Behörde: Tesla übertreibt bei Crash-Test-Ergebnissen maßlos
Der Elektroauto-Hersteller Tesla soll endlich aufhören, seine Fahrzeuge unter Berufung auf die Transportsicherheits-Behörde NHTSA als sicherste PKW am Markt darzustellen. Denn dies würden die Wertungen überhaupt nicht hergeben. Und bei der Behörde ist man auch deshalb ungehalten, weil es nicht der erste Vorfall dieser Art ist.
Tesla bewirbt sein Model 3 unter anderem mit der Aussage, dass Insassen hier das geringste Verletzungsrisiko aller jemals von der NHTSA geprüften Fahrzeuge hätten. Die Behörde erklärte in einer Stellungnahme allerdings, dass man generell nur die bekannten 5-Sterne-Ratings veröffentliche. Entsprechend könnte ein Hersteller zwar vielleicht damit werben, 5 Sterne bekommen zu haben - es sei aber nicht möglich, zu sagen, welches von den Modellen in dem Wertungsbereich denn nun das beste sei.
Im Schriftverkehr mit Tesla, den das Magazin Plainsite über die Informationsfreiheits-Regelungen an die Öffentlichkeit holte, wird man allerdings noch etwas deutlicher: "Ihr Unternehmen hat eine Reihe von irreführenden Erklärungen abgegeben", heißt es in einem Schreiben, das direkt an Elon Musk gerichtet war. Die vorliegenden Daten und die Verwendung des NHTSA-Ratings in der Werbung würden nicht zueinander passen.
Aufgrund dessen, dass Tesla zum wiederholten Mal die NHTSA-Wertungen mit überzogenen Werbeaussagen verbindet, will es die Behörde nicht mehr dabei belassen, die Firma zu entsprechenden Korrekturen aufzufordern. Stattdessen übergab man die Angelegenheit nun der US-Handelsbehörde FTC, die Ermittlungen wegen irreführender Werbung und eines daraus resultierenden Verstoßes gegen das Wettbewerbsgesetz führen soll.
Siehe auch: Unlimitiertes Gratis-Laden für neue Tesla S und X-Modelle ist zurück
Im Schriftverkehr mit Tesla, den das Magazin Plainsite über die Informationsfreiheits-Regelungen an die Öffentlichkeit holte, wird man allerdings noch etwas deutlicher: "Ihr Unternehmen hat eine Reihe von irreführenden Erklärungen abgegeben", heißt es in einem Schreiben, das direkt an Elon Musk gerichtet war. Die vorliegenden Daten und die Verwendung des NHTSA-Ratings in der Werbung würden nicht zueinander passen.
FTC ist eingeschaltet
Selbst dies ist angesichts der Vorgeschichte allerdings ein geradezu noch milder Hinweis. Denn Tesla und die NHTSA gerieten auch schon im Jahr 2013 aneinander. Damals hatte man es mit dem gleichen Problem zu tun - nur eben, dass Tesla zu dieser Zeit Werbung für sein Model S machte und erklärte, dass das Fahrzeug einen neuen Rekord bei der Insassen-Sicherheit aufgestellt habe.Aufgrund dessen, dass Tesla zum wiederholten Mal die NHTSA-Wertungen mit überzogenen Werbeaussagen verbindet, will es die Behörde nicht mehr dabei belassen, die Firma zu entsprechenden Korrekturen aufzufordern. Stattdessen übergab man die Angelegenheit nun der US-Handelsbehörde FTC, die Ermittlungen wegen irreführender Werbung und eines daraus resultierenden Verstoßes gegen das Wettbewerbsgesetz führen soll.
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Christian Kahle
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