Berliner Startups finden kaum Leute - denn diese wollen jetzt Geld

Seit Jahren floriert im Berlin die Startup-Szene - doch inzwischen wird es immer schwerer für die kleinen Unternehmen, noch ausreichend IT-Experten, Entwickler und Programmierer für ihre wachsende Geschäftstätigkeit zu finden. mehr... Entwickler, Programmierung, Programmierer, Fail, Frust Bildquelle: Public Domain Entwickler, Programmierung, Programmierer, Fail, Frust Entwickler, Programmierung, Programmierer, Fail, Frust Public Domain

Diese Nachricht vollständig anzeigen.

Jetzt einen Kommentar schreiben
 
Zahlen. Zahlen wären interessant. Was bietet man, was wird gefordert.
 
@Dreadlord: Gern :) Ich bekomme 5000€ Brutto als Frontend Developer. das sind ca. 3000€ Netto. Ich habe eine 30m2 Wohnung für 800€, welche direkt am Görlitzer Park ist - ich gehe jeden Tag durch die Junkies. Die machen zwar nix, aber sobald ich mich von deren Gebiet entferne kostet eine Wohnung in anehmbaren Zustand ca. 1200€ in gleicher Grösse. Das macht dann schon 35% des Netto-Lohns aus. Als Vergleich ein Freund von mir arbeitet für ca. 6000€ (Ich rede von € nicht CHF für einen eifnacheren Vergleich) als E-Ing. in der Schweiz und zahlt ebenfalls ca. 1200€ für seine Wohnung, in Winterthur - hat aber 50m2. Wir haben ca. gleich viel Erfahrung. Ich bin in einem gut bezahlenden Startup, Standard sind eher 3500-4000€ und das ist dann doch schon im Anbetracht der Lebenskosten nicht gerade viel dafür, dass man 60h ballert und sehr gut ausgebildet ist. Woanders verdient man da mehr und hat weniger Stress.
 
@GrIvEl: Ganz ehrlich, ich weiß jetzt nicht genau worüber du dich beschwerst. Das Gehalt was du verdienst, davon können andere nur träumen.
 
@GeeXtaH: Wo jammert er denn? Interessant wäre eher, ob er die 5000€ bei einem Startup bekommt oder nicht. Vermutlich eher nicht!
 
@FatEric: "Ich bin in einem gut bezahlenden Startup" Falls du seinen Beitrag nicht komplett gelesen hast ;) Aber auch finde in den genannten Zahlen absolut nicht bemitleidenswertes. Abgesehen von 30m² Wohnung...
 
@Zwerchnase: Oh mein Fehler. Trotzdem jammert er nicht. Er sagt ja, es ist gut bezahlt, und das ist es auch.
 
@FatEric: Naja, der Hinweis auf die Junkies und die teureren Wohnungen in der Nähe lassen schon den Verdacht aufkommen, dass seine Wohnsituation nur ein Kompromiss aus finanziellem Grund ist. Aber jeder wie er es mag :) Ich für meinen Teil fühle mich lieber zuhause wohl und lass es mich auch 40% des Einkommes kosten.
 
@GeeXtaH: Naja bei 60h die Woche, sind 5000€ gar nicht mal so viel!
 
@GeeXtaH: Natürlich können davon andere nur träumenl, nur ist dieser Lohn in Bereich Elektro-Engineering und IT bei hochqualifizierten ... naja sagen wir mal: Durchschnittlich. Siemens würde mir bei einer 40h Woche ca. 8000€ zahlen. Mein Einstiegsgehalt bei Infineon (direkt nach Studium ohne Erfahrung) war vor 3 Jahren 5000€ - war halt sterbenslangweilig.
 
@GrIvEl: 60h Ballern lohnen sich eh nur, wenn man an der Firma beteiligt ist.
 
@GrIvEl: also das Gehalt ist echt net von schlechten Eltern... Da gibt es doch jede menge Leute die deutlich weniger verdienen und deutlich mehr für ihre Wohnung zahlen müssen.
Wohnungskosten von 50% des Einkommens ist keine Seltenheit und du beschwerst dich über 35%?
 
@GrIvEl: Du jammerst aber auch auf sehr hohem Niveau. Ein Drittel seines Nettos für eine Wohnung auszugeben ist eine ganz normale Rechnung. Damit hättest du noch immer 1800 Euro über. Das kriegen Normalverdiener im ganzen Monat als Netto raus, in meinem Fall sogar für 240 Stunden im Monat, was allerdings nicht unbedingt als Maßstab gelten sollte.
 
