Patriotismus wegen Huawei:
US-Chipgigant Qualcomm bekommt Druck
Das Handelsverbot für US-Firmen gegen den chinesischen Smartphone-Giganten Huawei kommt nun den weltgrößten Lieferanten von ARM-Prozessoren für mobile Endgeräte teuer zu stehen. Weil die Chinesen aufgrund ihres Nationalsstolzes derzeit verstärkt Huawei-Produkte kaufen, leiden die Verkäufe von Produkten anderer Hersteller - was dem Chipkonzern Qualcomm das Leben schwer macht.
Im Zuge der Bekanntgabe seiner jüngsten Quartalszahlen erklärte Qualcomm, dass man derzeit aufgrund des Vorgehens der US-Regierung unter Präsident Trump in China Kunden verliere. Dies sorge für "starken Gegenwind", der Qualcomms Umsätze in den nächsten zwei Geschäftsquartalen deutlich drücken könnten, so Firmenchef Steven Mollenkopf. Einer der Gründe ist wohl auch, dass Huawei bisher ein großer Abnehmer von Qualcomm-SoCs für Geräte der unteren Preisklassen war.
Letztlich hat Huawei in dieser Hinsicht aber auch kaum eine Wahl, denn Qualcomm war seinerseits ebenfalls vom Handelsverbot der US-Regierung betroffen, schließlich ist der Chiphersteller im kalifornischen San Diego beheimatet. Weil Huawei obendrein unter massiv gesunkenen Verkaufszahlen in seinen extrem wichtigen europäischen Märkten zu kämpfen hat, konzentriert sich das Unternehmen verstärkt auf den Heimatmarkt China - und schmälert durch aggressive Werbung und dadurch steigende Verkaufszahlen in China auch noch die Absatzzahlen anderer Smartphone-Hersteller.
Anders als Huawei haben dessen chinesische Konkurrenten wie Vivo und OPPO keine eigenen Abteilungen für Chipentwicklung, sondern müssen die in ihren Smartphones verwendeten SoCs immer von externen Anbietern einkaufen. Als einziger wirklich bedeutsamer Anbieter von High-End-SoCs für Android-Geräte ist Qualcomm für die anderen chinesischen Hersteller eigentlich unverzichtbarer Lieferant. Ob sich die Situation für Qualcomm entspannt, bevor echte finanzielle Folgen drohen, die über "Gegenwind" hinaus gehen, hängt natürlich von einer Annäherung zwischen China und der trumpschen US-Regierung ab.
Qualcomm bleibt dank Trump bei Huawei-Smartphones jetzt außen vor
So verwendete Huawei bisher noch auf breiter Front in vergleichsweise großen Stückzahlen von Modellen seiner Mittel- und Einsteigerklasse Qualcomm-SoCs, um so in bestimmten Märkten ein besseres Nutzungserlebnis zu bieten. Seit Beginn des US-Embargos im Mai, das unter anderem zum Entzug der Android-Lizenz des chinesischen Herstellers durch Google führte, versucht Huawei jedoch fast ausschließlich auf CPUs aus eigener Produktion zu setzen.Letztlich hat Huawei in dieser Hinsicht aber auch kaum eine Wahl, denn Qualcomm war seinerseits ebenfalls vom Handelsverbot der US-Regierung betroffen, schließlich ist der Chiphersteller im kalifornischen San Diego beheimatet. Weil Huawei obendrein unter massiv gesunkenen Verkaufszahlen in seinen extrem wichtigen europäischen Märkten zu kämpfen hat, konzentriert sich das Unternehmen verstärkt auf den Heimatmarkt China - und schmälert durch aggressive Werbung und dadurch steigende Verkaufszahlen in China auch noch die Absatzzahlen anderer Smartphone-Hersteller.
Anders als Huawei haben dessen chinesische Konkurrenten wie Vivo und OPPO keine eigenen Abteilungen für Chipentwicklung, sondern müssen die in ihren Smartphones verwendeten SoCs immer von externen Anbietern einkaufen. Als einziger wirklich bedeutsamer Anbieter von High-End-SoCs für Android-Geräte ist Qualcomm für die anderen chinesischen Hersteller eigentlich unverzichtbarer Lieferant. Ob sich die Situation für Qualcomm entspannt, bevor echte finanzielle Folgen drohen, die über "Gegenwind" hinaus gehen, hängt natürlich von einer Annäherung zwischen China und der trumpschen US-Regierung ab.
Thema:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
Qualcomm Aktienkurs in Euro
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