US-Embargo: Huawei ordert viel mehr eigene Chips - auch für Laptops?
Der chinesische Hersteller Huawei versucht offenbar aufgrund des US-Handelsembargos verstärkt, eigene Prozessoren zu entwickeln und bauen zu lassen. Die Chipsparte HiSilicon soll ihre Bestellungen bei Vertragsfertigern seit Beginn der Krise erheblich gesteigert haben und hat angeblich auch stark in den Ausbau der internen Fähigkeiten zur Entwicklung von Halbleiter-Designs investiert.
Wie der taiwanische Branchendienst DigiTimes unter Berufung auf Quellen aus der asiatischen Zulieferindustrie berichtet, ist der Umfang der Chip-Bestellungen von Huawei deutlich gewachsen, seit die US-Regierung es amerikanischen Unternehmen verboten hat, Handel mit dem chinesischen Smartphone-Giganten und Netzwerkausrüster zu treiben. Dies betrifft sowohl Chips, die im 7-Nanometer-Maßstab gefertigt werden, als auch andere "Advanced Node Products", heißt es.
Gerade letzteres überrascht, bietet Huawei doch selbst bisher keine Notebook-SoCs an - denkbar wäre deshalb, dass der chinesische Konzern künftig selbst zum Anbieter von Prozessoren für ARM-basierte Notebooks werden will. Dabei wäre auch noch zu klären, welches Betriebssystem Huawei auf eventuell von dem Unternehmen vertriebenen Laptops mit ARM-Plattform anbieten will. Windows 10 wird bisher, zumindest offiziell, nur für Qualcomm-Chips angeboten und bei Android ist eine Verwendung wegen der inzwischen praktisch ruhenden Zusammenarbeit mit Google wohl ebenfalls fraglich.
Dass Huawei sich darum bemüht, seine hauseigenen Chiplösungen voran zu bringen, ist angesichts der US-Sanktionen wenig überraschend. Bereits vor einigen Wochen war zu hören, dass man weniger Qualcomm-Chips in günstigen Smartphones einsetzen wolle. Die Versorgung mit CPUs von Intel für die Huawei MateBook-Serie sollte unterdessen wieder gegeben sein, da die Partner wohl entsprechende Freigaben von den US-Behörden erhalten haben - schließlich sind x86-Prozessoren nicht relevant für die "nationale Sicherheit" der USA.
Huawei sorgt für hohe Auslastung beim Vertragsfertiger TSMC
Lieferant der Chips ist natürlich Huaweis langjähriger Fertigungspartner TSMC, der größte Vertragsfertiger für Smartphone-Chips überhaupt. Bei den von Huawei georderten Prozessoren soll es sich hauptsächlich um "Multimedia- und Computing-Lösungen" handeln, die für Smartphones, Tablets und andere Endgeräte gedacht sind, aber auch um "CPU- und GPU-Lösungen für den Einsatz in Notebooks", so die von der DigiTimes zitierten Quellen.Gerade letzteres überrascht, bietet Huawei doch selbst bisher keine Notebook-SoCs an - denkbar wäre deshalb, dass der chinesische Konzern künftig selbst zum Anbieter von Prozessoren für ARM-basierte Notebooks werden will. Dabei wäre auch noch zu klären, welches Betriebssystem Huawei auf eventuell von dem Unternehmen vertriebenen Laptops mit ARM-Plattform anbieten will. Windows 10 wird bisher, zumindest offiziell, nur für Qualcomm-Chips angeboten und bei Android ist eine Verwendung wegen der inzwischen praktisch ruhenden Zusammenarbeit mit Google wohl ebenfalls fraglich.
Dass Huawei sich darum bemüht, seine hauseigenen Chiplösungen voran zu bringen, ist angesichts der US-Sanktionen wenig überraschend. Bereits vor einigen Wochen war zu hören, dass man weniger Qualcomm-Chips in günstigen Smartphones einsetzen wolle. Die Versorgung mit CPUs von Intel für die Huawei MateBook-Serie sollte unterdessen wieder gegeben sein, da die Partner wohl entsprechende Freigaben von den US-Behörden erhalten haben - schließlich sind x86-Prozessoren nicht relevant für die "nationale Sicherheit" der USA.
Thema:
Roland QuandtRedakteur für Smartphones & Leaks
Seine Vorabberichte zu neuen Smartphones greifen Tech-Medien in aller Welt auf. Schwerpunkte: Samsung Galaxy, Google Pixel, Prozessoren und Windows.
Intels Aktienkurs in Euro
Beliebt im Preisvergleich
- CPUs:
Videos zum Thema
- X-Plus Storm 10X im Test: Netbook-Format mit bis zu 2 Terabyte SSD
- Geekom IT15: Leistungsstarker Mini-PC mit Intel-AI-Chip im Test
- Geekom XT13 Pro 2025 Edition: Leise Neuauflage des Mini-PC im Test
- Nvidia RTX 5060 unter der Lupe: Mit fünf Budget-CPUs im Härtetest
- MSI Stealth A18 AI+ & Stealth 18 HX AI: RTX 5000 trifft Intel und AMD
Neue Intel-Downloads
Beiträge aus dem Forum
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- "Absoluter Mist": EU-Mitarbeiter hassen Teams-Alternative Element Pro
- Design in den Fokus: Neuer Apple-Chef will zurück zur Steve-Jobs-Ära
- Amazon Prime Day 2026: Alle Infos zur zweiten Schnäppchen-Aktion
- Aktuelle Technik-Blitzangebote von Amazon im Überblick
- Spektakuläres Ende: Alte Roboter springen in 75-Tonnen-Schmelzofen
- Wayve gegen Nvidia: Volkswagen wählt Start-up für autonomes Fahren
- Microsoft Teams: Neue Funktion soll Anwender vor KI-Fakes warnen
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen