Vor Trump noch schnell shoppen:
Microsoft & Co decken sich in China ein
Weil mit dem erneuten Einzug von Donald Trump im Weißen Haus neue Strafzölle auf die Einfuhr von Elektronikgeräten und ihren Bauteilen aus China drohen, haben große PC-Hersteller begonnen, sich vorher noch schnell mit großen Mengen einzudecken. Die Zeichen stehen auf Exit.
Microsoft hat dem Bericht zufolge seine Vertragsfertiger angewiesen, in den Monaten November und Dezember deutlich mehr Bauteile einzukaufen, um damit drohenden neuen Strafzöllen unter der neuen Trump-Regierung zuvorzukommen. Man versucht demnach große Lagerbestände an wichtigen Komponenten aufzubauen, bevor die Kosten aufgrund neuer Zölle stark steigen.
Microsoft arbeitet zudem daran, die Fertigung der Notebooks und Tablets seiner Surface-Serie aus China heraus in andere südostasiatische Länder zu verlagern, so der Bericht. Auch bei anderen PC-Herstellern arbeitet man angeblich unter Hochdruck an der Umsetzung ähnlicher Pläne.
HP soll bereits zwei neue große Lager in Thailand einrichten, wo man massenhaft Teile vorhält. Obendrein wird in einem anderen südostasiatischen Land an einem weiteren Lager gearbeitet. Gleichzeitig fährt man die Produktion an anderen Standorten außerhalb Chinas hoch. So sei von HP innerhalb kürzester Zeit in Thailand ein Laptop-Werk eingerichtet und in Betrieb genommen worden.
Dell versucht unterdessen seine Kapazitäten in Vietnam zu steigern und hat ebenfalls die Lieferkette angewiesen, entsprechende Schritte zu einer "Flucht" aus China einzuleiten. Durch eine erneute Diversifizierung ihrer Lieferkette möchten sich die Hersteller demnach vor drohender geopolitischer Unsicherheit durch die neue Trump-Regierung schützen.
Trump hatte im Vorfeld seines erneuten Amtsantritts im Januar 2025 angekündigt, neue Zölle in Höhe von mindestens 10 Prozent auf Waren aus China erheben zu wollen. Auch bei der Einfuhr aus Mexiko und Kanada wolle er ab dem "ersten Tag im Weißen Haus" neue Zölle in Höhe von 25 Prozent einführen, hieß es.
Siehe auch:
- Microsoft, HP und Dell decken sich mit Elektronikteilen aus China ein
- Hersteller fürchten neue Strafzölle unter möglicher Trump-Regierung
- Microsoft fordert Zulieferer auf, Fertigung außerhalb Chinas aufzubauen
- HP richtet große Lager in Thailand ein und eröffnet dort Laptop-Werk
- Dell steigert Produktionskapazitäten in Vietnam
- Unternehmen diversifizieren Lieferketten wegen geopolitischer Unsicherheit
- Trump kündigt Zölle von 10 % auf China-Importe und 25 % auf NAFTA-Importe an
Langfristig wollen die Hersteller raus aus China
Laut einem Bericht des japanischen Wirtschaftsdiensts Nikkei Asia, der sich auf Quellen aus dem Umfeld der betroffenen Gerätehersteller und ihrer Lieferkette stützt, haben Firmen wie Microsoft, HP und Dell begonnen, bei ihren Zulieferern stark gesteigerte Stückzahlen von in China gefertigten Komponenten einzukaufen.Microsoft hat dem Bericht zufolge seine Vertragsfertiger angewiesen, in den Monaten November und Dezember deutlich mehr Bauteile einzukaufen, um damit drohenden neuen Strafzöllen unter der neuen Trump-Regierung zuvorzukommen. Man versucht demnach große Lagerbestände an wichtigen Komponenten aufzubauen, bevor die Kosten aufgrund neuer Zölle stark steigen.
Microsoft will Xbox & Surface außerhalb Chinas bauen
Dies gilt angeblich sowohl für Teile für die Verwendung in Microsofts Cloud-Rechenzentren, als auch für die Spielkonsolen der Xbox-Serie. Microsoft soll seine Zulieferer außerdem aufgefordert haben, den Aufbau einer Teilefertigung außerhalb Chinas voranzutreiben. Obendrein soll auch der Bau der Konsolen möglichst rasch auch außerhalb von China möglich gemacht werden, heißt es.Microsoft arbeitet zudem daran, die Fertigung der Notebooks und Tablets seiner Surface-Serie aus China heraus in andere südostasiatische Länder zu verlagern, so der Bericht. Auch bei anderen PC-Herstellern arbeitet man angeblich unter Hochdruck an der Umsetzung ähnlicher Pläne.
HP & Dell fahren Fertigung außerhalb Chinas hoch
HP und Dell, die beiden größten Laptophersteller der Welt, sollen den Einkauf von Komponenten aus China ebenfalls auf den Prüfstand stellen. Der Anteil der von dort importierten Teile soll gesenkt werden, während man gleichzeitig am Aufbau neuer Fertigungskapazitäten außerhalb Chinas arbeitet. Im November und Dezember 2024 sollen zudem noch einmal große Mengen an Teilen aus China exportiert werden.HP soll bereits zwei neue große Lager in Thailand einrichten, wo man massenhaft Teile vorhält. Obendrein wird in einem anderen südostasiatischen Land an einem weiteren Lager gearbeitet. Gleichzeitig fährt man die Produktion an anderen Standorten außerhalb Chinas hoch. So sei von HP innerhalb kürzester Zeit in Thailand ein Laptop-Werk eingerichtet und in Betrieb genommen worden.
Dell versucht unterdessen seine Kapazitäten in Vietnam zu steigern und hat ebenfalls die Lieferkette angewiesen, entsprechende Schritte zu einer "Flucht" aus China einzuleiten. Durch eine erneute Diversifizierung ihrer Lieferkette möchten sich die Hersteller demnach vor drohender geopolitischer Unsicherheit durch die neue Trump-Regierung schützen.
Trump hatte im Vorfeld seines erneuten Amtsantritts im Januar 2025 angekündigt, neue Zölle in Höhe von mindestens 10 Prozent auf Waren aus China erheben zu wollen. Auch bei der Einfuhr aus Mexiko und Kanada wolle er ab dem "ersten Tag im Weißen Haus" neue Zölle in Höhe von 25 Prozent einführen, hieß es.
Siehe auch:
- US-Sanktionen: Trump untersagt Handel mit acht chinesischen Apps
- Für Wahlkampfhilfe aus China ließe Trump Huawei-Sanktionen fallen
- Trump: Könnten auch alle US-Firmen zum Rückzug aus China zwingen
- Huawei-Boykott: China könnte den Hebel gegen Trump gefunden haben
- Apple will neuen Mac Pro in China bauen, aber Trump-Zoll nicht bezahlen
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
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