Tschüs Suse, hallo Windows: Linux-Aus in Niedersachsens Finanzämtern

Niedersachsen hat den Wechsel von Linux zurück auf Windows eingeläutet. In der Steuerverwaltung stehen bisher rund 13.000 Arbeitsplätze, die mit Suse Linux laufen - nun soll Zurück-Migriert werden. mehr... Linux, München, limux Bildquelle: LiMux Project Linux, München, limux Linux, München, limux LiMux Project

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ist Linux jetzt tot?
 
@Kaffeeschlürfer81: Nein! 2018 ist das Jahr in dem sich Linux auf dem Desktop durchsetzt. Durchhalten!
 
@Chris.Pontius: Wurde das jetzt auf diese Jahr verschoben?
 
@Chris.Pontius: Wen interessiert 2018 bitte der Desktop?
 
@noneofthem: Linux
 
@crmsnrzl: Linux ist besonders auf Servern, Router, IOT-Geräten und Smartphones (Android) erfolgreich.

Das reicht ja auch für den Anfang.
 
@PeterZwei: Dann steht Linux seit Jahrzehnten auf Anfang?
 
@noneofthem: Wie neu bist du, dass du "XXXX is the year of the Linux Desktop" nicht kennst? Absoluter Pleb.
 
@Bible Black: Alt genug, dass mich dieser Spruch mittlerweile langweilt. Das war schon vor 15 Jahren nicht mehr lustig.
 
Klingt ein bissel suspekt. 13'000 Plätze von... wievielen? Mit der Info könnte man sich ein besseres Bild machen, ob Vor- oder Rückwärtsrollen sinnvoller wäre. Hab ich noch 1000 Windowsmaschinen, die auf Linux sollen? Oder hab ich noch 130'000?

Natürlich ist es ohnehin vermessen, überall(tm) dasselbe auszurollen. Zu verschieden sind die Einsatzgebiete... am Ende müssen die Schnittstellen bereitstehen, nicht mehr, nicht weniger.

13'000 Plätze seit ~6 Jahren klingt ja erstmal so, als hätte es irgendwie funktioniert... gut, die Frage ist natürlich wie.... aber es läßt sich des Verdachts nicht erwehren, als hätte da wer die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und gesagt, Nicht mit mir; nicht mit Commander.
 
@RalphS: 13.000 von 13.000. Und was weisst du nunmehr bzw. schliesst du daraus?
 
@LastFrontier: Daß Du den Text mal wieder nicht gelesen hast.

Es geht um Vereinheitlichung und damit um die Frage, was mehr Aufwand macht: die fehlenden Kisten nachzuziehen oder den Bruchteil, den wir schon umgestellt haben und der aber nicht richtig tut und/oder in der Umstellung zu aufwendig ist, wieder zurückzurollen (hier: auf Windows)?

Aber ist auch egal, ich mein es ist mir schon bewußt, daß Windows nach wie vor die einzige praktikable Alternative in Produktivumgebungen ist --insbesondere größeren.

Muß mir aber deswegen noch lange nicht gefallen, und schon gar nicht, wenn es um Windows 10 als Client-OS in eben jenen Produktivumgebungen geht.
 
@RalphS: Natürlich muss es dir nicht gefallen. Aber damit gehörst nun mal zu den Exoten und bist sozusagen nicht Systemrelevant.
Und es geht auch nicht um fehlende oder einen Teil der Kisten - es geht um alle Kisten - nämlich 13.000.
Und im übrigen schreibst du genau das was ich behauptet habe: das mit Linux funktioniert nicht so wie es soll und damit back to the roots.
Fragt sich wer da nicht lesen kann.
 
@LastFrontier: "das mit Linux funktioniert nicht so wie es soll und damit back to the roots."

Wo genau steht das?
 
@gutenmorgen1: Würde es so funktionieren wie es soll bzw. man es gewohnt ist, gäbe es keine Rückmigration.
Bei einer Institution wie Finanzamt, dass Bundesweit agiert und vernetzt ist und auf einen korrekten Datenaustausch angewiesen ist sind unterschiedliche Lösungen kontraproduktiv.
Ich weiss nicht ob du so was schon mal mktgemacht hast, aber so eine Migration (egal in welche Richtung) zieht einen irren Rattenschwanz hinter sich her.
Wie erwähnt ich war an solchen Projekten unterschiedlichster Grössenordnungen beteiligt und wenn du das nicht professionell und Konsequent durchziehst, geht das über kurz oder lang immer in die Hose.
Und das geht beim Pflichtenheft schon los. Ich habe es oft genug erlebt, dass dir Firmen das blaue vom Himmel herunterlügen, nur damit sie den Auftrag bekommen. Von den ganzen Goodies, mit denen man Entscheider zu beeinflussen versucht will ich mal gar nicht reden.
 
@LastFrontier: politische entscheidung heisst: obwohl es funktioniert wie es soll soll wieder auf windows umgestellt werden.
übrigens gibt es inzwischen mehr geräte auf denen linux läuft als windows
 
@Lucy Fagott: Das mit den mehr Geräten und Linux stimmt - aber sag auch mal dazu was das für Geräte sind. Mit Masse solche die die Welt nicht unbedingt braucht.
 
"Genaue Details könnten aber erst zum Ende des Jahres kommuniziert werden, denn derzeit sei man noch voll in der Planungsphase". Ja wie jetzt, als Bürger von Niedersachn würde ich zumindest Detailierte Angaben zu den Beweggründen haben wollen. Das sind immerhin einige Millionen Euro die man auch in Bildung, Pflege, Integration usw. investieren könnte.
 
@FuzzyLogic: Das Geld wäre so oder so nicht in Bildung, Pflege, Integration usw. geflossen wenn wir mal ehrlich sind.
 
@FuzzyLogic: Über die Beweggründe würde ich auch gern mehr wissen.
 
@NadineJ: Muss man denk ich nicht extra schreiben... Denk is ähnlich wie München...nix kompatibel
 
@Wolfi_by: Die lassen sich ja einfach ableiten: Linux ist und bleibt die nächsten Monate für den Desktop ungeeignet.
 
@Bautz: Erstmal ist Linux schon seit vielen Jahren mehr als Desktop geeignet und daran wird sich auch in wenigen Monaten nichts ändern.

Zweitens ist die Programmvielfalt im Enterprise Bereich unter Windows Clients einfach viel größer und viel einfacher zu administrieren, unter anderem deswegen, weil es einfach mehr Personal dafür gibt. Ich kennen keinen Linux Systemadministrator, der auf Clients ausgerichtet ist.

Es wird z.B. spezielle Software für die Telefonarbeitsplätze benutzt, die nur unter Windows läuft, usw. usw. Natürlich kann man das virtualisieren oder mit WINE betreiben, aber dann kann man auch gleich Terminal Server nutzen.

Natürlich könnte man Linux erfolgreich als Client OS in Enterprise Umgebungen einsetzen, wenn man die fachliche Kompetenz und genug Geld hat, alle Inkompatibilitäten zu beseitigen.
 
@ManuelM2: Also ist es aktuell nicht für Desktop geeignet, sondern man müsste genug Geld reinstecken, um es für den Desktop zu ermächtigen (ich schätze mal so 500 Mrd?)

München und andere Organisationen haben ja schon einiges an Geld da rein versenkt, ohne dass es eine merkliche Verbesserung der Desktop-Tauglichkeit gab.

Google spürt auch die Einschränkungen die Linux hier eigentlich hat, besonders bei den Chromebooks. Nicht umsonst arbeiten sie an Fuchsia.
 
@Bautz: Natürlich ist es als Desktop OS geeignet, aber nicht unbedingt als Client OS in Enterprise Umgebungen. Das ist ein riesen Unterschied.

Es gibt Millionen von Anwendern, die Linux schon seit mehr als einem Jahrzehnt erfolgreich als Client OS einsetzen. Dabei spielt es keine Rolle ob es auf einem PC oder Laptop läuft. Desktop ist also das falsche Wort dafür.

In Linux selber müsste man auch nichts investieren, denn es ist quasi schon alles da. Investieren müsste man in Enterprise Anwendungen, die nur unter Windows laufen. Aber auch hier kann man z.B. die Anwendung virtualisieren (nicht das ganze OS) oder die Anwendung per Terminal Server z.B. als Remote App streamen. So machen wir das auch. Ob man die Anwendung nun für eine Softwareverwaltung packetiert oder virtualisiert oder streamt, ist von der Arbeitszeit der gleiche Aufwand.

Es kommt aber ganz auf das Unternehmen an: In meinem Unternehmen könnte man problemlos Linux auf Clients einsetzen, wenn wir die 5 Anwendungen die nicht in Wine laufen, streamen würden. Würde gar keine Rolle spielen, wenn wir streamen die Anwendungen jetzt schon per Remote App auf die Clients, auch wenn diese Windows haben. Einfach weil wir diese einfacher administrieren können und so keine performanten Clients benötigen. Einige Kalkulationsprogramme brauchen extreme CPU Performance. So sparen wir auch die Administration einer Softwareverteilung und die Paketierung. Systemsoftware wie Java, Firefox, Chrome, Flash, was es nicht alles gibt, kaufen wir fertig als MSI Installer für wenig Geld ein und verteilen diese an die Clients. Kostet uns insgesamt keine 100 € im Monat und wir bekommen alle Updates von gut 150 Programmen als MSI.

PS: Meiner Meinung nach liegt es nicht an den Kosten oder Linux, sondern der fehlenden fachlichen Kompetenz der allermeisten Systemadministratoren, so eine Umgebung aufzubauen. Dazu zähle ich mich natürlich auch.

Außerdem ist es immer problematisch, wenn die Server auf Windows laufen, mit SMB Freigaben, Active Directory, Exchange, Sharepoint, usw. Ein kompletter Umstieg wäre immer das richtige, denn dieser Mischmasch führt einfach immer zu Problemen. Linux bietet für alle diese Anwendungsfälle Alternativen, möglich wäre es also.
 
@ManuelM2: Tut es nicht ;-) Beim privaten Client fängt das bei Spielen an, weiter mit Photoshop (könnte man evtl. mit Gimpp ersetzen) und Lightroom. Geht weiter mit Onedrive / Dropbox Clients, diese Liste könnte man beliebig fortsetzen.

Du lieferst immer selbst die Argumente warum es nicht geht, behauptest aber es ginge doch.
 
@Bautz: Für Spiele gibt es Steam auf Linux. Photoshop = Gimp / Krita. Dropbox hat nen eigenen Linux Client. Lightroom = Darktable . Was genau wolltest Du wissen !?
 
@Vectrex71: Die wenigsten Spiele laufen auf Linux (und damit meine ich nicht Grafik-Kracher, sondern eher Indie Zeugs). Darktable ist von der funktionalität her mit der Biblothek von Photoshop Elements vergleichbar - ACDSee und LR sind da doch einiges weiter.
 
@NadineJ: die Beweggründe sind ganz einfach - mit Linux bist du inkompatibel zum Rest der Welt. Der Aufwand einen Verwaltungsapparat mit Linux zu führen ist einfach zu gross.
Und im Gegensatz zur landläufigen Meinung ist Linux in solchen Dimensionen eben nicht kostenlos. Das OS vielleicht noch - aber die Folgekosten fressen das bei weitem wieder auf. Das verdrängen bzw. ignorieren die Linuxer aber immer gerne.
Linux ist eine Insellösung. Selbst Apple wäre für sowas weitaus kompatibler.

