Amazon meint es ernst: Rekord-Übernahme soll Haustüren öffnen
Mit dem Zugang zu den Wohnungen seiner Kunden ist es dem Handelskonzern Amazon ziemlich ernst. Das Unternehmen hat entsprechende Systeme nicht nur selbst entwickelt, sondern übernimmt nun auch den wohl größten alternativen Anbieter. Und das lässt sich Amazon auch gleich eine gute Milliarde Dollar kosten.
In den USA pfiffen die Spatzen es inzwischen von den Dächern - so dass diverse Medien unabhängig voneinander Wind von der Sache bekommen hatten: Amazon hat sich mit dem Entwickler "smarter" Türklingeln Ring auf eine Übernahme geeinigt. Das bestätigte ein Ring-Sprecher inzwischen auch auf verschiedene Nachfragen.
"Wir werden in der Lage sein, durch die Zusammenarbeit mit einem schöpferischen und kundenzentrierten Unternehmen wie Amazon noch mehr zu erreichen. Wir freuen uns, als Teil des Teams Amazons gemeinsam an der Vision sicherer Nachbarschaften zu arbeiten", hieß es. Das deutet darauf hin, dass die Firma nicht komplett geschluckt wird, sondern ähnlich wie andere übernommene Unternehmen eigenständig weiterarbeiten wird.
Über das finanzielle Volumen der Übernahmen haben die Beteiligten Stillschweigen vereinbart. Es ist aber die Rede von über einer Milliarde Dollar. Das würde den Zukauf zur größten Akquisition in der Geschichte Amazons machen - was durchaus auch einen gewissen symbolischen Charakter hat.
Eine Beziehung zu Amazon habe etwas von Nuklearenergie - denn der Handelskonzern hat sowohl das Potenzial, eine große Hilfe zu sein - als auch ein Geschäft einfach zu zerstören. "Anzunehmen, dass Amazon nicht mit dir konkurriert ist schlicht verrückt, da sie mit jedem konkurrieren", sagte Siminoff. "Sie sind wie Nuklearenergie. Sie sind sehr, sehr mächtig und du kannst unglaublich viel saubere Energie von ihnen bekommen - aber es besteht immer auch die Chance, komplett verstrahlt zu werden, wenn man nicht aufpasst." Das klingt sehr danach, als wäre ein eingehendes Übernahmeangebot des Handelskonzerns recht trefflich mit der klassischen Schutzgeld-Methode zu vergleichen - und Ring hatte sich hier entsprechend zu entscheiden.
Siehe auch: Amazon verdrängt Microsoft von Rang drei der wertvollsten US-Firmen
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"Wir werden in der Lage sein, durch die Zusammenarbeit mit einem schöpferischen und kundenzentrierten Unternehmen wie Amazon noch mehr zu erreichen. Wir freuen uns, als Teil des Teams Amazons gemeinsam an der Vision sicherer Nachbarschaften zu arbeiten", hieß es. Das deutet darauf hin, dass die Firma nicht komplett geschluckt wird, sondern ähnlich wie andere übernommene Unternehmen eigenständig weiterarbeiten wird.
Über das finanzielle Volumen der Übernahmen haben die Beteiligten Stillschweigen vereinbart. Es ist aber die Rede von über einer Milliarde Dollar. Das würde den Zukauf zur größten Akquisition in der Geschichte Amazons machen - was durchaus auch einen gewissen symbolischen Charakter hat.
Man hat quasi keine Wahl
Amazon hatte zuvor schon im Rahmen des Alexa Fund-Programms Geld in Ring gesteckt. Dieses Projekt hat den Zweck, Unternehmen bei Investitionen in Alexa-Skills zu unterstützen und die Plattform des Sprachassistenten damit aufzuwerten. Damals hatte Ring-Chef Jamie Siminoff in einem Interview mit dem US-Sender CNBC bereits deutlichere Worte gefunden als sein Sprecher im Angesicht der jüngsten Entwicklung.Eine Beziehung zu Amazon habe etwas von Nuklearenergie - denn der Handelskonzern hat sowohl das Potenzial, eine große Hilfe zu sein - als auch ein Geschäft einfach zu zerstören. "Anzunehmen, dass Amazon nicht mit dir konkurriert ist schlicht verrückt, da sie mit jedem konkurrieren", sagte Siminoff. "Sie sind wie Nuklearenergie. Sie sind sehr, sehr mächtig und du kannst unglaublich viel saubere Energie von ihnen bekommen - aber es besteht immer auch die Chance, komplett verstrahlt zu werden, wenn man nicht aufpasst." Das klingt sehr danach, als wäre ein eingehendes Übernahmeangebot des Handelskonzerns recht trefflich mit der klassischen Schutzgeld-Methode zu vergleichen - und Ring hatte sich hier entsprechend zu entscheiden.
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