Symbolisches Ende einer Musikrevolution:
Fraunhofer begräbt MP3
Kein Audioformat hat der Musikindustrie so wehgetan wie MPEG Audio Layer III, besser bekannt als MP3. Das nicht verlustfreie Kompressionsverfahren hat seinerzeit die Dateiengrößen stark verringert und war damit mitverantwortlich für den Siegeszug von Urheberrechtsverstößen über Tauschbörsen. Nun wurde es offiziell (wenngleich nur symbolisch) begraben.
Denn das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (Fraunhofer IIS) hat auf seiner Seite bekannt gegeben, dass Ende April 2017 das Lizenzprogramm von Technicolor und dem Fraunhofer IIS geendet hat. Grund dafür war das Auslaufen einiger Patente im Zusammenhang mit MP3. Die bekannte deutsche Forschungseinrichtung hat die Entwicklung der Audio-Technologie vor rund 35 Jahren begonnen, maßgeblich verantwortlich war dafür der Elektrotechniker und Mathematiker Karlheinz Brandenburg.
Fraunhofer IIS dankt auf der Seite zu MP3 "allen Lizenznehmern für die gute Zusammenarbeit in den vergangen zwei Jahrzehnten", diese hätten dazu beigetragen, MP3 zum weltweiten De-facto-Standard für Audiocodierung zu machen.
Wie anfangs erwähnt ist der "offizielle Tod" von MP3 in erster Linie ein symbolischer, denn natürlich hindert das alles niemanden, auch weiterhin MP3 zu verwenden. Audiophile hingegen wünschen sich vermutlich, dass das Format endgültig und ganz aus der Musikwelt verschwindet, da MP3s (abhängig von der Bitrate) bei Musikliebhabern aufgrund mehr oder weniger spürbarer Qualitätsverluste verpönt sind.
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Fraunhofer IIS dankt auf der Seite zu MP3 "allen Lizenznehmern für die gute Zusammenarbeit in den vergangen zwei Jahrzehnten", diese hätten dazu beigetragen, MP3 zum weltweiten De-facto-Standard für Audiocodierung zu machen.
Immer noch beliebt
Das Institut weiter: "Auch wenn es heute effizientere Audiocodecs gibt, ist MP3 nach wie vor sehr beliebt bei Endanwendern." Zeitgemäß sei es aber nicht mehr: "Heutige Medien wie Streaming, Fernsehen oder Radio nutzen jedoch modernere ISO MPEG-Verfahren der AAC-Familie oder in Zukunft auch MPEG-H Audio", da diese erweiterte Einstellungsmöglichkeiten und eine vergleichsweise bessere Audioqualität bei viel geringeren Bitraten böten, so Fraunhofer IIS.Wie anfangs erwähnt ist der "offizielle Tod" von MP3 in erster Linie ein symbolischer, denn natürlich hindert das alles niemanden, auch weiterhin MP3 zu verwenden. Audiophile hingegen wünschen sich vermutlich, dass das Format endgültig und ganz aus der Musikwelt verschwindet, da MP3s (abhängig von der Bitrate) bei Musikliebhabern aufgrund mehr oder weniger spürbarer Qualitätsverluste verpönt sind.
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