Ob es einem gefällt oder nicht - Windows ist nun einemal der Standard für alle möglichen Sachen und bietet auf grund der Masse der Entwickler weitaus mehr Möglichkeiten.
Schon ein ganze banales Problem lässt einem die Haare zu Berge stehen: zehntausende von Dokumenten sind in Word angelegt. Kann sich jemand vorstellen wieviele Anfragen kommen, wenn jemand die mit LibreOffice öffnet und feststellt dass die eben nicht 100% kompatibel sind? Und das zieht sich über Powerpoint und Excel hinweg.
Kann sich jemand vorstellen was das für ein Aufwand ist alleine die Datenbankanfragen neu zu erstellen und Ausgaben an die GUI anzupassen?
Ich habe mehrere solcher Riesenprojekte geplant und mit durchgezogen - oder auch nicht. Alleine die Planung eines solchen Projektes mit Teststellungen und Versuchen verschlingt immense Summen - auch um unter umständen festzustellen, dass das Projekt finanziell und zeitmässig absolut unwirtschaftlich ist.
Also mich wundert es nicht, dass solche Projekte regelmässig platzen. Da war man von beiden Seiten her zu blauäugig und hat sich sehr schlecht vorbereitet.
 
@FuzzyLogic: Weil die große Koalition dass im Koalitionsvertrag so festgeschrieben hat.

Hier steht es ausführlicher: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Linux-Aus-Niedersachsen-will-knapp-13-000-Rechner-auf-Windows-umstellen-4119380.html
 
@FuzzyLogic: Eine Migration kostet immer Geld. Es ist ja nicht so, dass man einmalig investiert und dann sorglos ist. Die Migration selbst kostet (Investitionskosten). Danach kommen kontinuierlich weitere Kosten, die langfristig üblicherweise ein Vielfaches der Investitionskosten darstellen. In diesem fall ist es aber sogar schlimmer, da sowohl die Migration kostet, aber genauso das beibehalten kosten würde. Der Grund ist, dass das zugrunde liegende OS Suse und die Anwendungen auch veraltet sind und auch hier auf neuere Versionen migriert werden müsste (wenn man bei Linux bleiben würde).
 
Ich staune, das man bei den Behörden immer noch so altmodisch eine Anwendung installiert.
Bei fast allen Firmen, die ich kenne, greift man mit einem beliebigen OS per Browser auf eine Datenbank zu und arbeitet in einem Browser. Egal ob eine Warenwirtschaft, oder oder oder.

Wenn Die Behörden den Vorteil irgendwann auch erkannt haben, wird LINUX wieder ganz dicke sein.
 
@Sonnenschein11: arbeite in einem DAX unternehmen und bei uns wird auch noch ganz klassisch installiert wie SAP und co...
 
@Sonnenschein11: cool, nur noch eine Datenbank und das ein oder andere Backup das man zerlegen muss um eine Firma gegen die Wand fahren zu lassen. Ich hoffe du verstehst was ich meine ;)
 
@Sonnenschein11: Na dann viel Spass beim CAD Zeichnen in einem Browser ;-)
 
@fabian86: das ist ja wohl technisch gesehen das kleinste Problem. SketchUp ist zwar kein CAD wie du es meinst, aber es ist sehr eindrücklich, wie diese Software als Progressive Web App im Fullscreen im Browser läuft .
 
@Sonnenschein11: Du hast noch nie mit einer nativen Datenbank gearbeitet. Die lässt nämlich jede Browserimplementation ganz einfach im Regen stehen.
Mal davon abgesehen, dass der Umweg über einen Browser auch ein erhebliches Sicherheitsrisko darstellt.
 
@LastFrontier: Jain. Es gibt durchaus Anwendungsfälle, bei denen eine Browser-Implementierung Vorteile bringt. Schonmal ein natives Ticket-System gesehen? Letztlich sind Services auch nur eine Webanwendung, nur ohne Frontend. Das A und O sind serverseitige Eingabevalidierungen + Transportverschlüsselung. Man kann sowohl die Client-Webserver- als auch die Service-Service-Kommunikation ordentlich sichern. Man muss sich nur damit beschäftigen, das kostet Zeit und ist nicht ganz so bequem.
Wir haben in unserer Firma geschätzt 50 WebServices und 20 Webanwendungen für ca. 300 Arbeitsplätze laufen. Das macht den Verwaltungsaufwand exorbitant geringer und ich würde behaupten, unsere Sicherheitsstandards sind trotzdem sehr hoch. Wie gesagt, das kostet Zeit und (Entwickler-)Bequemlichkeit, aber wenn man das will geht es.
 
@larsh: Und genau das ist der Knackpunkt: Zeit kostet Geld. Und Entwickler arbeiten auch nicht kostenlos.
Das Problem sehe ich auch nicht in Linux. Der aufwändigste Teil ist die Übernahme, Formatierung und Neuimplementation und Darstellung der Daten.
 
Die sowas von blöd... 0.o Sind die Macht und der Einfluss von MS so groß? Sicherlich gab es vereinzelte Bürohengste, die ständig über Linux genörgelt haben, weil sie irgendetwas windowstypisches nicht gefunden haben. Und wenn es das besch... Office ist. Oder Niedersachsen haben sich von Münchens Politik beeinflussen lassen. Wer weiß...
 
@CoolMatze: Wären sie zu Apple gewechselt, würdest du vor Sabber auf dem Bildschirm nichts sehen können.
 
@JuserName: oh, nee. Habe ich was am Hacken? ^^
Wer spricht denn jetzt von Apple? 0.o
 
Immerhin hat man Linux mal eine Chance gegeben. Scheinbar konnte Linux den Ansprüchen aber nicht gerecht werden. Hätte man allerdings billiger haben können.
 
@xenon-light: Das ist halt die Frage.. Ist Linux den Ansprüchen nicht gerecht geworden oder ist das Problem tiefgründiger und eigentlich kann kein anderes System - außer Windows - den Ansprüchen genügen weil über Jahrzehnte sämtliche Dinge nur in diese Richtung optimiert worden sind und jetzt niemand den Aufwand treiben will da mehr Energie reinzustecken dass wieder zu entfilzen.
 
