Galileo hat schon wieder Probleme:
Uhren in Satelliten ausgefallen
Das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo wird erneut von Problemen geplagt. Aktuell ist schlicht eine ganze Reihe von Uhren in den Satelliten ausgefallen, die sich bereits im Orbit befinden. Wie es damit nun weitergeht, ist aktuell noch unklar.
Nach Angaben der europäischen Raumfahrtagentur ESA waren vorübergehend zehn Uhren in den Systemen ausgefallen. Eine von ihnen funktioniert derzeit aber wieder, so dass also nur noch neun defekte Zeitmesser zu beklagen sind. Bei diesen ist noch völlig ungeklärt, ob und wie man sie wieder ordentlich in Betrieb nehmen kann. Dafür müsste wohl erst einmal die Ursache der Ausfälle gefunden werden.
Exakt laufende Uhren sind Kernkomponenten der Galileo-Satelliten, da nur mit einer sehr genauen Zeitmessung Informationen verschickt werden können, aus denen sich auf der Erde dann genaue Standort-Bestimmungen ableiten lassen. Die Uhren sind sogar so wichtig, dass man vorsichtshalber jeden Satelliten gleich mit vier Stück ausgestattet hat. Und da sich die Defekte über mehrere Systeme verteilen, ist Galileo als Ganzes derzeit noch voll funktionsfähig.
Bei der ESA ist man sich aber sehr wohl bewusst, dass sich das noch ändern kann. Wenn der Fehler nämlich vom System selbst verursacht wird, könnte es nach und nach auch noch mehr Uhren treffen. Ein Ausfall kompletter Satelliten wäre ein herber Rückschlag, nachdem man das Navigationssystem gerade erst in eine erste Betriebsphase überführen konnte.
Kopfzerbrechen bereitet den ESA-Technikern auch die Tatsache, dass die Ausfälle nicht einmal den gleichen Uhren-Typ treffen. In den Satelliten sind jeweils zwei Uhren auf Basis unterschiedlicher Technologien verbaut. Und die Ausfälle verteilen sich auf all diese Systeme.
Galileo sollte nach den ursprünglichen Plänen 2014 seinen Dienst aufnehmen. Es kam aber immer wieder zu Verzögerungen, so dass es erst jetzt soweit ist, dass die Mindestzahl von 18 Satelliten im Orbit ist. Bis 2020 soll die komplette Flotte auf 30 Stück anwachsen. Allerdings dürften die nächsten Starts erst erfolgen, wenn man dem derzeitigen Problem auf die Schliche gekommen ist.
Exakt laufende Uhren sind Kernkomponenten der Galileo-Satelliten, da nur mit einer sehr genauen Zeitmessung Informationen verschickt werden können, aus denen sich auf der Erde dann genaue Standort-Bestimmungen ableiten lassen. Die Uhren sind sogar so wichtig, dass man vorsichtshalber jeden Satelliten gleich mit vier Stück ausgestattet hat. Und da sich die Defekte über mehrere Systeme verteilen, ist Galileo als Ganzes derzeit noch voll funktionsfähig.
Bei der ESA ist man sich aber sehr wohl bewusst, dass sich das noch ändern kann. Wenn der Fehler nämlich vom System selbst verursacht wird, könnte es nach und nach auch noch mehr Uhren treffen. Ein Ausfall kompletter Satelliten wäre ein herber Rückschlag, nachdem man das Navigationssystem gerade erst in eine erste Betriebsphase überführen konnte.
Kopfzerbrechen bereitet den ESA-Technikern auch die Tatsache, dass die Ausfälle nicht einmal den gleichen Uhren-Typ treffen. In den Satelliten sind jeweils zwei Uhren auf Basis unterschiedlicher Technologien verbaut. Und die Ausfälle verteilen sich auf all diese Systeme.
Galileo sollte nach den ursprünglichen Plänen 2014 seinen Dienst aufnehmen. Es kam aber immer wieder zu Verzögerungen, so dass es erst jetzt soweit ist, dass die Mindestzahl von 18 Satelliten im Orbit ist. Bis 2020 soll die komplette Flotte auf 30 Stück anwachsen. Allerdings dürften die nächsten Starts erst erfolgen, wenn man dem derzeitigen Problem auf die Schliche gekommen ist.
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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Christian Kahle
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