@Tomarr: Bedenke die 30 m², ist schon hart das als "Wohnung" zu bezeichnen. Für 30 m² ist dieser Preis völlig überteuert.
 
@Thomas Höllriegl: Kommt darauf an ob man alleine wohnt, und das die Mieten in den letzten Jahren absolut überzogen sind, und die Rechnung ein Drittel des Gehalts schon lange nicht mehr hinhaut bezweifelt ja auch keiner.
 
@Tomarr: Ich meckere doch nicht. Ich schreibe doch, dass ich für ein Startup gut bezahlt werde. Aber man muss eben bedenken, dass bei 60h Arbeitszeit im Schnitt das Geld pro Stunde dann auch wieder herunterkommt. Bei einer 40h Woche mit Überzeit würde ich da wohl mit ca. 3500€ das gleiche haben am Ende. und der Punkt ist nicht, was ich denke, sondern was der Markt bereit ist zu zahlen und wenn die "guten" dann eben kein Bock mehr auf 3000-4000€ mit 60h haben, dann muss da was getan werden.
 
@GrIvEl: Da gebe ich dir natürlich recht. Und in Stundenlohn darf man sich sein Gehalt auch nie ausrechnen. Ein Arbeitskollege arbeitet als Personenschützer, verdient echt gut Geld. Aber wenn man bedenkt das er 24 Stunden Bereitschaft etc. hat verdient er auch nur 5.x Euro die Stunde.

Ich will ja auch gar nicht über mein Gehalt meckern. Viel wichtiger ist doch inzwischen eher die Arbeits-/Freizeitbalance. Die scheint bei dir auch nicht gegeben zu sein, denn wenn du 60 Stunden arbeitest die Woche ist es genau wie bei mir, 12 Stunden am Tag. Wobei ich das auch noch oftmals 6 Tage die Woche, und Tag-/Nachtschicht, mache. Und aus dem Gesichtspunkt verdienst du halt schon reichlich.

Und ich habe halt festgestellt das in Gegenden wo gut verdient wird die Mietpreise eben halt auch unnormal steigen. Die Vermieter wollen halt ohne großes Zutun auch ihren Teil vom Erfolg haben. Ist meiner Meinung nach kein akzeptables Verhalten. Nur solange das nicht wirkungsvoll geregelt wird, und runter werden die Mieten wahrscheinlich nicht mehr gehen, höchstens im Durchschnitt, wenn überhaupt, hat man nicht viele Möglichkeiten.
 
@GrIvEl: 3000€ Netto mit oder ohne mündlichen....Nebentätigkeiten?
 
@GrIvEl: 800 € für 30 m²? Spinnt denn die Welt? Das ist echt krass! Ich wohne am Land (Österreich) und hatte bis vor kurzem eine Wohnung (bevor ich mit meiner Freundin zusammengezogen bin) mit 106m² und 35 m² Terrasse und ca. 200 m² Garten um € 490 inkl. Strom und Wasser! Unglaublich, welches Gefälle da zwischen Stadt und Land und auch Deutschland und Österreich liegt. Diese Mietpreisentwicklung ist nicht mehr lustig.
 
@Thomas Höllriegl: Diese Angaben sind keine Referenz für Berlin. Was der Kommentator da angibt, ist nicht die Regel hier.
 
@Thomas Höllriegl: kommt aber auch darauf an wo in Österreich. Bei uns in Salzburg am Land zahl ich auch für eine 54m² Wohnung 540€ warm und das ist eher noch günstiger. Ein Freund hat für ne Wohnung in Salzburg-Aigen mit 30m² auch über 900€ bezahlt.

Muss man sich ja nur die m² Preise anschauen.. bei uns am Land (50min von SBG weg) zahlste für den m² 250-400€ und aufwärts. Bei einen Freund in Oberösterreich gibt es Baugründe um die 50-80€ pro m².
 
@GrIvEl: Von dem Geld hat dein Freund auch nicht viel. Ein Kaffee kostet in der Scheiz ja schon 8.-€.
Die Lebenshaltungskosten sind 3 - 4 mal so hoch als bei uns.
 
@bebe1231: EIn Kaffee kostet 4.50CHF. Und nein, nur Service sind teurer. Die Kosten im ALDI oder LIDL sind ca. 20% höher. Insgesamt bleibt ihm am Ende mehr, besonders wegen der Steuern - ich zahle fast 48%, er 15%.
 
@GrIvEl: Keine Ahnung, wie du Wohnungen suchst , aber eine Bude größer als 30m2 für unter 800 Euro in Berlin zu finden, ist nicht sonderlich schwer.
 
