Es reicht: Kaspersky wird EU-Organisationen keine Hilfe mehr anbieten

Eu, Europa, Europäische Union, Parlament, Flagge Bildquelle: Wikimapia
Der russische Security-Dienstleister Kaspersky Lab hat die Nase voll von den immer weitergehenden Anschuldigungen durch die westliche Politik. Ein gestriger Beschluss des EU-Parlamentes brachte das Fass zum Überlaufen und das Unternehmen stellt verschiedene ehrenamtliche Aktivitäten in Europa ein. Wie aus einer Stellungnahme Kasperskys hervorgeht, betrifft das vor allem die Kooperation mit der europäischen Polizeibehörde Europol. Mit dieser arbeitete man bisher beim Kampf gegen Computer-Kriminalität zusammen. Das wird zukünftig nicht mehr der Fall sein und die Ergebnisse der Forensik in den Forschungslaboren des Sicherheitsunternehmens werden den Ermittlern nicht mehr zur Verfügung gestellt.

Weiterhin zieht sich Kaspersky aus dem NoMoreRansom-Projekt zurück. Dieses hat es sich zur Aufgabe gemacht, Nutzer bei Erpressungsfällen durch Ransomware zu schützen. Die Sicherheits-Experten der russischen Firma stellten hier beispielsweise Tools zur Verfügung, mit denen verschlüsselte Daten wieder zurückgeholt werden konnten. Solche wird das Projekt nun nicht mehr erhalten.


Der Chef klingt enttäuscht

"Wir haben die EU seit 20 Jahren geschützt, indem wir mit Strafverfolgungsbehörden zusammenarbeiteten, was zur Verhaftung vieler Cyberkrimineller führte. Aufgrund der heutigen Entscheidung des EU-Parlamentes sehen wir uns aber gezwungen, die Kooperation mit Organisationen wie Europol und NoMoreRansom einzufrieren", erklärte Unternehmensgründer Eugene Kaspersky.

Vorausgegangen war dem eine Abstimmung des Parlamentes über einen Bericht zur Entwicklung einer Strategie und von Richtlinien für einen gemeinsamen, EU-weiten Plan zur Verteidigung von IT-Infrastrukturen. In diesem werden Behörden und ähnliche Einrichtungen in den Mitgliedsstaaten aufgefordert, ihre Ausstattung auf den Prüfstand zu stellen und nach "potenziell gefährlichen Programmen" zu suchen. Als Beispiel für Anwendungen, die als "bösartig anerkannt" seien, wurden Produkte von Kaspersky dabei namentlich genannt.

Kaspersky steht im Westen unter Generalverdacht:


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