@xenon-light: Als Begründung wird bisher nur "Vereinheitlichung" angegeben.
 
@dpazra: Was anderes wirst du da auch nicht mehr hören. Die können schlecht sagen, Linux ist Mist, wo sie es vor Jahren noch haben wollten.
 
@dpazra: Und das ist ja wohl Grund genug.
 
@LastFrontier: Wenn man als Regierung den Monopolfortbestand mitbefördern möchte und bis in alle Ewigkeit, kein Interesse daran hat, lokale Anbieter zu unterstützen und deren Aufbau zu befördern, oder offene Schnittstellen zu befördern, so wie plattformunabhängige Webanwendungen, ja dann ist das Grund genug, das Steuergeld bis in alle Ewigkeit in die USA zu schicken.
 
@dpazra: Die Komunisten behaupten auch sie würden die Welt zum besseren führen. Hat bis jetzt bloss keiner beweisen können. Ganz im Gegenteil.
Webanwendungen kommen in diesem Bereich schon aus sicherheitstechnischen Gründen nicht in Frage.
Und was lokale Anbieter betrifft - Insellösungen stehen nicht zur Diskussion.
Und zudem geht es nicht darum neu mit neu zu vergleichen, sondern darum eigefahrenes und bewährtes zu übernehmen und das Rad nicht neu zu erfinden.
Alleine der Supportaufwand wenn mehrere Systeme/Lösungen vohanden sind ist nicht zu verantworten.
Wir haben hunderte von Finanzämtern vom Kreis bis zum Bund die millionen von Steuerzahlern verwalten und Daten austauschen müssen. Da ist ein einheitliches System nur von Vorteil. ein Flickerlteppich verursacht nur immense Mehrkosten.
Mal ein konkretes kleines Beisüiel: Ein Finanzbamter wird zu einer anderen Dienststelle versetzt. Bisher arbeitet er mit Windows. Nun läuft alles auf Linux. Dann musst du den erst mal auf dem neuen System Schulen (gemeint ist hier ncht das Betriebssystem). Und das kostet wohl keine Zeit und Geld?
 
@xenon-light: "konnte Linux den Ansprüchen nicht gerecht werden".

Linux ist ein Kernel, kein OS.
wenn dann kann man die Schuld auf inkompetente entwickler von distros schieben da es für den DESKTOPBEREICH EINFACH NOCH UNGEEEIGNET, Primitiv und Kompliziert ist.
 
@Wasserkopf3000: Ist mir bekannt, dass Linux ein Kernel ist. Dennoch wird ja in der News vom Linux-Aus geschrieben. Darauf bezog ich mich und jeder weiß auch wie es gemeint ist. Insofern ...
 
Schon traurig wie sehr man sich auf einen einzigen Anbieter (Microsoft) festlegt statt offene Alternativen zu fördern.
 
@sav: Es muss halt funktionieren. Und wenn die freie Alternative nicht 100% das tut, was sie soll oder die Mitarbeiter sie nicht wollen, dann nimmt man das, was genau das tut, was es soll. In dem Fall ist es eben eine Lösung von Microsoft.
 
@Torchwood: Kann man so machen, dann macht man sich aber entsprechend auch abhängig von Microsoft. Da werden dann sämtliche folgenden Lösungen natürlich auch fleißig so in Auftrag gegeben werden, dass sie mit Microsoft Lösungen arbeiten und möchte man weggehen, kommt wieder das alte Problem um die Ecke "funktioniert mit der Alternative leider nicht 100%", also wieder zurück zu Microsoft. Schöner Vendor lock in.
 
@sav: Da gibt's nen einfachen Weg: tritt dem Samba-Team bei und erkläre denen bzw hilf denen dabei, einen 100% kompatiblen AD DC zu implementieren.

Momentan sind die bei <50%, es gibt also noch viel zu tun.

Wenn das durch ist und Linux als DC agieren kann, auch in "echten" Umgebungen, dann ist viel geholfen.
 
@Torchwood: Ja. Windows macht ja auch immer 100 %, was es soll. Deswegen lieben auch alle Windows so sehr. :D
 
@sav: Eine gewisse Unabhängigkeit wäre zumindest in einigen Bereichen sicher nicht verkehrt aber ob die Alternative nun offen oder geschlossen ist spielt da doch eher weniger eine Rolle.
 
@PakebuschR: Okay, dem stimme ich zu. Von mir aus kann die Alternative auch geschlossen sein. Wichtiger wäre wohl gleich die Anwendungen und Infrastruktur so konzipieren, dass man mehr oder weniger unabhängig vom Anbieter ist und relativ flexibel wechseln kann.
 
@PakebuschR: Es gibt einen prinzipiellen Widerspruch zwischen proprietär und unabhängig.
 
@dpazra: Um die Abhängigkeit von einer Firma zu lösen braucht es eine zweite Firma oder mehr, dabei ist es egal ob diese nun Open Source ist/sind oder nicht.
 
@PakebuschR: Wenn die Lösung freie Software ist, kannst du prinzipiell mit der Weiterentwicklung der freien Lösung eine andere Firma beauftragen. Wenn die Lösung proprietäre Software ist, bist du dem Eigentümer (proprietor) auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, solange du diese Lösung nutzen möchtest.
 
@dpazra: Die Entwicklung wird bei MS wohl nicht eingestellt jedenfalls nicht auf absehbare Zeit und wenn mehrere Firmen das selbe anbieten entsteht Konkurrenzkampf da kann der Anbieter proprietärer Software auch nicht machen was er will bzw. kann der Eigentümer ja auch die EU selbst sein.
 
@PakebuschR: Wenn der Eigentümer die EU selbst ist, dann würde ich ohnehin freie Software erwarten, wenn die Entwicklung schon von der Allgemeinheit bezahlt wird, soll das Produkt auch der Allgemeinheit zur Verfügung stehen (ähnlich so, wie ich der Meinung bin, dass ÖR-Beiträge der Allgemeinheit dauerhaft zur Verfügung stehen sollten, also dass man sie zum Beispiel dauerhaft herunterladen können sollte).

