Huawei-Sanktion: Überall Verunsicherung, Japaner stoppen Lieferungen

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Die massiv verschärften Sanktionen der US-Regierung gegen Huawei belasten keineswegs nur die Geschäfte zwischen dem chinesischen Konzern und US-Firmen. In der ganzen Branche herrscht gerade eine große Verunsicherung. Selbst ein Unternehmen wie Panasonic hat vorsichtshalber erst einmal alle Geschäfte mit Huawei auf Eis gelegt. Als erst Google und dann auch diverse große Zulieferer aus den USA die Lieferungen einstellten, war bereits klar, dass auch andere US-Unternehmen zumindest vorerst keine Geschäfte mit Huawei mehr machen werden. Das entspricht auch den Regelungen aus Washington, nach denen zumindest eine Genehmigung des US-Handelsministeriums vorliegen muss, um dem chinesischen Konzern High Tech zu verkaufen.

Für Irritationen sorgte hingegen die Meldung, dass auch das japanische Unternehmen Panasonic sämtliche Lieferungen an die Chinesen gestoppt habe. In einer internen Mitteilung der Konzernführung an die diversen Abteilungen und Tochtergesellschaften hieß es laut einem Bericht der BBC, dass die Transaktionen an Huawei und 68 verbundene Tochterfirmen und Joint Ventures erst einmal einzustellen seien.

Es wird geprüft

Wie sich zeigte, handelte man hier nicht etwa in vorauseilendem Gehorsam, sondern aus Verunsicherung. Denn es zeigte sich in der Vergangenheit mehrfach, dass seitens der USA auch Unternehmen sanktioniert werden, die zwar völlig legal handelten, weil sie beispielsweise in einem ganz anderen Rechtsbereich angesiedelt sind, aber eben Geschäfte machten, die der US-Regierung nicht passten.

Aktuell laufen bei Panasonic Prüfungen, in welchen Bereichen eine Geschäftstätigkeit mit Huawei auch unter den verschärften Sanktionen problemlos möglich sei. Dort wolle man die Zusammenarbeit schnellstmöglich wieder aufnehmen. Wann und in welchem Umfang das der Fall sein wird, ist noch völlig unklar.

Panasonic ist nicht der einige Vertreter aus eher unbeteiligten Ländern, bei dem es in dieser Form läuft - nur eben der bekannteste. Auch Toshiba hatte bereits erklärt, erst einmal alle Prozesse auf Eis zu legen und abzuwarten. Viel schwieriger dürfte die Situation für viele mittelständische Unternehmen sein, die sich mangels einer hinreichend leistungsfähigen Rechtsabteilung nicht so schnell Klarheit verschaffen können.

Wichtige Updates zum Thema: Derzeit erreichen uns stetig immer mehr Details und offizielle Statements zum vorläufigen Entzug der Huawei-Android-Lizenz und der möglichen Beendigung der Zusammenarbeit seitens US-amerikanischen Unternehmen, die wir in folgenden Artikeln separat aufbereitet haben.

  • 23.05. 11:33 Uhr
    Es bleibt nicht bei Huawei: USA setzen nächste Firma auf die Blacklist

    Bei allem Rummel um Huawei sollte man nicht vergessen, dass der Konflikt größer ist. Jetzt trifft die Blockade eine weitere Firma und in Washington wählte man eine, die weniger Empörungspotenzial mitbringt.

  • 22.05. 11:39 Uhr
    Huawei soll Lizenz für Smartphone-CPUs auf ARM-Basis verlieren

    Der britische Chip-Designer ARM hat seine Mitarbeiter angewiesen, sämtliche Verträge, Support-Aktivitäten und anderweitigen Kontakte mit Huawei mit sofortiger Wirkung ruhen zu lassen. Huawei droht somit der Verlust der Grundlage für seine Smartphone-Prozessoren.

  • 22.05. 08:49 Uhr
    Huawei-Chef äußert sich erstmals: USA verbieten uns Windows & Android

    Huaweis Endkunden-Chef Richard Yu hat sich erstmals zu den Trump-Sanktionen geäußert. Seinen Angaben zufolge ist neben Android auch Windows betroffen. Es sei für ihn kaum zu glauben, dass die USA in einen von ihren Sicherheitsbedenken nicht betroffenen Bereich eingreifen.

