Microsoft verklagt russische US-Wahl-Hacker ... wegen Copyrights
Während der Konflikt über eine mögliche Beeinflussung der US-Wahlen durch russische Hacker weitergeht, nutzt Microsoft einen rechtlichen Trick um den Hackern das Wasser abzugraben und gleichzeitig mehr über diese zu erfahren: Die Redmonder verklagen die Hacker wegen Copyright-Verstößen, um anschließend deren Domains zu übernehmen.
Der Vorwurf von der russischen Regierung beauftragte Hacker hätten Hillary Clintons Email-Server geknackt, um mit einem Leak die US-Wahlen zu beeinflussen, steht schon länger im Raum. Wladimir Putin höchstpersönlich solle die angeblichen Hacker-Angriffe angeordnet und auch gesteuert haben. Dies konnte bislang aber nie zweifelsfrei bewiesen werden.
Da viele der von den Hackern genutzten Domains Adressen wie livemicrosoft.net oder rsshotmail.com nutzen, um angebliche Microsoft-Server vorzugaukeln, kann Microsoft leicht Markenverstöße vor Gericht geltend machen. Während bei ähnlichen Fällen die Domains normalerweise deaktiviert werden, kann Microsoft aber sein Recht durchsetzen, diese selbst nutzen zu dürfen. Dem Unternehmen geht es also nicht um Schadensersatzklagen oder dem alleinigen Schutz von Anwendern bzw. seiner Markenrechte. Vielmehr nutzt Microsoft den Trick, um selbst mehr über die Hacker herauszufinden.
Cozy Bear und Fancy Bear
Im Zentrum der Vorwürfe befinden sich zwei Hacker-Gruppen mit den Codenamen Cozy Bear und Fancy Bear. Diese sollen neben den Politiker-Hacks auch für Angriffe auf die Welt-Anti-Doping-Sgentur WADA verantwortlich sein. Wer genau hinter diesen steht, konnte bislang nicht herausgefunden werden. Wie jetzt aber bekannt wurde, nutzt Microsoft einen rechtlichen Trick, um mehr über die Cyberkriminellen zu erfahren. Sie verklagen die anonymen Hacker wegen Copyright-Verstößen, um anschließend deren Domains zu übernehmen.Da viele der von den Hackern genutzten Domains Adressen wie livemicrosoft.net oder rsshotmail.com nutzen, um angebliche Microsoft-Server vorzugaukeln, kann Microsoft leicht Markenverstöße vor Gericht geltend machen. Während bei ähnlichen Fällen die Domains normalerweise deaktiviert werden, kann Microsoft aber sein Recht durchsetzen, diese selbst nutzen zu dürfen. Dem Unternehmen geht es also nicht um Schadensersatzklagen oder dem alleinigen Schutz von Anwendern bzw. seiner Markenrechte. Vielmehr nutzt Microsoft den Trick, um selbst mehr über die Hacker herauszufinden.
Gegenspionage durch Domain-Umleitung
Hat Microsoft einen positiven Richterbeschluss in der Tasche, kann das Unternehmen bei ICANN-Ablegern eine entsprechende Umleitung der URL-Zugriffe auf eigene Webserver erwirken. Durch die Umleitung erfährt Microsoft Details über die von den Hackern genutzte Serverinfrastruktur und die genutzten IP-Adressen. Da Microsoft dies in großem Stil macht, kommt dabei offenbar Einiges heraus. Mehr als 70 dem Hacker-Kollektiv Fancy Bear zugeordnete Domains sollen auf diesem Weg bereits übernommen worden sein.
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