Die Einstellung der Entwicklung ist nicht die einzige Entscheidung eines Entwicklers von proprietärer Software, die den Interessen des Nutzers entgegenlaufen könnte. Andere mögliche Entscheidungen wären:
- das Entfernen oder Verändern von Features
- Veränderungen der Funktionsweise, die Datenschutzaspekte betreffen (etwa im Zusammenhang mit Cloud-Integration)
- Veränderungen der Nutzungsbedingungen, die Datenschutzaspekte berühren
- Weigerung eine effekte Überprüfung der Software hinsichtlich der Einhaltung von Datenschutzanforderungen zuzulassen.
 
@dpazra: Die Allgemeinheit braucht die Software wohl eher nicht aber das könnte sie auch wenn sie proprietär wäre. Und ÖR Beitrage sind nicht generell erhaltenswert.

Läge alles im ermessen der EU wenn ihnen die proprietäre Software gehört.
 
@sav: Dann nenne mal eine Alternative zu Windows die auch 100% kompatibel ist.
 
@LastFrontier: Windows ist proprietäre Software. Es ist unmöglich 100% kompatibel zu sein, ohne dabei die Uhrheberrechte von Microsoft zu verletzen, abgesehen davon, dass undokumentierte/private APIs/ABIs zu proprietärer Software nur durch Reverse Engineering nachimplementiert werden können.
Es ist also zunächst nötig, von den proprietären Schnittstellen (API/ABI/Austauschformate) wegzumigrieren, bevor eine 100% kompatible Lösung geschaffen werden kann.

Allerdings ist 100%-Windows-Kompatiblität als Ausschlusskriterium etwas, was die Lösung von vornherein festlegt. Dieses Kriterium steht nicht für sich alleine, es ist gegen Kriterien wie lokale Wirtschaftsförderung, Unabhängigkeit, Datenschutz, Auditierbarkeit der Software, Vorhandensein von Schlüsselkompetenzen im eigenen Land, etc. zu gewichten. Und das berührt politische Fragen, bei denen auch Wertungen, und nicht nur die praktischen Interessen von IT und Mitarbeitern hereinspielen.
 
@dpazra: porprietäre Software hat unter anderem den Vorteil dass eben nicht Hinz und Kunz irgendetwas zusammenpfuscht.
Windows wurde auf grund seiner Verbreitung mehr oder weniger zum Industriestandard.
Meinetwegen kann doch jeder machen was er will - dann muss er aber auch die Konsequenzen tragen. Und Linux ist nun mal in über 90% nicht geeignet.
Und das liegt nicht daran, dass die Leute blöde sind. Es geht hier auch um finanzielle Folgen und vor allem was ist für mich und/oder meine Mitarbeiter/Firma auch vertretbar. Ein Unternehmer fragt als erstes was kostet das und was bringt es. Und alles andere sind Wunschträume und wilde Phantasien.
 
@LastFrontier: Ich kann dir aus persönlicher Erfahrung berichten, dass in der proprietären Softwareentwicklung 1. natürlich auch gepfuscht wird und 2. reichlich freie Software ohne Copyleft eingesetzt (also unter den s.g. permissive licenses). Wenn es dir darum geht, dass es einen Ansprechpartner mit einer bestimmten Rechtsform gibt, weißt du ja, dass es auch freie Software von großen Konzernen gibt (Red Hat, Intel, IBM etc.), genauso wie viele proprietäre Software von Dreimann-Betrieben entwickelt wird (da kann ich den 34C3-Vortrag über PC-Wahl empfehlen). Gerade der Linux-Kernel ist das absolute Gegenbeispiel, fast alle relevanten Contributors kommen von Riesen der IT-Branche und der Patch-Review-Prozess ist deutlich strenger, als ich es persönlich von jeder anderen Softwareentwicklung kenne (proprietär oder frei).

Ein weiterer Punkt: Der Staat ist kein Unternehmer. Wie ein Unternehmer verantwortet er fremdes Geld und hat deshalb sparsam zu sein. Aber es gibt noch andere Aspekte neben diesem marktwirtschaftlichen. Anders als ein Unternehmer, können sich seine Vertragspartner (die Bürger, deren Daten verarbeitet werden) nicht aussuchen, ob sie mit ihm zusammenarbeiten, deshalb sind an den Staat höhere Datenschutzansprüche zu stellen. Anders als ein Unternehmer hat der Staat die Wirkung seines Handelns auf die lokale Wirtschaft zu beachten, selbst wenn er davon nicht direkt, monetär profitiert. Und anders als ein Unternehmer, muss der Staat mit einem größeren Zeithorizont denken (ob er diesem Anspruch bisher genügt ist eine andere Frage) und muss sich überlegen, welche Auswirkungen seine Entscheidungen für das ganze Land haben (welche Kompetenzen sind im Land vorhanden, bei welchen macht sich das Land vom Ausland abhängig), auch bei solchen, die seinen eigenen Apparat nicht direkt betreffen. Der Unternehmer ist über ein grundlegendes Maß hinaus nicht dem Allgemeinwohl verpflichtet, der Staat ist in erster Linie dem Allgemeinwohl verpflichtet.
 
Und wieder macht sich der Staat ein Stück weit abhängiger von einem Monopolisten aus einem Staat mit fragwürdigen Geheimdiensten und einem noch viel fragwürdigeren Präsidenten. Selbst wenn Microsoft einen Tick günstiger sein sollte: Eine gewisse Unabhängigkeit sollte dem Staat auch etwas wert sein.
 
@TiKu: Vielleicht solltest du deine schlauen "Expertentipps" dem Staat bereitstellen. Dort arbeiten ja anscheinend nur Idioten. Glaubst du nicht, dass die sehr wohl abwägen? Anscheinend bietet Microsoft mehr Vorteile, gegenüber dem ach so "freien" Linux.
Frage, für welches Betriebssystem entwickelst du denn beruflich hauptsächlich? Ich hoffe nicht für den bösen Monopolisten....
 
