Huawei-Boykott: China könnte den Hebel gegen Trump gefunden haben
In China hat man offenbar endlich einen Hebel gefunden, mit dem man die US-Regierung bezüglich des Huawei-Boykotts knacken kann. Als Peking jetzt andeutete, an die wirtschaftliche Basis der wichtigsten Regionen der Trump-Wählerschaft zu gehen, wurde man in Washington ziemlich hellhörig.
Wie die US-Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, könnten diverse Technologie-Unternehmen aus den USA bald eine Genehmigung erhalten, ihre Handelsbeziehungen mit Huawei wieder aufzunehmen - wenn auch möglicherweise nur in Teilen. Beim Handelsministerium, das Exporte von Hochtechnologie-Produkten an den chinesischen Konzern seit dessen Einstufung als Risiko für die nationale Sicherheit absegnen muss, sollen inzwischen rund 50 entsprechende Anträge in der Warteschleife hängen.
Aktuell wird eine Entscheidung über diese Anträge zurückgehalten. Das bedeutet für Firmen wie Intel, Qualcomm und Co. in erster Linie, dass es nicht direkt eine Ablehnung gibt. Eine solche wäre nach der bisherigen immer weiter fortschreitenden Verschärfung des Handelskrieges eigentlich folgerichtig gewesen. Derzeit laufen hinter den Kulissen in Washington aber offensichtlich heftige Debatten, wie es weitergehen soll.
Allerdings ist es natürlich nicht sicher, wie die Entscheidung des Handelsministeriums am Ende ausfallen wird. Dadurch mangelt es an Planungssicherheit, was sich erst einmal darin ausdrückt, dass die Aktienkurse vieler Tech-Konzerne eher etwas sinken. Denn letztlich haben die Anlieger letztlich eine klare negative Entscheidung lieber, als eine unsichere Hoffnung auf eine positive Wendung.
Siehe auch: US-Embargo: Huawei ordert viel mehr eigene Chips - auch für Laptops?
Aktuell wird eine Entscheidung über diese Anträge zurückgehalten. Das bedeutet für Firmen wie Intel, Qualcomm und Co. in erster Linie, dass es nicht direkt eine Ablehnung gibt. Eine solche wäre nach der bisherigen immer weiter fortschreitenden Verschärfung des Handelskrieges eigentlich folgerichtig gewesen. Derzeit laufen hinter den Kulissen in Washington aber offensichtlich heftige Debatten, wie es weitergehen soll.
Unsicherheit bleibt
Denn der Druck auf die Trump-Regierung dürfte von der eigenen Basis her zunehmen. Denn als der US-Präsident kürzlich neue Strafzölle auf zahlreiche Produkte ankündigte, die von China aus in die USA exportiert werden, kündigte Peking an, den Einkauf von Erzeugnissen der US-Landwirtschaft zu stoppen. Damit trifft man direkt die ökonomischen Grundlagen eines guten Teils der Kernwählerschaft Trumps im ländlichen Raum, während die Auseinandersetzung bisher ja eher die Technologie-Firmen der Küstenregionen traf, die ohnehin tendenziell weniger auf der Linie des US-Präsidenten liegen.Allerdings ist es natürlich nicht sicher, wie die Entscheidung des Handelsministeriums am Ende ausfallen wird. Dadurch mangelt es an Planungssicherheit, was sich erst einmal darin ausdrückt, dass die Aktienkurse vieler Tech-Konzerne eher etwas sinken. Denn letztlich haben die Anlieger letztlich eine klare negative Entscheidung lieber, als eine unsichere Hoffnung auf eine positive Wendung.
Siehe auch: US-Embargo: Huawei ordert viel mehr eigene Chips - auch für Laptops?
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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