Amazon: Mitarbeiter gucken auch Cam-Aufnahmen aus Wohnungen an
Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, bis die Frage des KI-Trainings bei "smarten" Überwachungskameras ebenfalls auf die Agenda kommt. Und ja: Amazon-Mitarbeiter sichten auch Videos, die von den Cloud Cams in Privaträumen aufgenommen wurden.
Bei der Cloud Cam handelt es sich um eine Kamera, die für die Überwachung von Wohnräumen eingesetzt werden soll. Sie soll so beispielsweise mit den smarten Türklingeln zusammenarbeiten, die Lieferanten Zugang zur Wohnung geben, wenn niemand zuhause ist. So will Amazon mehr Vertrauen für diese Form der Zustellung von Paketen schaffen. Aber auch sonst kann die Kamera bei Bedarf aktiv und über den Alexa-Assistenten gesteuert werden.
Die Kamera liefert ihre Aufnahmen in die Cloud und soll mit KI-Algorithmen auch verschiedene Situationen erkennen können und entsprechende Mitteilungen an den Betreiber geben. Bemerkt die Gesichtserkennung eine fremde Person, reagiert das System anders, als wenn die Kinder früher nach Hause kommen oder die Katze durch den Aufnahmebereich läuft.
Dies war im Grunde zu erwarten - immerhin ist seit einiger Zeit bekannt, dass auch zahlreiche Mitschnitte der Lautsprecher-Systeme, die mit Sprachassistenten ausgestattet sind, von Mitarbeitern der jeweiligen Anbieter angehört werden, um die KI-Entscheidungen zu verbessern. Es dürfte allerdings einen qualitativen Unterschied für viele Nutzer ausmachen, ob Amazon-Beschäftigte sich Spracheingaben von Alexa anhören, oder Videos ansehen, die von der Kamera nach eigener Entscheidung aufgezeichnet und in die Cloud geladen werden.
Siehe auch: Amazons Alexa: Mitarbeiter hören die Sprachaufnahmen teils auch mit
Die Kamera liefert ihre Aufnahmen in die Cloud und soll mit KI-Algorithmen auch verschiedene Situationen erkennen können und entsprechende Mitteilungen an den Betreiber geben. Bemerkt die Gesichtserkennung eine fremde Person, reagiert das System anders, als wenn die Kinder früher nach Hause kommen oder die Katze durch den Aufnahmebereich läuft.
Es ist ein Unterschied
Um die KI dabei entsprechend zu trainieren, bewerten Amazon-Mitarbeiter die Aufnahmen und gleichen sie mit den Analyseergebnissen des Systems ab. Mehrere Dutzend Angestellte in Indien und Rumänien schauen sich dafür die Videos an, die aus den Privaträumen der Kunden auf den Cloud-Servern landen. Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg hervor, der sich auf die Angaben mehrerer Mitarbeiter aus dem Bereich stützt.Dies war im Grunde zu erwarten - immerhin ist seit einiger Zeit bekannt, dass auch zahlreiche Mitschnitte der Lautsprecher-Systeme, die mit Sprachassistenten ausgestattet sind, von Mitarbeitern der jeweiligen Anbieter angehört werden, um die KI-Entscheidungen zu verbessern. Es dürfte allerdings einen qualitativen Unterschied für viele Nutzer ausmachen, ob Amazon-Beschäftigte sich Spracheingaben von Alexa anhören, oder Videos ansehen, die von der Kamera nach eigener Entscheidung aufgezeichnet und in die Cloud geladen werden.
Siehe auch: Amazons Alexa: Mitarbeiter hören die Sprachaufnahmen teils auch mit
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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