Deutsche TV-Sender haben kaum eine Chance gegen US-Streamer

Tv, Fernsehen, Fernseher, Entertainment
Die deutschen Fernsehsender haben ein echtes Problem. Sie verlieren nicht nur scharenweise Zuschauer für ihr klassisches Programm, sondern können bei den neueren Verbreitungsformen auch nicht mit der Kon­kur­renz aus dem Ausland mithalten. Der Anteil des klassischen linearen Fernsehens an der gesamten Zeit, die Nutzer audiovisuelle Inhalte konsumieren, ist auf nur noch 54 Prozent gesunken. So zumindest geht es aus den Daten hervor, die das Beratungshaus Roland Berger in einer Vebraucherstudie erhoben hat. Lange Zeit bestand die einzige Konkurrenz zu dieser Sehzeit in den Angeboten des Verkaufs und Verleihs von Video-Medien wie VHS und DVD. Nun sind diverse Online-Angebote aber extrem präsent.

Und auch in der Sehzeit, die auf einzelne Anbieter entfallen, hat es eine klare Wachablösung gegeben: An der Spitzenposition steht hier mit 10,3 Prozent der Streaming-Anbieter Netflix. Auf den fünften Platz kommt außerdem Amazon Prime mit 8,7 Prozent. Zwischen diesen beiden US-Anbietern ordnen sich dann die drei größten deutschen Medienverbünde ein: RTL (10 Prozent), ZDF (9,8 Prozent) und ARD (8,8 Prozent).

Die verbleibenden Anteile verteilen sich zu - aus Sicht der Fernsehsender - allem Unglück auch nicht gleichmäßig durch die Bevölkerung. In dem Kreis, den sie noch bei sich halten können, finden sich vor allem immer ältere Menschen, während die für die Werbung so interessanten jüngeren Zielgruppen in großer Zahl zu den Streaming-Angeboten abwandern. In den jüngeren Gruppen haben laut der Studie schon 85 Prozent mindestens ein Streaming-Abo. Sehzeiten: Marktanteile von TV und StreamingDie jeweiligen Top 5 bei den Sehzeiten

Werbeeinnahmen brechen ein

Das werden vor allem die Privatsender schmerzhaft zu spüren bekommen. Bei dem Beratungshaus rechnet man aufgrund der aktuell vorliegenden Daten damit, dass die Budgets, die in Fernsehwerbung investiert werden, in der nächsten Zeit pro Jahr um 4,5 Milliarden bis 8,8 Milliarden Euro zurückgehen werden.

Theoretisch könnte man annehmen, dass die Sender es durchaus schaffen müssten, ihre Angebote entsprechend anzupassen. Dafür braucht man immerhin nur ein vernünftiges Online-Konzept und die Erkenntnisse, was die Zuschauer genau sehen wollen. "Das Problem: Das wissen sie nicht", erklärten die Autoren der Studie. Und dies, obwohl die TV-Anbieter hier seit Jahren am Markt vertreten sind. In der Praxis wird aber oft genug nicht das gezeigt, was die Leute sehen wollen. Stattdessen wird etwas produziert, für das man dann mit Marketing einen Hype generiert.

Der Streaming-Anbieter Netflix sammelt hingegen seit Jahren genaue Daten darüber, was die Kunden wirklich sehen wollen. Das führt dazu, dass 60 Prozent der Sehzeit hier auf die personalisierten Empfehlungen zurückgehen. Und danach werden auch die Planungen für Eigenproduktionen ausgerichtet.

Siehe auch: Kabelanschluss: Fernsehen könnte für viele deutlich teurer werden Tv, Fernsehen, Fernseher Tv, Fernsehen, Fernseher
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