@AndyPipkin: Oh, da gabs mal eine Doku auf ARD "Das Microsoft-Dilemma" sehr empfehlenswert. Da sieht man auch sehr schön wie diese Abwägungen passieren. "Wir müssen ausschreiben, vielleicht kriegen wir ja Alternativen die wir gar nicht wollen, mist... was machen wir? Ah! Wir schreiben einfach nur nach Händlern aus die uns Microsoft Lizenzen möglichst günstig verkaufen können, dann haben wir unsere Pflicht nach einer Ausschreibung erfüllt".
 
@sav: Ist schon was dran aber leider eine ziemlich einseitige Sichtweise in der Dokumentation mit falschen bzw. unvollständigen Darstellungen...
 
@sav: Ich hab die Doku ebenfalls gesehen, aber so einfach ist das nun mal nicht. Welche großen Unternehmen (so in der Größenordnung von München oder Niedersachsens Finanzämter ~13.000 Arbeitsplätze) haben denn Linux professionell im Einsatz? Gibt es hierfür konkrete Beispiele und Fallstudien?
Das einzige was ich ständig lese ist "mimimimi, Monopolisten, mimimi Linux wäre doch viel besser mimimi", aber wo sind die Belege in der Praxis, dass das funktioniert?
Und ich meine damit keine Misch-Masch-Lösung bei der die Außendienstler noch mit Windows arbeiten, sondern wirklich der feuchte Traum eines jeden Linux-Nerds. 100% Open Source.... wo gibt es das bereits im Einsatz in der Größenordnung??
Bei Microsoft hat der Staat einen Ansprechpartner dem man die Schuld zuschieben kann, wenn etwas nicht funktioniert, wem will man die Schuld geben wenn bei der Frickel-Linux-Lösung etwas nicht funktioniert? Dem Admin? Ich kann es daher absolut nachvollziehen, warum staatliche Institutionen wieder wechseln.
 
@AndyPipkin: https://de.wikipedia.org/wiki/Open-Source-Software_in_%C3%B6ffentlichen_Einrichtungen beim ersten überfliegen scheint es da einige Länder/Bereiche zu geben die Linux großflächig einsetzen.

Ansonsten werden Linux, MacOSX und Co. Lösungen natürlich nicht selbst vom Admin Zusammengefrickelt sondern von externen Dienstleistern, die eben im Problemfall auch der Ansprechpartner für Wartung und Haftung sind. Oder eben wie es bei RedHat? der Fall war, eben auch direkt Professionellen Support leisten.
Es muss - wie ich mich weiter oben korrigiert hab - ja auch keine reine Open Source Lösung sein. Man könnte ja auch MacOS Verwenden. Und wenn dann eh beides im Einsatz ist, müssten die Anwendungen entsprechend gestaltet werden und dann wäre der Schritt nicht mehr so weit zusätzlich noch Linux oder sonst was zu verwenden. Und dann hätte man auch mal tatsächlich Optionen und auch eine bessere Verhandlungsbasis gegenüber Microsoft, aber natürlich auch den anderen Anbietern.
 
@AndyPipkin: "wem will man die Schuld geben wenn bei der Frickel-Linux-Lösung etwas nicht funktioniert?"
Dem Anbieter der Distribution, also z.B. SUSE, Red Hat, Canonical...
 
@TiKu: Komisch, auf diese Frage hast du eine Antwort, ob du für diesen miesen Monopolisten Software entwickelst, kannst du aber nicht beantworten :-)
 
@AndyPipkin: Ich gehe nicht auf jedes Getrolle ein, schon gar nicht, wenn es absolut nichts mit dem Thema zu tun hat.
 
@TiKu: "Ich gehe nicht auf jedes Getrolle ein" Das bestätigst du ja täglich mit sachlichen Kommentare zum Thema Apple ;-)
 
@AndyPipkin: Nix für ungut, aber Trollposts verfassen und auf andere Trollposts eingehen sind 2 Paar Schuhe.
 
@crmsnrzl: Danke für die Klarstellung :P
 
@AndyPipkin: wie wär's mit Google fürs erste als Beispiel einer grossen Firma die hauptsächlich Linux nutzt.
 
@Vectrex71: Vielleicht erstmal lesen, es geht nicht darum wer "hauptsächlich" Linux nutzt, sondern es geschafft hat 100% Linux und Open Source zu nutzen. Denn wenn es nur um "hauptsächlich" ginge, kann man sogar München wieder als Beispiel hernehmen. Aber es bringt ja nix, wenn dann im Hintergrund noch zig Windows Server laufen und der Außendienst nutzt auch Windows.
 
@TiKu: Komisch, bei diesem Thema sind wir voll einer Meinung - aber nur da... :-P
 
@TiKu: ach das beschränkt sich nicht nur auf den Staat. Auch in Firmen ist das nicht anders. Da wird für Tausende oder Millionen Euro/Dollar in Windowssysteme investiert und versucht dann halbgare Lösungen zu entwickeln für die Windows weder geeignet noch optimiert ist.
Klar gibt es auch Bereiche bzw. Unternehmen wo Windows vollkommen auareicht bzw. total ok ist aber nicht um jeden Preis.
 
@MarcelP: "Klar gibt es auch Bereiche bzw. Unternehmen wo Windows vollkommen auareicht bzw. total ok ist..." - das gilt eher für Linux aber man hat es wohl lieber einheitlich.
 
@MarcelP: Für was ist denn Linux optimiert bzw. geeignet, wo es Windows nicht sein soll?
 
@xenon-light: Ausfallsichere Server, High Performance Computing, Mikrocontroller und andere Spezialhardware. Um mal ein paar Beispiele zu nennen...
 
