Tech-Blase kurz vor dem Platzen - Top-Startups völlig überbewertet

Farben, Blase, Seifenblase Bildquelle: Pixabay
Die Internet-Branche im Silicon Valley läuft auf eine Situation zu, die ähnlich schlimm werden könnte wie der Absturz kurz nach dem Jahrtausendwechsel. Auch heute seien wieder zahlreiche Startups zu sehen, die viel zu hoch bewertet sind - was durch noch relativ junge Gesetzesänderungen ordentlich gefördert wurde.
Infografik: Der Unicorn-Zenit ist überschrittenUnicorns: Viel weniger Top-IT-Startups
Das ist zumindest das Ergebnis einer Analyse von Keith Wright von der Villanova School of Business. Dieser hat sich insbesondere die Entwicklung bei den so genannten Unicorns angesehen - also bei Startups, die auf einen Firmenwert von über einer Milliarde Dollar beziffert werden. Nach einem Peak in den Jahren 2014/15 kamen zuletzt wieder deutlich weniger neue Firmen in einen solchen Bereich.

Das allein ist noch kein größeres Problem - wohl aber, dass diese sogar im Durchschnitt zu rund 50 Prozent überbewertet sind. Das hat eine Untersuchung von Wirtschaftsexperten verschiedener renommierter Universitäten bei 135 Firmen aus der Unicorn-Gruppe ergeben. Bei 65 dieser Firmen kamen die Ökonomen zu dem Urteil, dass ihr Wert eher deutlich unter der Milliarden-Marke anzusiedeln ist.

Nach dem großen Crash des Jahres 2001 gab es verschiedene Versuche, die Entstehung von Spekulationsblasen einzudämmen. Allerdings ist das Gedächtnis bekanntermaßen ziemlich bescheiden, wenn irgendwo große Dollarzeichen blinken. So wurden vor einigen Jahren sogar Gesetzesänderungen durchgesetzt, aus denen sich frühe Investoren mehr Gewinn versprachen. Aktuell deutet aber einiges darauf hin, dass die Sache eher in die andere Richtung gehen kann.

Wer an die Börse geht, stürzt ab

Im Jahr 1999 vergingen bei Tech-Unternehmen von der Gründung bis zum Börsengang gerade einmal vier Jahre. Heute sind es im Durchschnitt bereits 11 Jahre. Neue Regelungen gewähren den früheren Investoren einen besseren Schutz von Stimmrechten, was es interessanter macht immer mehr Geld in Startups zu stecken. Das führt allerdings dazu, dass die Unternehmen immer noch länger als private Firmen gelten und keine Bilanzen veröffentlichen müssen, während die zusätzlichen Investoren-Gelder es auch unnötig machen sich Kapital an der Börse zu holen. Die Zahl der Neunotierungen an den Börsen ging entsprechend immer weiter zurück.

Dadurch geht aber eben auch das wichtige Korrektiv des Aktienkurses verloren. Auch wenn dieser gelegentlich aus völlig banalen Gründen durch die Decke geht, spiegelt er doch längerfristig durchaus recht realistisch den realen Firmenwert wieder. Stattdessen gibt es heute erneut zahlreiche Tech-Firmen, die auf dem Papier sehr wertvoll sind, aber schlicht keinen Gewinn machen. Sogar von den Firmen, die im letzten Jahr an die Börse gingen, erwirtschafteten 76 Prozent keine schwarzen Zahlen - das wird nur noch von den 81 Prozent übertroffen, die es zum Höhepunkt der Dot-Com-Blase im Jahr 2000 waren.

Und erfolgreiche Börsengänge gab es kaum noch - denn wenn das Korrektiv greift, zeigt sich das eigentliche Problem. So startete Snap mit 17 Dollar und ist mittlerweile bei 11 gelandet. Der Dropbox-Kurs fiel direkt nach dem Verkaufsstart der Aktie auch erst einmal als klar wurde, dass unter den 500 Millionen Nutzern nur 200.000 Accounts sind, die einen für die Firma lukrativen Business-Tarif gebucht haben. Der vermeintliche Küchen-Revolutionär Blue Apron ist nach 10 Dollar Startkurs jetzt bei 3 Dollar gelandet und Fitbit krachte von 45 auf 5 Dollar nach unten. Farben, Blase, Seifenblase Farben, Blase, Seifenblase Pixabay
2018-05-28T12:16:00+02:00
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