Kabelanschluss: Fernsehen könnte für viele deutlich teurer werden
Im politischen Berlin geht es aktuell unter anderem auch um ein scheinbar ziemlich trockenes Thema. Dieses könnte allerdings eine deutliche Verteuerung von Kabelfernseh-Anbindungen zur Folge haben - oder den Wettbewerb anheizen - je nach Perspektive.
In den Fachgremien im Berliner Regierungsviertel wird aktuell an einer Überarbeitung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) gearbeitet. Diskutiert wird dabei unter anderem eine Abschaffung der so genannten Umlagefähigkeit der Kabelanschlussgebühren. Das klingt sperrig, ist für sehr viele Verbraucher aber eine wichtige Entscheidung rund um ihren Kabelanschluss, wie aus einem Teltarif-Bericht hervorgeht.
Gegen die Umlagefähigkeit laufen unter anderem Lobbyisten Sturm, die von der Deutschen Telekom und anderen Anbietern von Internet-Anbindungen abseits des TV-Kabels ausgeschickt wurden. Denn die Sache umschreibt die Möglichkeit, dass die Kosten des Kabelanschlusses bei Mietwohnungen komplett in die Nebenkosten eingerechnet werden können - unabhängig davon, ob ein Mieter den Anschluss dann tatsächlich nutzt. Die Kritiker sehen in der Regelung eine Wettbewerbsverzerrung auch zugunsten der Internet-Provider, die ihre Dienste übers TV-Kabel anbieten. Denn wer ohnehin schon für seinen Kabelanschluss zahlt, bucht oft auch seinen Internet-Zugang beim gleichen Anbieter.
"Durch die Umlagefähigkeit der Kabelanschlussgebühren ist es gelungen, die Preise für Fernsehen niedrig zu halten", führte dieser weiter aus. Und dies sei vor allem hinsichtlich der sozial schwächeren Verbraucher wichtig, die oft in Häusern leben, die auf diese Weise versorgt werden. Clément versuchte auch, die Politik für seine Haltung zu ködern, indem er behauptete, die öffentlich-rechtlichen Sender bekämen bei einem Wegfall der Umlagefähigkeit Probleme, ihre Grundversorgung zu gewährleisten. Das ist allerdings fraglich, denn es gibt mehrere Alternativen zum Fernsehkabel, um diese zu empfangen.
Gegen die Umlagefähigkeit laufen unter anderem Lobbyisten Sturm, die von der Deutschen Telekom und anderen Anbietern von Internet-Anbindungen abseits des TV-Kabels ausgeschickt wurden. Denn die Sache umschreibt die Möglichkeit, dass die Kosten des Kabelanschlusses bei Mietwohnungen komplett in die Nebenkosten eingerechnet werden können - unabhängig davon, ob ein Mieter den Anschluss dann tatsächlich nutzt. Die Kritiker sehen in der Regelung eine Wettbewerbsverzerrung auch zugunsten der Internet-Provider, die ihre Dienste übers TV-Kabel anbieten. Denn wer ohnehin schon für seinen Kabelanschluss zahlt, bucht oft auch seinen Internet-Zugang beim gleichen Anbieter.
Günstiger durch Masse
Auf der anderen Seite gibt es entsprechende Modelle allerdings meist in größeren Wohnblöcken, wo sich kleinere lokale Netzbetreiber um die Anlagen kümmern. Und wenn diese sich einem freien Wettbewerb mit Konzernen wie der Telekom - die enorme Mittel für das Marketing aufbringen kann - stellen müssen, hätten sie wohl wenig Chancen. Und das wiederum würde die Investitionsmöglichkeiten zur Weiterentwicklung der Hausnetze gefährden. Darauf wies der Vodafone-Vorstand Christoph Clément hin."Durch die Umlagefähigkeit der Kabelanschlussgebühren ist es gelungen, die Preise für Fernsehen niedrig zu halten", führte dieser weiter aus. Und dies sei vor allem hinsichtlich der sozial schwächeren Verbraucher wichtig, die oft in Häusern leben, die auf diese Weise versorgt werden. Clément versuchte auch, die Politik für seine Haltung zu ködern, indem er behauptete, die öffentlich-rechtlichen Sender bekämen bei einem Wegfall der Umlagefähigkeit Probleme, ihre Grundversorgung zu gewährleisten. Das ist allerdings fraglich, denn es gibt mehrere Alternativen zum Fernsehkabel, um diese zu empfangen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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