@TiKu: Nenn doch mal das Beispiel "Desktop", damit wir alle herzhaft lachen können ;-)
 
@AndyPipkin: Ah, Desktop könnte sogar auch gehen... um keine neue Hardware anschaffen zu müssen und das System trotzdem aktuell zu haben. Auf so einer Windows XP Kiste läuft wohl kein Windows 10 mehr brauchbar. Irgend ein Linux (Lubuntu) wird auf den Single Core Dingern aber noch halbwegs brauchbare Ergebnisse liefern - kommt natürlich auf die Anwendungen noch an die drauf laufen. Hab ich jetzt jedenfalls gestern auf einen Single Core 1,3 Ghz 2 GB Laptop gespielt um den vielleicht für 20 Euro bei Kleinanzeigen loswerden zu können^^ Das System selbst, der Browser und auch Winfuture laden damit schon mal und auch Youtube kann man gucken. Für den Pförtner dürfte so ein System also schon mal noch für ein paar Jährchen reichen :)
 
@sav: Und genau da wären wir wieder beim Punkt. Uraltrechner mit Linux bestücken, damit man die stromfressenden Teile bis zum Hardwaretod "fährt". Genau deswegen ist das Beispiel Desktop zum lachen so geeignet. Desktop bei Linux funktioniert mit keiner Hardware richtig, es ist einfach nur Mist!
 
@AndyPipkin: Das Ding hat ein 1,3 Ghz Intel Core2Solo U3500 ums genau zu sagen. Was das mit "stromfressend" zutun haben soll, muss du mir mal bitte erklären - unabhängig von der Frage ob selbst die Stromhungrigste Desktop-CPU aus der Zeit nicht doch noch wirtschaftlicher und ökologischer wäre als einen komplett neuen Rechner anzuschaffen.
Vielleicht sollte ich erwähnen: ich hab persönlich - außer eben das Ding - keinen einzigen Linux Rechner im Einsatz, bin also kein Linux Fanbox oder sonst was. Aber dein Argument versteh ich an dieser Stelle nicht.
 
@TiKu: Linux wird im Serverbereich hauptsächlich deswegen bevorzugt, weil es halt kostenlos ist. Das was du als Beispiele nennst, schaffen Windows Server genauso gut. Man muss halt die Lizenzen kaufen.
 
@sav: Das war nicht auf deinen Beispielrechner bezogen, sondern auf die gängige Hardware in Behörden. Wenn du schon mal in einer Behörde oder einem Krankenhaus gearbeitet hast, dann weißt du, dass dort teilweise Rechner stehen, die da nicht mehr stehen sollten. Gerade bei Pförtner....Natürlich gibt es auch sparsame Rechner. Aber hey, ein Windows bekommst du für den Pförtner auch auf einem RPi3 hin oder auf nem NUC.
 
@xenon-light: Jaja, schon klar. Nehmen wir als Beispiel mal High Performance Computing. Da ist extrem viel Geld im Spiel, und Microsoft würde sicherlich aus Prestigegründen die Windows-Lizenzen verschenken. Aber seltsamerweise will die offenbar keiner.
Auch bei den klassischen Servern zieht der Lizenzkostenfaktor kaum, weil oft für andere Systeme ohnehin Volumenlizenzen eingekauft werden, sodass Windows-Server keine Mehrkosten bei den Lizenzen verursachen würden.
 
@xenon-light: Linuxserver machen schon Sinn, aber halt auch nur dort. Auf den Desktop gehört einfach Microsoft mit einer anständigen Officelösung und hier kann Linux einfach keinen Ersatz bieten. Wenn ich bedenke was man im Actionpack alles bekommt. Serverlizenzen, Clientlizenzen und dann noch 5 Office365 Enterprise E3 Lizenzen..... da brauch ich über Linux gar nicht nachdenken.
 
@TiKu: Wobei HPC jetzt auch nicht das ist, worauf Microsoft abzielt. Aber ich gebe dir schon Recht. Bestimmte Dienste wie Webserver oder Datenbanken sind meiner Meinung auch besser auf Linuxsystemen aufgehoben.
 
@xenon-light: Nein, es wird im Serverbereich bevorzugt, weil es da weniger Ressourcen braucht als Windows, weil es ein Fall von set-and-forget ist und ganz wichtig, weil niemand ohne Ahnung (=> Anwender) damit in Berührung kommt.

Contra ist aber auch dort das Problem, daß man Linuxboxen nicht vollständig in eine AD-Domain integriert bekommt. Samba hilft, aber noch nicht ausreichend zuverlässig. Mit dem Ergebnis, daß man dann wirklich getrennt verwalten muß: einmal die Windowsboxen zentral via DC und einmal die Linuxboxen via "irgendeiner Lösung, die grad irgendwie greifbar war und/oder bereitgestellt wurde".
 
@TiKu: Dazu müsste es halt Betriebssysteme geben, die wirklich eine Alternative bieten.

Linux ist für alles mögliche besser als Windows, aber für den Desktop und bei Ottonormalverbrauchern halt immer noch nicht. Jedes Mal, wenn ich denke, jetzt ist es soweit, ich brauch kein Windows mehr, kehre ich doch wieder zum Windows-Desktop zurück.
 
Suse... kann ich verstehen, dass man da wechselt.
 
Der Artikel ist in einigen Punkten unrichtig.
Es wurde nicht von Windows zu Linux migriert. Das vorherige System lief unter Solaris.
Ein Hauptgrund für den umstieg zu Windows dürfte sein, dass die mittlerweile bundeseinheitliche Software für die Bearbeitung in allen anderen Ländern unter Windows läuft und für Niedersachsen angepasst werden muss. Dass dabei manchmal Sand im Getriebe ist, liegt nahe.
Bei den 13.000 Arbeitsplätzen handelt es sich wohl um alle Innendienst Arbeitsplätze in den Finanzämtern.
 
@Lockenkopf: Solaris muß eh raus. Traurig, aber EOL.

Aber, die Anwender hatten Solarisclients? Echt? Kann ich mir nicht vorstellen, um ehrlich zu sein.
 