  • 21.05. 17:10 Uhr
    Huawei: Android-Ersatz angeblich ab Herbst - Apps bis zu 60% schneller

    Huawei soll laut chinesischen Medienberichten eine eigene Android-Alternative angekündigt haben. Das Ersatz-Betriebssystem soll auf Smartphones, PCs und anderen Plattformen laufen und mit Android-Apps kompatibel sein. Andere Quellen melden jedoch, dass dieses sogenannte "Project Z" alles andere als fertig sei.

  • 21.05. 00:12 Uhr
    USA fahren Huawei-Sperre zurück: Updates für Android & Co für 90 Tage

    Die US-Regierung hat in einem überraschenden Schritt kurzfristig bekannt gegeben, dass Huawei für einen Zeitraum von zunächst 90 Tagen weiterhin mit seinen bestehenden Lieferanten aus den USA interagieren und somit wenigstens vorläufig für die Update-Versorgung seiner Kunden garantieren kann.

  • 20.05. 16:58 Uhr
    Embargo auch auf Windows? Microsoft lässt Huawei-Frage (noch) offen

    Wenn Google kein Android mehr an Huawei liefert, was passiert dann mit Windows? Microsoft ist schließlich ebenfalls ein amerikanisches Unternehmen muss sich ebenfalls an die Vorgaben aus Washington halten. Noch lässt Redmond diese Frage aber offen.

  • Kommentar
    Make America Great Again - der Rest der Welt kann brennen

    Der Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und China erreicht eine neue Dimension. Für die Eskalation ist vor allem ein Mann verantwortlich: Donald Trump. Was will er erreichen? Ein Kommentar.

  • 20.05. 12:29 Uhr
    Huawei-Eskalation: Jetzt gerät Apple ins Kreuzfeuer wichtiger Kunden

    Apple gilt mit seinen iPhones, iPads und Macs in China als DAS Symbol für tolle Technik aus den Vereinigten Staaten. In der zugespitzten Situation des eskalierenden Handels­krieges führt das jetzt zu massiven Boykott-Aufrufen.

  • 20.05. 10:39 Uhr
    Erstes Statement von Huawei zu Entzug der Android-Lizenz

    Huawei hat sich mit einiger Verzögerung jetzt erstmals zu dem Thema zu Wort gemeldet. In einer offiziellen Stellungnahme heißt es, dass alle bestehenden Geräte weiterhin mit Sicherheits-Updates und Services versorgt werden sollen.

  • 20.05. 09:48 Uhr
    Google: Aktuelle Huawei-Smartphones sollen funktionieren wie bisher

    Google hat mittlerweile auch von offizieller Seite angedeutet, dass Huaweis Android-Lizenz suspendiert wurde. Der Internetkonzern sicherte aber zu, dass die Huawei-Kunden auch weiterhin Zugriff auf Google Play und andere Services haben werden.

  • 20.05. 07:58 Uhr
    Google war nur der Anfang: Auch US-Chip-Konzerne stellen Huawei kalt

    Nach Google haben als Reaktion auf die neuen Sanktionen der Trump-Regierung gegen Huawei die Chipkonzerne Qualcomm, Xilinx, Intel und Broadcomm laut einem Medien­bericht entschieden, vorerst keine weiteren Chips an den Hersteller zu liefern.

  • 19.05. 21:36 Uhr
    Bericht: Google hat Huawei die Android-Lizenz entzogen

    Der Internetkonzern Google hat laut einem inzwischen von mehreren Quellen unabhängig bestätigten Bericht der Nachrichtenagentur Reuters seine Zusammenarbeit mit Huawei rund um das mobile Betriebssystem auf Eis gelegt. Hintergrund sind offenbar die jüngsten Sanktionen der US-Regierung, welche amerikanischen Firmen die Kooperation mit Huawei untersagen.

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2019-05-24T08:32:00+02:00
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