@New_world_disorder: "annehmbarer Zustand". Darf man das erwarten? Bspw. Küche jünger 10 Jahre. Weisse Wände oder Waschmaschine und Trockner? Da wird es dann schon eng. Sorry, ich sehe nicht ein in einer Studentenbude zu leben, wenn ich Fachkraft bin.
 
@GrIvEl: Auch das geht.
 
@GrIvEl:
Das Umfeld des Görlitzer Park wird nicht nur durch "Junkies" bestimmt,
insgesamt ist es eine coole und begehrte WohnGegend,
außer man ist so ein Dorftrottel der Heimweh nach der Idylle hat
und sich über die "schlimme Situation" in der Großstadt beschwert ...
 
@GrIvEl: Der Preis deiner Wohnung ist absurd hoch, das ist das einzige Problem an deinem ganzen Post. Ich nehme mal an, dass das Warmmiete ist, sonst ist er noch absurder. Ich kenne Leute, die zahlen 20€/m² warm in einer Neubauwohnung in junkiefreier Innenstadtlage. Wenn ich an der Stelle wäre, würde ich abends und am Wochenende die Wohnungssuche fortsetzen.
 
@GrIvEl: 35% des nettolohns fuer miete... ist doch ok. frag mal was ein call center agent mit mindestlohn prozentuell fuer seine wohnung ausgibt und die ist dann auch nicht in berlin sondern irgendwo im erschwinglichen randgebiet, ergo muss der auch noch pendeln. das ist immer so jammern auf hohem niveau.
 
Unternehmen die nichts zahlen wollen finden keine Mitarbeiter.. Tolle News. Aber schön dass die Leute endlich mal wach werden und feststellen, dass 50 Stunden für einen Praktikantengehalt nicht cool und hip ist sondern Ausbeutung und das ein Kasten Mate und ein Kicker kein Ausgleich für wertvolle Lebenszeit ist.
 
"im Vergleich zu anderen IT-Zentren wie München auch extrem niedrige Lebenshaltungskosten und Mieten" klar, weil deutsche großstädte seit jahrzehten für ihre EXTREM günstigen mieten bekannt sind...
 
@Fuchsrik: In Berlin war das aber so. Jetzt eben nicht mehr.
 
@FatEric: Isat ja auch kein Wunder. Berlin hing jahrelang am Sozialtropf des Bundes und war und ist eine reine Geldverbrennungsmaschine. Seit dem Fall der Mauer werden die Geldhähne aber zugedreht und Berlin muss selber schauen wo sie bleiben.
So ganz nebenbei ist Berlin auch die Hauptstadt der Hartz IVer und Sozialhilfeempfänger.
 
@LastFrontier: Ich verstehe jetzt aber den Zusammenhang zwischen Bund/Stadt und privaten Investoren nicht... Was hat Berlin als Stadt bitte von hohen Mieten? Genau... nichts! Im Gegenteil!
 
@Fuchsrik: 391€ warm für 50qm - Mitten in der Bundeshaupstadt. Und da sind die gesetzlich erlaubten Mietsteigerungen der letzten Jahre schon mit drin und bei der BK-Abrechnung gibts immer um die 200 Euro im Schnitt zurück. Das IST extrem günstig. ;) ...und heute so nichtmehr zu bekommen, ok.
 
Die Spekulation aufm Wohnungsmarkt hat sich extrem verschlimmert in den letzten Jahren. Wer in einem Ballungsgebiet wie Berlin leben will, muss sich seine Obdach erst einmal verdienen.

Selbst wenn jemand aus Hingabe bei einem Startup arbeiten will, muss er dennoch abwägen, ob er Essen oder unter einem Dach schlafen will. Bei den Startuplöhnen ist beides gleichzeitig kaum möglich.
 
@davidsung: So ein Blödsinn, es gibt in Berlin bezahlbaren Wohnraum. Wenn man natürlich als Anfänger gleich ein Penthouse beziehen will, wird das natürlich schwierig.
 
@New_world_disorder: Ja, bezahlbaren Wohnraum gibt es. Aber nur, wenn man schon vorher eine Wohnung hatte oder mit 80 anderen Personen eine Besichtigung gleichzeitig macht und per Glück den Zuschlag erhält.

Ich würde Ihnen unterstellen, dass Sie entweder bereits eine Wohnung haben oder gar nicht in Berlin leben, um die Situation erleben zu können.
 
@davidsung: Vielleicht solltet Ihr Euer Wissen weniger aus Fernsehsendern beziehen.

