Raketen-Start in Kourou: Die Galileo-Flotte wurde jetzt vervollständigt
Vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guyana aus sind heute die letzten vier Galileo-Satelliten erfolgreich gestartet. Die Raumfahrzeuge mit den Namen "Tara", "Samuel", "Anna" und "Ellen" komplettieren die Flotte von 26 Einheiten, die benötigt werden, um das europäische Navigationssystem weltweit nutzen zu können.
Für den letzten Schwung setzte man auf die bewährte Ariane-5-Rakete, die in der Lage ist, gleich vier der 715 Kilogramm schweren Satelliten auf ihre geplanten Umlaufbahnen zu bringen. Immerhin muss man hier eine wesentlich größere Distanz erreichen, als beispielsweise bei einem Versorgungsflug für die Internationale Raumstation ISS, deren Orbit rund 400 Kilometer hoch ist. "Alle Satelliten (des Galileo-Systems, d.R.) umkreisen in einer Höhe von 23.222 Kilometern die Erde", erklärte René Kleeßen, Galileo-Programm-Manager im Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn.
Wenn die heute gestarteten Systeme an ihrem Ziel angekommen sind, folgen noch verschiedene Tests. In den Regelbetrieb sollen sie dann laut Plan Anfang 2019 gehen. Von da an wird man weltweit allein über das Galileo-System eine Standort-Kernnung durchführen können. Bislang war das nur in Kombination mit den militärisch kontrollierten Navigationsdiensten GPS (USA), Glonass (Russland) oder Beidou (China) möglich.
Der Überschuss an Satelliten dient in erster Linie der Sicherheit. Denn sollte einmal einer der Satelliten ausfallen - was aus verschiedensten Gründen passieren kann - will man immerhin nicht riskieren, dass die gesamte Flotte über Wochen und Monate hinweg nur bedingt einsatztauglich ist. In der vollen Sollstärke können Verluste problemlos kompensiert werden.
Siehe auch: Brexit - EU sperrt "Drittstaat" Großbritannien auch den Zugang zu Galileo
Wenn die heute gestarteten Systeme an ihrem Ziel angekommen sind, folgen noch verschiedene Tests. In den Regelbetrieb sollen sie dann laut Plan Anfang 2019 gehen. Von da an wird man weltweit allein über das Galileo-System eine Standort-Kernnung durchführen können. Bislang war das nur in Kombination mit den militärisch kontrollierten Navigationsdiensten GPS (USA), Glonass (Russland) oder Beidou (China) möglich.
Weltweit immer vier Satelliten in Sicht
"Am Ende bewegen sich mindestens 30 Galileo-Satelliten im Orbit und umkreisen die Erde. Zwei Bodenkontrollzentren und mehrere Empfangs- und Sendestationen garantieren die zuverlässige und hochgenaue Funktionsweise des Systems. Jeder Galileo-Satellit ist mit hochgenauen Atomuhren ausgestattet, die eine Messgenauigkeit von 1 Meter und darunter ermöglichen. Um eine genaue Positionierung zu erhalten, benötigt man die Daten von mindestens vier Satelliten", führte Kleeßen weiter aus.Der Überschuss an Satelliten dient in erster Linie der Sicherheit. Denn sollte einmal einer der Satelliten ausfallen - was aus verschiedensten Gründen passieren kann - will man immerhin nicht riskieren, dass die gesamte Flotte über Wochen und Monate hinweg nur bedingt einsatztauglich ist. In der vollen Sollstärke können Verluste problemlos kompensiert werden.
Siehe auch: Brexit - EU sperrt "Drittstaat" Großbritannien auch den Zugang zu Galileo
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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