@RalphS: ja Solaris mit CDE, dazu star office als Büro Lösung
Die damalige landeseigene Software zur Bearbeitung der steuerfälle lief als Java Anwendung, daher auf Solaris Linux und Windows für den Außendienst. Dieser benötigt Windows ebenfalls für spezielle Anwendungen die es unter Linux nicht gibt. Schade aber nicht zu ändern.
 
@Lockenkopf: Sind ja auch immer noch jede Menge JAVA-Anwendungen da, das ist also eigentlich kein Argument pro Windows.

Das läßt die Situation allerdings nur noch fragwürdiger erscheinen. Ich mein gut, wir sind auch grad dabei, die letzten Solarisserver rauszumigrieren.... aber, wenn es doch schon eine Infrastruktur gibt mit entsprechenden Clients und Servern, dann zieh ich doch nicht komplett um. Eben DAS ist doch eines der Kernprobleme, wenn es um einen Wechsel Windows>Linux geht.

Nennen wir das dann jetzt "vereinheitlichen" und tauschen > 10'000 (stationäre) Instanzen aus, damit < 1'000 (mobile) Instanzen eine einheitliche Umgebung haben?

DAS wäre ja nun wirklich dämlich.
 
Die SuSE ist seit Monatsanfang mal wieder verkauft worden.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/deutsches-linux-unternehmen-suse-fuer-2-5-milliarden-dollar-verkauft-15670070.html

Was soll man dann von solch einer Wackelfirma noch erwarten: Wozu denen noch Geld in Supportpflege geben, wenn man nicht weiß ob die in vier Jahren noch am Start sind?

Theoretisch könnte man auf ein langlebigeres Linux wechseln.
Vermutlich waren aber die Präsentkörbe,Kennenlernbeutelchen mit Kugelschreibern, Haftetiketten und Zusagen seitens Microsoft größer.
Mal wieder.
 
@Nibelungen: "Theoretisch könnte man auf ein langlebigeres Linux wechseln.
Vermutlich waren aber die Präsentkörbe,Kennenlernbeutelchen mit Kugelschreibern, Haftetiketten und Zusagen seitens Microsoft größer.
Mal wieder."

Die Überzeugenden Argumente lagen wohl eher in Geldkörben ... das es so oder so ähnlich sein muss, ist ja ganz am Anfang des Artikels nachzulesen: "dürfte mehr eine politische Entscheidung sein, als eine absolut notwendige Maßnahme," !

Davon ab, "könnte" man ... nachdem es nun inzwischen endlich auch in D so ein "Cyberabwehrzentrum" gibt ... Europa auch endlich mal damit Anfangen selber was zu entwickeln, selber Geld zu investieren ... und wenn sich dafür nun schon seit Jahrzehnten keine privatwirtschaftliche Initiative / Firma findet, könnte man daraus mal schließen, das "der Staat" das vlt. selber in die Hand nehmen müsste ... aber bei den Hohlkörpern in der hohen Politik braucht man sich nicht wundern, wo die doch auch sonst am besten ALLES "privatisieren" wollen, sofern aus der Bevölkerung kein Widerstand kommt, wie man es zuletzt bspw. bei der Wasserversorgung sah. Nun allerdings könnte man als Wähler auch auf die Idee kommen, beim nächsten Mal Demokratie und damit sich selbst zu wählen, statt der etablierten Gewohnheitspolitiker, von denen noch nie Gutes (für die Bevölkerung an sich) zu erwarten war!
 
Ich habe mich selbst mehrmals an Linux versucht. Von daher habe ich schon ein gewisses Verständnis dafür das man mit Linux nicht dauerhaft arbeiten will. Nur immer wieder Umstiege hinzulegen kostet massig Steuergelder. Man sollte sich mal für ein System entscheiden und bei dem bleiben. Mit Sicherheit wird bei so einem Umstieg immer Beraterfirmen Geld in den Rachen geworfen. Ist es nicht möglich sich mal so beraten zu lassen, dass man danach dauerhaft auf einem System bleiben kann?
 
@mt03c06: Möglicherweise hängt das auch mit der jeweils gewählten Landesregierung zusammen. Außerdem darf man vielleicht nicht vergessen dass die Schulungskosten auf Dauer einfach zu hoch sind während bei MS kaum welche Anfallen weil sich jeder damit auskennt.
 
@mike1212: mag sein, die einmaligen schulungskosten sind aber immer noch günstiger als die dauerhaften lizenzkosten
 
@Lucy Fagott: Basierend auf welcher Datenlage?
 
@mike1212: Selbstverständlich hängt das sowohl mit der gewählten Landesregierung wie sicherlich auch mit Lobbyarbeit zusammen. Trotzdem sollte man annehmen, dass die Volksvertreter auch die Kosten im Auge haben.
 
Ginge schon.

In dem Fall hat man aber gesehen das schon allein die Supportverträge nicht gepflegt wurden.
Zudem ist OpenSuSe am Monatsanfang wieder mal verkauft worden.
Wer garantiert einem dann dass es diese Software in 3-7 Jahren noch gibt?
 
übrigens gibt es inzwischen mehr geräte auf denen linux läuft als windows
 
@Lucy Fagott: Meinst du Android?
 
Wie so immer geht es nicht um das linux und nicht um Windows, sondern um die da zwischen.
 
Zur Überschrift: interessant, dass der Duden beide Schreibweisen kennt. "Tschüs" und "Tschüss".
Ich bin mir sicher, dass ich dieses "Tschüs", wie hier in der Überschrift, zum ersten Mal in meinem 55-jährigen Leben gesehen habe. Ich kenne es ausschließlich als "Tschüss".
 
@Bengurion: Willkommen in der neuen "Rechtschreibung". Ich krieg jedesmal die Krise, wenn ich irgendwo was von "Rote Beete" lese.

Erdbeerbeete sind "rote Beete".
 
in proffesioneller umgebung (ämter etc) ist linux nicht optimal----da IST win besser....
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