Du kannst mir unterstellen, was Du willst, es ändert nichts daran, dass es bezahlbaren Wohnraum gibt, auch ohne die von Dir angesprochenen Prozeduren zur Beschaffung. Bezahlbar bedeutet natürlich nicht, dass es sich um eine große Dachgeschosswohnung direkt am KuDamm für 350 Euro handelt.
 
>Das Kernproblem ist dabei, dass die Firmen schlicht nicht ausreichend zahlen wollen.<
Ist das nicht das Allgemeine Problem in Deutschland man will einfach nicht Ausreichend Bezahlen das die Leute davon mehr wie nur Überleben können.
Natürlich wollen Leute in Berlin oder München mehr wie jemand in Bad Segeberg liegt aber an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten (Miete, Strom, Lebensmittel, ÖPNV).
Wir können uns einfach nicht mit anderen Vergleichen natürlich wird in Ungarn jemand deutlich weniger Fordern wie in Deutschland.
Auch werden Single geringere Ansprüche haben wie Familien nur wird aus einem Single auch eventuell mal eine Familie.
Solange niemand bereit ist angemessen zu Bezahlen wird der Mangel an Fachkräften nicht aufzuhalten sein selbst Migration ist hier keine Lösung da hilft nur so zu Zahlen das die Menschen nach Abzug von Miete und Strom genug haben sich auch noch Kleiden und ernähren zu können.
 
@Freddy2712: OT: das heißt Bad Segeberg, hier wird nichts gesägt ;) Aber sonst hast du recht.
 
@jann0r: Stimmt danke ist geändert
 
@Freddy2712: "Ist das nicht das Allgemeine Problem in Deutschland man will einfach nicht Ausreichend Bezahlen das die Leute davon mehr wie nur Überleben können."

"Fachkräftemangel" ;)
 
@DiaboIo: "Fachkräfte" sind Menschen, die es schaffen mit niedrigem Gehalt ihre Unterhaltskosten zu decken und dennoch zu überleben. :-)
 
@Kobold-HH: Richtig. Diese leben ja hier ja mit Sicherheit "gut" und gerne!
 
37% geben Fachkräftemangel. Die mär vom Mangel. Ja, es mangelt an zuviel Konkurrenz unter den Bewerbern, so dass unternehmen keine Schnäppchenmitarbeiter sich anschaffen können sondern doch mal was zahlen müssen.
 
@Motverge: So isses.

Aber man ist ja schon Kommunist, wenn man den Chef mal kritisch fragen würde, wieviel länger die nächste Yacht noch sein soll und wieviel besser er noch Essen gehen will oder wieviele Zimmer und Badezimmer das geplante Wohnhaus denn nun wirklich braucht.

Wahrscheinlich ist das viel zu simpel gedacht, aber ich denke, wenn die < 10 Prozent der Bevölkerung, denen > 90 Prozent allen Vermögens und aller Werte in Deutschland gehören, deutlich weniger gierig wären, alle Arbeitenden anständiger bezahlt werden könnten, vor allem diejenigen, wo sich finanziell ständig alles am nur schlechtest denkbaren Minimum abspielt.
 
@departure: sowas fragt man auch nicht, höchstens um seinen eigenen Wert für die Firma klar zu machen.

Die Trottel haben auch alle selber die Politiker gewählt, die den Zwang eine zumutbare Arbeit annehmen zu müssen in die Hartz4-Gesetze mit reingeschrieben haben.

Ohne diesen Zwang hätten sich nie diese billigen Jobs entwickelt und auch nie der Gedanke, dass man Arbeitskräfte scheiße bezahlen darf.
 
@eshloraque: Ohne diesen Zwang liese es sich aber noch besser in der Hängematte HartzIV ausruhen und es würden vermutlich mehr Menschen als Alternative sehen. Zumal ich mal Vermute dass eine "zumutbare" Arbeit auch ein "zumutbares" Einkommen bedingt. Die Frage, was zumutbar ist, bleibt aber offen. Zumindest für mich.
 
@Zwerchnase: tja, zumutbar bedeutet eben auch manchmal einen Job, bei dem man noch mit Alg2-Geld aufstocken muss. Also es ist nicht deine Entscheidung sondern die von einem Sachbearbeiter. Kannst zwar dagegen klagen aber in der Zeit hast du dann Sanktionen drin.

Das wissen natürlich die AGs und das drückt natürlich überall dort, wo mehr Bewerber als Jobs sind die Gehälter.
 
@Motverge: Mindestlohn heißt Mindestarbeit. Der deutsche Michel weiß gar nicht, wie gut sein Kündigungsschutz ist. Jahrelang hab ich mich auch, in der Hoffnung auf ein besseres Gehalt/Aufstieg usw usw., gebuckelt ohne Ende.

