen zurück geschickt werden.
 
@Kobold-HH: Läden, das sind die Dinger welche schon vor 10 Jahren fast ausgestorben waren, weil alle nur mehr im Internet bestellt haben und sich nun wundern warum die nichts mehr vorrätig haben. LOL A bissl mehr Ubahn nutzen und Bewegung würde den meisten nicht schaden. Ajo und die meisten Läden haben bereits eine 14 Tage Rückgabemöglichkeit. JA auch cash!
 
@einKritischer: Diese Rückgabemöglichkeit basiert aber auf dem Gutdünken (Kulanz) des Verkäufers. Wenn er es nicht zurücknehmen will dann bleibt man drauf sitzen. Das Rückgaberecht im Versandhandel dagegen ist gesetzlich verbrieftes Recht.
 
@mike1212: auch das unterliegt Einschränkungen ... das das nur fast nicht von den Onlinehändlern genutzt wird hat andere Gründe.
 
Der Trend Dinge Liefern zu lassen finde ich auf lange Sicht durchaus besser wie zu zig Läden zu fahren.
Vor allem auf dem Land wo man schnell mal 20-50km verfährt um 3-4 Dinge zu besorgen. Das kostet nicht nur Sprit sondern auch Zeit und führt zu mehr Staus.
Allerdings sehe ich hier noch viel Optimierungspotential.
1. Wenn die einzelnen Lieferdienste mehr zusammenarbeiten würden, könnte man vermeiden das man teilweise 3-4 mal am Tag von verschiedenen beliefert wird.
2. Der Einsatz von Paketkästen und Abholstationen sollte ausgebaut werden. Bei Mehrfamilienhäusern ab einer bestimmten Größe sollte so etwas vorgeschrieben sein.
Es ist einfach nicht Sinnvoll das man da jeden einzeln Rausklingelt bzw im Ganzen Haus rumläuft.
Ähnlich auch Einfamilienhäusern wo meist keiner zuhause ist.
Das muss viel einfacher gehen, ähnlich wie es bei Briefen der Fall ist.
3. Sinnvollere Verpackungen
Zum einen Weniger Verpackung die auch nicht schön sein muss weil sie nicht im Regal liegt.
Ähnlich wie das bei Amazon Basic Produkten teilweise ist oder es auch bei manchen Herstellern einfacherer Verpackungen für den Online handel gibt. (ist mir zb. bei Philips schon oft aufgefallen)
Zum anderen vereinheitlichte Packungsgrößen die die Logistik vereinfachen.
Bei Ikea hat man schon vor langer Zeit verstanden, dass sich mit optimierten und einfachen Verpackungen viel sparen lässt.

Bei Lebensmitteln allerdings sehe ich den Lokalen Händler als die bessere Option.
Aber auch hier muss sich an den Verpackungen etwas ändern.
Weg von Plastik und 5fach eingepackt wieder zu Papier, selbst abfüllen oder Pfandsystem mit Glasbehältern.
Milch, Jogurt, Soßen, Getränke usw. kann man super in Pfandbehältnissen verkaufen.
 
@crazyus: also die Verpackungen der Ware ist nicht das Problem, es nützt mir nämlich auch nix wenn eine kleine nicht hübsche amazon Basic Ware welche auch in einen wattierten Brief passen würde dann in einem Versandkarton geliefert wird wo nen Kleinlaster reinpassen würde (ja absichtlich etwas übertrieben, aber ich denke jeder weis was gemeint ist)
Oder ich bestelle 4 Sachen und bekomme 4 Pakete ... da ist Optimierungsbedarf!

Die andere Sache ist ordentliche Leute einstellen und diese auch ordentlich bezahlen ... nen schlecht bezahlter Suppler bringt es halt nicht. (Doppeldeutigigkeit durchaus beabsichtigt)
 
@serra.avatar:
Stimme ich dir voll zu.
Das meinte ich im Grunde auch mit Standartisierten Verpackungen.
Das Problem mit kleinen Dingen in großen Paketen kommt ja auch teilweise davon das die Verpackungsgrößen so unterschiedlich sind.

