Intel-Manager: Wir bauen sicher keinen einfachen Wir-Auch-Grafikchip
Bei Intel scheint man angesichts der bevorstehenden offiziellen Präsentation der neuesten Eigenentwicklungen im GPU-Bereich ziemlich aufgeregt zu sein. Schon vor dem angekündigten Event können sich zuständige Manager des Konzerns kaum zurückhalten, über das Thema zu reden. Weitere Details kommen so nun von Ari Rauch.
Der Leiter der Core und Visual Computing-Abteilung bei Intel betonte gegenüber dem US-Magazin HotHardware, dass der neue Ansatz, mit dem Intel im Jahr 2020 in den GPU-Sektor einsteigen will, weder eine Neuauflage des Larrabee-Projekts von vor gut zehn Jahren ist, noch eine einfache Hochskalierung der vorhandenen Architektur. Letzteres wäre ja durchaus denkbar - immerhin treiben Intels integrierte Grafik-Einheiten weltweit sehr viele PC-Systeme an und es wäre durchaus machbar, auf deren Basis auch leistungsfähigere Produkte zu entwickeln.
Stattdessen hatte man sich bei dem Unternehmen aber entschieden, nur für die neue Plattform ein eigenes Forschungs- und Entwicklungs-Zentrum in Kanada hochzuziehen. Und dessen Ergebnisse, so führte Ari aus, sollen eine signifikante Erweiterung des bestehenden Potenzials darstellen. Hier gehe es dann nicht einfach in erster Linie darum, eine möglichst hohe Performance pro Watt herauszuholen, wie es bei den integrierten Grafikeinheiten weitgehend der Fall ist. Stattdessen müssen Features für verschiedene spezielle Anwendungsbereiche geboten werden.
Der Fokus soll ganz zu Beginn aber wohl auf privaten Usern liegen - denn das verspricht am ehesten eine steile Lernkurve des GPU-Teams in der Praxis. Immerhin sind die Beschaffungs- und Einsatzprozesse bei Unternehmenskunden eher eine Sache von Monaten bis Jahren. Für den vorhersehbaren Tag der Markteinführung erster Intel-Grafikkarten soll das Unternehmen daher nicht nur an grundlegend funktionierender Technik arbeiten. Ari betonte auch, dass man bereits erhebliche Fortschritte hinsichtlich der generellen Kompatibilität mit den bestehenden Plattformen gemacht habe. Gleiches gilt für den Treiber-Support, der von Beginn an bei einer Reihe von aktuellen Spielen gegeben sein soll. Und der Intel-Manager betonte auch, dass ein gewisser Fokus auch auf Spielen unter Linux liegen soll.
Siehe auch: Intel-Grafiktreiber für Windows 10 künftig nur noch über den Store
Stattdessen hatte man sich bei dem Unternehmen aber entschieden, nur für die neue Plattform ein eigenes Forschungs- und Entwicklungs-Zentrum in Kanada hochzuziehen. Und dessen Ergebnisse, so führte Ari aus, sollen eine signifikante Erweiterung des bestehenden Potenzials darstellen. Hier gehe es dann nicht einfach in erster Linie darum, eine möglichst hohe Performance pro Watt herauszuholen, wie es bei den integrierten Grafikeinheiten weitgehend der Fall ist. Stattdessen müssen Features für verschiedene spezielle Anwendungsbereiche geboten werden.
Nicht einfach nur mitspielen
Der Intel-Manager deutete in diesem Zusammenhang auch an, dass man keine Wir-Auch-GPU auf den Markt bringen wolle, die einfach mit jeweiligen Preis-Leistungs-Verhältnissen mit den Produkten von Nvidia und AMD konkurriert - denn das könnte Intel tatsächlich den nächsten Misserfolg bringen. Stattdessen versucht man also mit weitergehenden Features Punkte zu sammeln. So arbeitet man an verschiedenen Analyse-Verfahren, mit denen die Chips sich möglichst selbstständig und optimal darauf einstellen, ob sie nun in einer Gaming-Umgebung oder zur Analyse von KI-Trainingsdaten ihre Arbeit verrichten.Der Fokus soll ganz zu Beginn aber wohl auf privaten Usern liegen - denn das verspricht am ehesten eine steile Lernkurve des GPU-Teams in der Praxis. Immerhin sind die Beschaffungs- und Einsatzprozesse bei Unternehmenskunden eher eine Sache von Monaten bis Jahren. Für den vorhersehbaren Tag der Markteinführung erster Intel-Grafikkarten soll das Unternehmen daher nicht nur an grundlegend funktionierender Technik arbeiten. Ari betonte auch, dass man bereits erhebliche Fortschritte hinsichtlich der generellen Kompatibilität mit den bestehenden Plattformen gemacht habe. Gleiches gilt für den Treiber-Support, der von Beginn an bei einer Reihe von aktuellen Spielen gegeben sein soll. Und der Intel-Manager betonte auch, dass ein gewisser Fokus auch auf Spielen unter Linux liegen soll.
Siehe auch: Intel-Grafiktreiber für Windows 10 künftig nur noch über den Store
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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