Seit 2 Jahren ist damit Schluss. Ich mache absolut überhaupt nichts mehr was über die, im Arbeitsvertrag festgelegten Aufgabenbereiche hinausgeht. Ich mache keine Überstunden mehr (Mir völlig egal was ist, Chef interessiert sich auch 0 für den Angestellten, falls dieser mal früher los muss o.ä.)

Ich übernehme keine exorbitanten Aufgaben für Kollegen (Jeder hat hier annähernd das gleiche Gehalt aber meine Kollegen machen sich für den Chef, in guter deutsche Michel-Manier zum Sklaven) ich erfülle was ich soll, mit höchstem Ehrgeiz und Präzision aber alles andere findet von mir keine Beachtung. Emanzipation im Arbeitsmarkt liegt nicht jedem. Nach unten treten, nach oben buckeln. Das ist deutsches Micheltum. Chef nimmts natürlich gerne mit :)

mfg
 
@DiaboIo: Das Problem an der Sache ist dabei nur, das Chefs das heutzutage durchaus wissen und im Arbeitsvertrag die Aufgabenbereiche so groß gefasst werden, das man, wenn man sich nicht krumm macht, gleich mit einer Abmahnung wegen Arbeitsverweigerung rechnen muss. Sollte man Glück haben und einen sehr konkret gefassten Arbeitsvertrag erwischt haben, sollte man es genauso machen wie du. Wenn im Arbeitsvertrag aber etwas steht wie "Man hat allen Anordnungen der Vorgesetzten folge zu leisten", dann muss man das tun um nicht arbeitslos zu werden. Und sollte man wegen Arbeitsverweigerung gekündigt werden, gibts vom Amt auch gleich ne 3 Monatige Sperre hinterher...
 
@Speggn: Genau auf diese Sauereien wollte ich hinaus. Ich steckte in Exakt dieser Situation. Ich habe mich zum Glück im Leben dauerhaft weitergebildet und spezialisiert.

" dann muss man das tun um nicht arbeitslos zu werden. Und sollte man wegen Arbeitsverweigerung gekündigt werden, gibts vom Amt auch gleich ne 3 Monatige Sperre hinterher..."

Das meinte ich mit emanzipieren. Der AN hat jetzt die Wahl. Mach ICH mich persönlich vor mir selbst klein um nicht arbeitslos zu werden oder beweise ich stärke vor mir selbst und bin dann halt im schlimmsten Fall arbeitslos (Paketzusteller und Kellner haben sich ja auch dafür entschieden für 8,50€/h 10h+/Tag zu arbeiten, daher hält sich mein Mitleid in Grenzen)

Ich weiß, dass die Lebensumstände immer entscheidend sind (Familie, Gesundheitszustand etc.) aber ich kann nur von mir ausgehen. Jung, single, gesund. Steuerklasse I also. In Deutschland sah ich für mich keine zufriedenstellende Zukunft. Also hab ich mich am Scheideweg für das Auswandern entschieden. Nie bereut aber ist halt nicht für jeden ohne weiteres machbar.. aber die letzte Instanz der Emanzipation auf dem Arbeitsmarkt, über welche jeder AN zumindest nachdenken sollte. Deutschland tut viel um seine Fachkräfte aus dem Land zu treiben..
 
@DiaboIo: Naja, das Perfide daran ist, das Arbeitslosigkeit + 3 Monate Sperre bedeute, 3 nicht gezahlte Mieten, bedeutet Obdachlosigkeit.

Ich bin ganz deiner Meinung, das man die Achtung vor sich selbst nicht verlieren darf. Unser "Sozialsystem" ist aber darauf ausgelegt die Menschen dazu zu zwingen auch zu widrigen Bedingungen zu arbeiten.

Die Paketzusteller haben halt die Wahl: 8,50€/h oder Sperre inkl. Obdachlosigkeit. Kaum jemand macht das freiwillig.

Würde in Deutschland die Wahl zwischen Arbeitslosigkeit und Sozialhilfe oder unwürdigen Jobs bestehen, würde das gesamte System der prekären Arbeit zusammenbrechen. Man hat sich ja nicht dafür entschieden. Man wird dazu gezwungen diese Arbeit anzunehmen.

Weiterbildung geht auch nur wenn das Amt es einem genehmigt, was man gerade im höheren Alter, oder wenn man dem Sachbarbeiter gegenüber nicht unbedingt Intellektuell auftritt, nicht ohne weiteres genehmigt bekommt.
Nur wenige Menschen ohne Qualifikation oder mit wertlosen Qualifiktaionen haben genügend Kapital um eine Weiterbildung selbstständig zu finanzieren.

