Eine kleine Schnecke legte Schnellzug-Netz in Japan für Stunden lahm
Wie anfällig komplexe Systeme gegenüber kleinsten Störquellen sein können, zeigte jüngst ein großflächiger Ausfall des bekannten Schnellzug-Netzes in Japan. Eine kleine Schnecke reichte hier nach den nun vorliegenden Erkenntnissen einer Untersuchung aus, um rund 12.000 Passagiere an einer pünktlichen Ankunft an ihrem Ziel zu hindern.
Der Ausfall ereignete sich am 30. Mai. Am Vormittag fiel hier im Fernbahn-Netz ohne Vorwarnung plötzlich weiträumig der Strom aus. Es dauerte einige Stunden, bis die Energieversorgung wieder stabil lief und in dieser Zeit musste der Betreiber JR Kitakyushu insgesamt 26 Züge ausfallen lassen, was angesichts der großen Bedeutung der Schnellzüge, die sehr viele Menschen durchs Land befördern, zu einem enormen Problem wurde.
Die Fehlersuche dauerte dann doch einige Zeit und inzwischen ist man sich sicher: Die Ursache des ganzen Problems war einfach nur eine wenige Zentimeter lange Schnecke. Diese hatte es durch einen Spalt in einen Schaltkasten geschafft und verursachte dort einen Kurzschluss, wie aus einem Bericht von CNN hervor geht. Aufgrund der komplexen Struktur des Energienetzes an der Hochgeschwindigkeitstrasse setzte sich die so verursachte Störung zügig fort und ließ an diversen Stellen die Sicherungen durchgehen.
Stromnetze sehen nur für Laien einfach aus. In Wahrheit handelt es sich aber um komplexe Systeme, die auch nur mit Vorsicht und Bedacht heruntergefahren werden können, wenn man verhindern will, dass es irgendwo zu Überspannungen kommt.
Siehe auch: Groß-Ausfall bei Google: Falsche Server-Config legt Youtube & Co. lahm
Die Fehlersuche dauerte dann doch einige Zeit und inzwischen ist man sich sicher: Die Ursache des ganzen Problems war einfach nur eine wenige Zentimeter lange Schnecke. Diese hatte es durch einen Spalt in einen Schaltkasten geschafft und verursachte dort einen Kurzschluss, wie aus einem Bericht von CNN hervor geht. Aufgrund der komplexen Struktur des Energienetzes an der Hochgeschwindigkeitstrasse setzte sich die so verursachte Störung zügig fort und ließ an diversen Stellen die Sicherungen durchgehen.
Keine Überlebens-Chance
Wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilte, sollten die Verteilerkästen für den Strom eigentlich hermetisch abgeriegelt sein, um solche Probleme zu verhindern. Hier muss es aber irgendwo eine Lücke gegeben haben, nach der man weiterhin suchen will. Allerdings haben auch die Ingenieure des Eisenbahnbetreibers noch nie von einem solchen Vorfall gehört. Das Tier überlebte die Sache übrigens nicht und in dem Schaltschrank, wo das Unheil seinen Lauf nahm, fand man nur noch ein verschmortes Reststück.Stromnetze sehen nur für Laien einfach aus. In Wahrheit handelt es sich aber um komplexe Systeme, die auch nur mit Vorsicht und Bedacht heruntergefahren werden können, wenn man verhindern will, dass es irgendwo zu Überspannungen kommt.
Siehe auch: Groß-Ausfall bei Google: Falsche Server-Config legt Youtube & Co. lahm
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Christian Kahle
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