Auch das nicht mehrere Pakete einzeln kommen muss sich natürlich ändern.
Die einzelnen Lieferanten müssen nicht nur untereinander sonder auch intern besser zusammenarbeiten bzw Abläufe optimieren. Gerade bei Amazon sehe ich noch viel Potenzial
 
Austunneln. Alle Neubauten mit Mini U-Bahn verbinden, so das man 2-3 Kasten Bier bei Penny bestellen kann. Ach ja, den Müll kann sie dann auch zur Verbrennungsanlage fahren.
 
Das Hauptproblem ist nicht die steigende Paketflut, sondern der massive Abbau von Personal. Meine Schwester arbeitet in einem Logistikzentrum. Die Bedingungen für die Mitarbeiter sind hart, die Anforderungen sehr hoch. Wer das Soll nicht schafft, bekommt eine Abmahnung. Nach Zwei dann die Kündigung. Die verbliebenen sollen dann die Arbeit auffangen, was natürlich nicht funktioniert und so hagelt es dann weiter Kündigungen. Problem: Es kommen keine neuen Leute mehr zum Verheizen rein. Selbst Arbeitsamt und Jobcenter weigern sich mittlerweile, Leute dahin zu vermitteln, weil zu 99 % die Leute nach ein paar Wochen wieder im Amt zurück sind und dadurch der Verwaltungsaufwand viel zu groß ist. Die Paketdienste müssen langsam mal das Umdenken anfangen.
 
@Akkon31/41: oder eben das Konsum-Denken. Was eine schnöde Bestellung auslöst- darüber denkt eben keiner nach! Ach, nöö- gebe ich zurück- und erneut beginnt ein Prozess. Auswirkungen auf Verkehr, Personal, Logistik usw.- irre. Und oft werden Retouren einfach entsorgt. ...Das ärmste Schwein- der Paketbote.
 
Hieß es nicht vor ein paar Jahren Amazon und Co. schicken Pakete mit Drohnen? Hab bisher noch keine einzige gesehen, dafür rasende und gestresste UPS-Fahrer.
 
@Wasserkopf3000: Nun, in etlichen Testumgebungen sind bereits Drohnen unterwegs, auch wenn man hier noch nicht von einer "Marktreife" sprechen kann. Allerdings vermute ich, dass die Technik hier (mal wieder) schneller an den Start geht, wie die benötigten gesetzlichen Regularien und Freigaben, was die ganze Geschichte ausbremsen wird.
 
@Bananajoe311: Luft hat halt keine Balken, und kaum einer möchte drunter stehen, wenn die Drohne abstürzt. Ich habe da vollstes Verständnis für eine wirksame Regulierung.
 
@rallef: Eine wirksame Regulierung ist gut und wichtig, dennoch verschlafen die Politiker ihren Einsatz und bremsen solche Vorhaben aus.
 
Ach, DHL brauch sich keine Sorgen machen - Amazon verlagert die Zustellung auf das Hauseigene "Amazon Logistics", dann kann DHL die Milliarden stecken lassen.
 
@DRMfan^^: Ich glaube nicht, dass DHL viel an den mit Amazon ausgehandelten "Freundschafts-" aka Knebelpreisen verdient, auch die Masse kann es da nicht mehr regeln. Also kein Verlust für DHL.
 
Das schreit doch förmlich nach mehr Paketsklaven! So werden wieder Jobs geschaffen, die Leute sind aus der Arbeitslosenstatistik raus und das beruhigt wiederum Angie, die uns das noch mit den Millionen neuer "Facharbeiter" erklären muss. Eine Win-Win Situation!
 
@Gevatter: Ist doch klasse, und schon verstummt das Geschrei nach BGE, wenn alle als Paketfahrer außer Puste und in Lohn und Brot stehen ;-)
 
@Gevatter: HAHAHAHAHAHA....danke...noch kurz vorm Feierabend köstlich gelacht ;)
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