Posse um gestohlenes MacBook im Kölner Apple Store
Ein Unbekannter hat im Kölner Apple Store einen Service-Termin für ein gestohlenes MacBook Air vereinbart. Den eigentlichen Eigentümer des Rechners freut das, denn endlich glaubt er eine Chance zu haben, seinen Laptop wieder zu bekommen. Doch Datenschutzregeln verhageln den Erfolg.
Alles fing mit einer Bahnreise Ende April an. Sebastian Schroer aus Hamburg war in NRW unterwegs, als er seine Tasche mit einem erst Anfang des Jahres gekauften MacBook Air aus Versehen in der S-Bahn stehen ließ. Im Fundbüro tauchte der Rechner nie auf. Stattdessen konnte Schroer nach einiger Zeit seinen Computer durch Apples Ortungsdienst, der eben als Diebstahlschutz dienen soll, ausfindig machen. Eigentlich sollte die Ortungsfunktion der Polizei helfen, einen gestohlenen Rechner wiederzufinden. Doch in der Praxis ist das Verfahren ungenau, so auch im Fall von Schroer. Dort, wo Apple das MacBook Air vermutete, fand die Polizei bei ihren Ermittlungen nur eine Familie, die augenscheinlich von der Suchaktion der Beamten überrascht wurde und nichts mit dem MacBook zu tun hatten.
Was könnte da nun noch schiefgehen, außer, dass der Unbekannte sich vielleicht doch noch eines Besseren besinnt und nicht zum Termin auftaucht? Ein Apple-Mitarbeiter, in diesem Falle wohl der leitende Manager vor Ort, verwehrte der Polizei die Mithilfe. Aus Datenschutzgründen seien Apple die Hände gebunden, nur ein richterlicher Beschluss hätte vor Ort im Apple Store gereicht, um nun den Dieb zu stellen. Soweit waren die Beamten aber noch nicht, was nun sicherlich nachgeholt wird, um von Apple die Daten der betreffenden Person einzuholen.
Wie wahrscheinlich es ist, dass der Dieb aber seine echten Personalien angegeben hat, kann sich jeder selbst ausmalen. Am 7. Juli hätte die Polizei Dieb und Diebesgut einfach ermitteln können, nun ist auch diese Chance vertan. Ob der Laptop von Apple bei dem fraglichen Termin entsperrt wurde, ist nicht bekannt.
Ortung über die IP-Adresse
Da die Laptops ihre Position nicht mit GPS, sondern nur über Netzwerke melden können, war die Ortung über die IP-Adresse einfach nicht präzise genug, um dem Dieb auf die Spur zu kommen.Unverhoffte zweite Chance
Dann folgte in der vergangenen Woche eine unverhoffte zweite Chance, den Rechner wiederzubekommen, wie Spiegel Online berichtet. Der Dieb - oder eine mutmaßliche dritte Person, die den Rechner mittlerweile in Besitz genommen hat - vereinbarte einen Termin in einem Apple Store in Köln, um den gesperrten Rechner entsperren zu lassen. Für den 7. Juli trägt der Unbekannte sich mit der Geräte-ID ein. Schroer bekommt daraufhin von Apple eine automatisierte E-Mail, die ihn über den bevorstehenden Termin informiert.Polizei reagiert, Apple auch - aber nicht wie erhofft
Schroer nimmt natürlich gleich wieder Kontakt mit der Polizei auf, die an dem fraglichen Termin auch gleich vier Beamte zum Store entsendet, um den MacBook-Dieb dingfest zu machen.Was könnte da nun noch schiefgehen, außer, dass der Unbekannte sich vielleicht doch noch eines Besseren besinnt und nicht zum Termin auftaucht? Ein Apple-Mitarbeiter, in diesem Falle wohl der leitende Manager vor Ort, verwehrte der Polizei die Mithilfe. Aus Datenschutzgründen seien Apple die Hände gebunden, nur ein richterlicher Beschluss hätte vor Ort im Apple Store gereicht, um nun den Dieb zu stellen. Soweit waren die Beamten aber noch nicht, was nun sicherlich nachgeholt wird, um von Apple die Daten der betreffenden Person einzuholen.
Wie wahrscheinlich es ist, dass der Dieb aber seine echten Personalien angegeben hat, kann sich jeder selbst ausmalen. Am 7. Juli hätte die Polizei Dieb und Diebesgut einfach ermitteln können, nun ist auch diese Chance vertan. Ob der Laptop von Apple bei dem fraglichen Termin entsperrt wurde, ist nicht bekannt.
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