Huawei profitiert sogar von US-Sanktionen, sie schaden vor allem Apple
Gestern hat der chinesische Hersteller Huawei seine aktuellen Geschäftszahlen veröffentlicht und diese zeigten, dass das Unternehmen weniger als gedacht vom US-Embargo betroffen ist. Das hat vermutlich einen Grund: Chinesen solidarisieren sich zunehmend mit Huawei - und meiden dafür Apple.
Es gibt zahlreiche Branchenkenner und Wirtschaftsexperten, die die Handelspolitik von US-Präsident Trump sehr skeptisch sehen. Denn Donald Trump sieht die Welt in der Regel sehr simpel und gerade der globale Handel ist eine komplexe Angelegenheit. Und aktuelle Zahlen der Marktforscher von Canalys (via VentureBeat) scheinen den Kritikern Trumps Recht zu geben.
In China konnte Huawei demnach 37,3 Millionen Geräte verkaufen. Das bedeutet einen Marktanteil von 38,2 Prozent. Weltweit gab der Konzern Verkäufe in Höhe von 59 Millionen bekannt.
Für Apple war das zweite Quartal in China hingegen weniger gut: Man büßte 14 Prozent ein und konnte "nur" 5,7 Millionen iPhones verkaufen. Das schmerzt den kalifornischen Konzern zweifellos, weil man sich von China prozentuale Zuwächse erhofft hat und nicht Verluste. Ein gutes Ergebnis in China wäre für Apple auch deshalb so wichtig, weil die westlichen Märkte als übersättigt gelten.
Allerdings erweist sich der chinesische Markt nicht als der Hoffnungsträger, den manche in ihm sehen. Denn insgesamt wurden dort im zweiten Quartal sechs Prozent weniger Smartphones verkauft. Das wirkte sich auch auf andere Hersteller aus, Vivo, Oppo und Xiaomi mussten allesamt Rückgänge in den Verkäufen hinnehmen - was den Patriotismus-Effekt bei Huawei aber nicht schmälert, im Gegenteil.
Patriotismus-Welle
Denn das Handelsembargo schadet in China nicht Huawei, sondern eher US-amerikanischen Unternehmen, allen voran Apple. Denn der chinesische Hersteller profitiert in seiner eigenen Heimat laut Canalys von einer Patriotismus-Welle und konnte im zweiten Quartal ein knappes Drittel mehr Smartphones (31 Prozent) als vor einem Jahr verkaufen.In China konnte Huawei demnach 37,3 Millionen Geräte verkaufen. Das bedeutet einen Marktanteil von 38,2 Prozent. Weltweit gab der Konzern Verkäufe in Höhe von 59 Millionen bekannt.
Für Apple war das zweite Quartal in China hingegen weniger gut: Man büßte 14 Prozent ein und konnte "nur" 5,7 Millionen iPhones verkaufen. Das schmerzt den kalifornischen Konzern zweifellos, weil man sich von China prozentuale Zuwächse erhofft hat und nicht Verluste. Ein gutes Ergebnis in China wäre für Apple auch deshalb so wichtig, weil die westlichen Märkte als übersättigt gelten.
Allerdings erweist sich der chinesische Markt nicht als der Hoffnungsträger, den manche in ihm sehen. Denn insgesamt wurden dort im zweiten Quartal sechs Prozent weniger Smartphones verkauft. Das wirkte sich auch auf andere Hersteller aus, Vivo, Oppo und Xiaomi mussten allesamt Rückgänge in den Verkäufen hinnehmen - was den Patriotismus-Effekt bei Huawei aber nicht schmälert, im Gegenteil.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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