Daher presst einen das Amt in unwürdige Arbeiten mit der Option der völligen Verwahrlosung bei Ablehnung.

Ist im nicht Europäischen Ausland nicht besser. Aber für Deutschland ist dieses System ein Armutszeugnis...
 
@Speggn: /word

deßhalb befinde ich mich auch nicht mehr innerhalb der EU (zum Glück)
 
Da zeigen sich die übertrieben irrational angelegten Vorstellungen der "sogenannten" Unternehmer, die nur ihren eigenen Vorteil im Blick haben und sich einen Scheiß um ihre Mitarbeiter kümmern, obwohl die erst den Erfolg erwirtschaften. Das rächt sich nun in der Form, dass die Fachkräfte wissen, was sie wert sind und nicht mehr um jeden Preis bei solchen Leuten arbeiten.
 
@Norbertwilde: naja im großen und ganzen hast du Recht, aber ich habe hier genug Bewerbungen von "Fachkräften" die bereits am Einstellungstest scheitern, aber Gehaltsvorstellungen haben wie ein erfahrener langjähriger Dipl.Ing. der sich seinen Respekt bereits verdient hat!

gerade unter den "ITlern" findest du 50:50 Nieten!

Faires Gehalt für faire Leistung, aber die musst du erstmal zeigen! Dafür gibt es die Probezeit! 50% fliegen hier dabei genau wieder raus, da Gehaltsvorstellung und gezeigte Leistung nicht korrelieren. Und dann ist man der phöse Arbeitgeber ...
 
@serra.avatar: Da stimme ich Ihnen vollkommen zu. Etliche Theorie-Blasen an den Unis erlebt. Können nichts aber wollen alles. Landen dann meist in Start-Ups mit trendigen Berufsbezeichnungen. Macht sich super im Influencer-Profil bei Instagram.

Btw: ich muss als AN nicht erst Leistung zeigen um ein faires Gehalt zu bekommen. Der Unternehmer muss mir zeigen, wie DRINGEND er denn eine Fachkraft braucht und wie viel ihm das wert ist. "Fair" ist mehr als subjektiv. Fair für den UN oder für den AN? Da beginnt der Spagat
 
@DiaboIo: naja ich seh das so: Tarfilohn für jeden der anfängt ... will er mehr muss er Leistung zeigen die das auch rechtfertigt! Dafür hast du die Probezeit, da kannst du zeigen das die "Mehrkosten" gut investiert sind.
 
@serra.avatar: DANN verstehen wir uns richtig. Die Gewerkschaften sind nochmal eine ganz andere Baustelle. Wenn der Tarifvertrag aber fair ist, derjenige davon entspannt leben kann, bin ich vollkommen bei Ihnen. Dann ist alles weitere Leistungsorientiert. ABER die UN heulen ja rum bei Löhnen, welche zu fast 50% alleine in der Miete verschwinden. DAS ist ein riesen Skandal und absolut einmalig in Europa (wir sind das reichste Land....)
 
@serra.avatar: Also als ITler in der Großstadt mit FH oder Uni Abschluss sollten 3 - 4000€ reines Anwesenheitsgeld sein. Leistung darf man dafür nicht erwarten. Die muss entsprechend honoriert werden. Wer natürlich mies Zahlt und dann noch Leistung fordert, darf sich nicht wundern, wenn er sie nicht bekommt....

Da du keine Zahlen genannt hast, weiß ich nicht wo deine Ansprüche und die damit verbundene Entlohnung liegen.

Wer natürlich mit einem ordentlichen (anfangs)Gehalt von über 5000€ los legt, und dafür nur im Büro sitzt und Youtube videos schaut, den sollte man natürlich schnellstmöglich wieder los werden.

Für einen gelernten Beruf ohne Studium wie den Fachinformatiker sollte es imho bei 3000€ los gehen. Alles andere ist einfach nur herablassend gegenüber dem AN.
 
@serra.avatar: tja, heute bist du halt schon ITler, wenn du HTML "programmieren" kannst. Auf der anderen Seite, wie soll man sich auch definieren, wenn der AG im einen ITler sucht, der Java, C++, C#, Ruby, Rust, und 20 anderen Sprachen spricht, sowohl Server als auch Desktopadministration beherrscht, Windows, Mac und Linux bis ins Detail beherrscht und sowohl iOS, Windows und Android-Apps entwickeln kann.
 
