Berliner Startups finden kaum Leute - denn diese wollen jetzt Geld
Seit Jahren floriert im Berlin die Startup-Szene - doch inzwischen wird es immer schwerer für die kleinen Unternehmen, noch ausreichend IT-Experten, Entwickler und Programmierer für ihre wachsende Geschäftstätigkeit zu finden. Das Kernproblem ist dabei, dass die Firmen schlicht nicht ausreichend zahlen wollen.
Infografik Unicorns: Viel weniger Top-IT-Startups
Warum gerade Berlin und Startups so gut zusammenpassen und sich in den vergangenen Jahren gegenseitig trugen, ist im Grunde kein großes Geheimnis: Die jungen Firmen versuchten vielfach, Ideen mit möglichst billiger Arbeitskraft auf den Weg zu bringen - und in Berlin fand man diese. Immerhin fand man hier im Vergleich zu anderen IT-Zentren wie München auch extrem niedrige Lebenshaltungskosten und Mieten.
Vor allem die Mieten explodieren in den letzten Jahren aber regelrecht. Und während es vor einiger Zeit noch möglich war, mehr oder weniger mit einer Praktikanten-Aufwandsentschädigung eine brauchbare Unterkunft zu bekommen, ist dies heute schlicht nicht mehr möglich. Entsprechend steigen auch die Gehaltsansprüche der Leute, die bisher den Startup-Boom in der Bundeshauptstadt getragen haben.
Und die Situation dürfte sich noch verschärfen, da inzwischen auch größere Unternehmen mit entsprechenden Ressourcen ihre Chance wittern, in dem Berliner Fachkräfte-Pool wildern zu können. Diese hatten noch vor einiger Zeit Probleme, entsprechende Fachkräfte zu finden. Denn diese wirken mit ihren Strukturen teils angestaubt und wenig flexibel. Und das klassische Büro im Großkonzern ist auch nicht so hip, wie das Startup im Kreuzberger Loft.
"Aber hinter dem Bällebad verstecken sich oft viele unbezahlte Überstunden", zitierte der Berliner Tagesspiegel vor einiger Zeit Benjamin Nuebel, dessen Werbeagentur Tropen eine Kampagne für den Handelskonzern Metro umgesetzt hatte. Auf Werbeplakaten wurden die Probleme des klassischen Startup-Arbeitsplatzes thematisiert, um Programmierer für das Unternehmen zu finden. "Joel arbeitet in einer Softwarefirma und bekommt fünf Prozent Anteile. Die Firma ist nichts wert. Was sind Joels Aktien wert?", hieß es hier beispielsweise.
Siehe auch: Tech-Blase kurz vor dem Platzen - Top-Startups völlig überbewertet
Infografik Unicorns: Viel weniger Top-IT-Startups
Warum gerade Berlin und Startups so gut zusammenpassen und sich in den vergangenen Jahren gegenseitig trugen, ist im Grunde kein großes Geheimnis: Die jungen Firmen versuchten vielfach, Ideen mit möglichst billiger Arbeitskraft auf den Weg zu bringen - und in Berlin fand man diese. Immerhin fand man hier im Vergleich zu anderen IT-Zentren wie München auch extrem niedrige Lebenshaltungskosten und Mieten.
Vor allem die Mieten explodieren in den letzten Jahren aber regelrecht. Und während es vor einiger Zeit noch möglich war, mehr oder weniger mit einer Praktikanten-Aufwandsentschädigung eine brauchbare Unterkunft zu bekommen, ist dies heute schlicht nicht mehr möglich. Entsprechend steigen auch die Gehaltsansprüche der Leute, die bisher den Startup-Boom in der Bundeshauptstadt getragen haben.
Konzerne wittern ihre Chance
"Sechs von zehn Gründer berichten von Schwierigkeiten bei der Mitarbeitersuche", ergab so nun eine aktuelle Untersuchung der Unternehmensberatung PwC. 45 Prozent der Unternehmen hätten dabei angegeben, dass die Spanne zwischen den Gehaltsvorstellungen von Bewerbern und dem, was man zu zahlen bereit ist, schlicht zu groß ist. Der vielbeschworene allgemeine Fachkräftemangel stellt hingegen nur nach Angaben von 37 Prozent der Unternehmen ein Problem dar.Und die Situation dürfte sich noch verschärfen, da inzwischen auch größere Unternehmen mit entsprechenden Ressourcen ihre Chance wittern, in dem Berliner Fachkräfte-Pool wildern zu können. Diese hatten noch vor einiger Zeit Probleme, entsprechende Fachkräfte zu finden. Denn diese wirken mit ihren Strukturen teils angestaubt und wenig flexibel. Und das klassische Büro im Großkonzern ist auch nicht so hip, wie das Startup im Kreuzberger Loft.
"Aber hinter dem Bällebad verstecken sich oft viele unbezahlte Überstunden", zitierte der Berliner Tagesspiegel vor einiger Zeit Benjamin Nuebel, dessen Werbeagentur Tropen eine Kampagne für den Handelskonzern Metro umgesetzt hatte. Auf Werbeplakaten wurden die Probleme des klassischen Startup-Arbeitsplatzes thematisiert, um Programmierer für das Unternehmen zu finden. "Joel arbeitet in einer Softwarefirma und bekommt fünf Prozent Anteile. Die Firma ist nichts wert. Was sind Joels Aktien wert?", hieß es hier beispielsweise.
Siehe auch: Tech-Blase kurz vor dem Platzen - Top-Startups völlig überbewertet
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Christian Kahle
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