Europas eigene Satelliten-Flotte:
Galileo geht heute in Betrieb

Europa feiert heute einen Meilenstein bei der Umsetzung eines langjährigen Großprojektes: Das Satelliten-Navigationssystem Galileo nimmt an diesem Tage endlich seinen Betrieb auf. Dem gingen Jahre mit Planungen und Satelliten-Starts, aber auch Rückschlägen und Verzögerungen voraus.
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BQ
Heute aber konnte man in Brüssel Vollzug melden und erklären, dass die Flotte von Satelliten ihre ersten Dienste anbieten kann. 18 Raumfahrzeuge sind inzwischen auf ihren Umlaufbahnen platziert. Bis zum Jahr 2020 will man nun auch die restlichen geplanten Satelliten in den Orbit bringen, so dass die Flotte dann aus ingesamt 30 Stück bestehen wird.

Aktuell kann Galileo zwar bereits zur Standort-Erkennung genutzt werden - es ist aber noch nicht sichergestellt, dass sich immer und überall auf der Welt ausreichend Satelliten im direkten Blickfeld des Nutzers befinden, um optimale Ergebnisse zu bekommen. Daher ist es insbesondere in der aktuellen Phase wichtig, dass bei der Planung des Netzwerkes Wert auf Interoperabilität mit den beiden anderen schon verfügbaren Systemen GPS (USA) und Glonass (Russland) besteht. Diese werden von den Galileo-Modulen erst einmal noch mitgenutzt.


Anfangs dürfte es aber ohnehin kaum einen Nutzer geben, der schon auf das europäische System zugreift. Das erste Smartphone, das mit den neuen Signalen umgehen kann, kommt beispielsweise von BQ, dessen Marktanteil verschwindend gering ist. Andere Geräte gibt es noch kaum. Das dürfte sich nun nach der Meldung über den offiziellen Start aber schnell ändern.

Der nächste große Schritt steht dann im Jahr 2018 an. Von da an muss jedes Automodell, das in Europa eine neue Typenzulassung bekommen will, mit einem Galileo-Empfänger ausgestattet sein, der dann mit dem eCall-Notfallsystem zusammenarbeitet. Laut der EU-Kommission haben inzwischen aber auch 17 große Chiphersteller, die zusammen 95 Prozent des Weltmarktes bedienen, mit der Produktion von Galileo-kompatiblen Produkten begonnen.
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