@Norbertwilde: Es ist unfassbar, das Unternehmer sich hinstellen und bei Lohn von 8,50€/h von "Existenzbedrohung" faseln. Sollen sie ihre scheiß Friseurbuden, Kneipen, Reinigungsfirmen, Zeitarbeitsfirmen dicht machen.

Ich stimme ihnen vollkommen zu... mir ballt sich nur immer die Faust in der Tasche bei diesen Zuständen hier im Land. Meine Auswanderung ist schon in Sack und Tüten. Als Steuerklasse I Fall, dazu spezialisiert und jung + hohen Gehaltsanspruch (nicht nur mein persönlicher auch berufsbedingt) ertrage ich keine 45% Abgaben für den Unfug welche unsere Politik tagtäglich abzieht und die Unternehmer mit Watte streichelt.

Deutschland macht sich stark für Armutsmigration und treibt selbst die Fachkräfte in Scharen aus dem Land. Kann mir zum Glück egal sein.
 
@DiaboIo: wenn du vorher nur 5€ für deine Arbeitskräfte bezahlt hast sind das schon 70% mehr.

Aber letztendlich haben die 90% Arbeitnehmer in diesem Land die H4-Gesetze gewählt.
 
@eshloraque: die prozentuale Steigerung ist doch unwichtig, 1 cent auf 2 cent sind auch 100%

"Aber letztendlich haben die 90% Arbeitnehmer in diesem Land die H4-Gesetze gewählt."

Ja 2005 ... 13 Jahre später zeigt sich mehr als offensichtlich, dass einiges schief läuft. Die Parteien korrigieren nichts sondern kämpfen um die "bürgerliche Mitte" die "S"PD ist nutzlos und somit haben Millionen von AN keine Vertretung in Politik. FDP, Grüne, CDU/CSU, SPD machen ausschließlich Politik für Konzerne. der Mindestlohn war so etwas wie die Leiter in den Brunnen, bevor die Leute gar nix mehr zu fressen haben.
 
@DiaboIo: In diesen Bereichen lief der Preiskampf immer auf dem Rücken der Arbeitnehmer und deren Gehalt. Natürlich macht es dann sofort einen großen Unterschied, ob ich fast doppelt soviel zahlen muss.

Und die Leute haben auch 2009, 2013 und 2017 für die H4-Gesetz gestimmt. Gut, 2009 könnte man noch sagen, die Menschen haben gehofft, dass es zurückgedreht wird, aber die Jahre darauf war die Wahl auf jeden Fall ein "weiter so" und damit auch für die H4-Gesetze.
 
@eshloraque: Nein die Leute haben das nicht gewählt. Es ist und war absolut klar, dass keiner der Koalitionsparteien (CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne) jemals diese Hartz IV Regelungen abschaffen oder ggf. anpassen werden. Es wurden immer nur wolkige soziale Versprechen abgegeben. Die Leute hatten schlicht keine Möglichkeit ihren Unmut über ihre soziale Situation politisch kundzutun.

Das ist das schöne an der "repräsentativen Demokratie" letztendlich ist jeder Abgeordnete nur seinen Gewissen verpflichtet. Nicht dem Wähler. Warum die Bevölkerung das seit 13 Jahren mitträgt liegt an vielschichtigen Gründen. bspw: Sozialisierung oder auch einfach die Mentalität in Deutschland. Als Plötzlich die AfD wunderte man sich über den Zulauf.

Der Wählerwille wird seit 2 Legislaturperioden gekonnt ignoriert (2 weil es in diesen besonders ausgeprägt ist). Dann wird sich verbogen bis zum geht nicht mehr um durch die Koalitionsbildung ein "weiter so" zu ermöglichen. Die momentane Regierung ist die Spitze des Ganzen und die Quittung kommt 2021. Dann will es keiner gewesen sein und natürlich ist nur der Wähler der dumme, welchem man Politik "nur mal richtig erklären müsse"..
 
@DiaboIo: Muss man halt mal einen andere Partei wählen, wenn man will, dass sich was ändert. Immer CDU/SPD/FDP/Grüne wählen und dann sagen, dass der eigene Wille ignoriert wird, ändert nichts. Da muss man halt mal eine Partei wählen, die im Parteiprogramm schreibt, dass sie die H4-Gesetzgebung ändern möchte. Ich weiß, das fühlt sich komisch an, etwas anderes zu wählen, und die anderen erzählen komische Sachen darüber. Aber da muss man durch.
 
@eshloraque: Man kann es sich auch sehr leicht machen. Einfach mal die letzten 13 Jahre gesamtpolitisch Revue passieren lassen und dann wirst du merken, dass du es dir mit deinem letzten Text sehr leicht gemacht hast und es nunmal nicht so einfach ist.
 
@DiaboIo: tja in der Tat hab ich es mit meinem Text sehr einfach gemacht. Ich habe nicht über die Mitwirkungsmethoden geschrieben, nicht, dass es Bürgessprechstunden gibt, dass man in eine Partei eintreten kann, dass man sich gewerkschaftlich organisieren kann. Ich habe nicht darüber geschrieben, dass in der BRD 30 Parteien zur Auswahl stehen und auch zig NGOs, die etwas ändern wollen. Und ich habe auch nichts darüber geschrieben, wie die Medien (auch FB und Blogs) mit der öffentlichen Meinung spielen. Und ich habe auch nichts über die Gedanken und Emotionen geschrieben, die Menschen haben, wenn sie Wahlslogans lesen.

Nein, ich habe es mir einfach gemacht und platt eine Verbindung zwischen Wahlprogramm und ignoriertem Wählerwillen gesucht. Entschuldige dafür.
 
@eshloraque: Kein Problem. Du zeigst doch, dass dir alle weiteren Parameter bekannt sind. DAS ist schon einmal viel wert. Die gesamte Thematik würde Wochen füllen. Alles gut, danke fürs Gespräch, schönes Restwoche :)
 
Du bist jung, kreativ, flexibel und findest Bezahlung überbewertet? Dann schließe dich unserem Team an! :)
 
Startups finden keine Fachkräfte? Firmengründer und Politik sollten mehr und besser zusammenarbeiten und in der Nähe günstige leistbare Wohnungen zur Verfügung stellen. Auch der Lohn sollte so geregelt sein, im ersten Jahr Euro 1500.- Netto und jährlich bei guter Leistung dann 200 bis 300.- Euro Gehaltserhöhung garantiert..
 
Sag ich doch schon lange. Das meiste ist Schall und Rauch. Alles aufgebaut auf einer Blase.
Lauter Köder und viele Versprechen, dass in Zukunft einmal viel Geld fließt und die Leute für lau arbeiten sollen.

Und im anderen System lassen sie Leute einzahlen, die dann auf ein Produkt warten, oder beteiligt werden. Und kurz davor platzt das ganze und alle schauen in die Röhre.
 
Wenn es in D bzw Berlin keine Leute gibt, die von ihren überzogenen Gehaltsvorstellungen runterkommen, dann ab ins Ausland mit den Firmen. gint genug Länder mit ausgebildetem Personal. Was hier in D betreffs angeht, was nier in D die leute denken, was sie wert wären, grenzt schon an Frechheit. Da kommen die frisch von der Uni , keine Erfahrung und dnekn, sie können gleich mit dem Einstiegsgehalt reich werden. Und wenn sie dann nach der 50. Bewerbung und dem 25. Gespräch immernoch keinen hochbezahlten Job haben, ist natürlich die Politik schuld. Kein Wunder, dass aus D nichts Weltbewegendes mehr kommt.
 
@New_world_disorder: Dann geh doch ins Ausland mit deiner Firma. Du wirst sehen wie gut sogar unsere Uniabsolventen ausgebildet sind. Vonwegen die können nichts. Glauben Sie die haben sich 5 Jahre nur am Sack gespielt?
Allen Firmen die so denken wünsche ich viel Spaß im Ausland, ohne den Hauptgeldgeber Deutschland. Da seid ihr doch innerhalb eines Jahres pleite, mehr auch nicht.
 
@Bloodsaw: Hast Recht. Besser wäre der Import von potentiellen Mitarbeitern. Danke für den Hinweis .
 
@New_world_disorder: ja dann stellen Sie doch die importierten Mitarbeiter ein. Die die was drauf haben arbeiten auch nicht für nen Hungerlohn, die sind nämlich auch nicht doof und wissen was sie bei anderen Firmen bekommen.
Sie können jedoch auch von der breiten Masse, die importiert wurde, welche einstellen. Dann wird aber wieder geheult dass die nichts können.
Bezahlen Sie ordentlich und es gibt ordentliche Arbeit. Ich kann auch nicht zu Porsche gehen und glauben ich bekomm nen 911 zum Preis eines Opel Corsa.
 
@Bloodsaw: hab letztens mit einem "importierten" Inder geredet, der hat sich auch gefragt, was er mit einem Job soll, wo er nicht mal 60.000 im Jahr verdient.
 
Die Leute wollen für ihre Arbeit auch noch bezahlt werden? Unverschämtheit!
Kommentar abgeben Netiquette beachten!
Einloggen

Video-Empfehlungen

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles