Copyright: Ex-MP3tunes-Chef muss 41 Mio. $ zahlen
Michael Robertson, der ehemalige Chief Executive Officer des mittlerweile eingestellten Musikdienstes MP3tunes, wurde aufgrund von Urheberrechtsverstößen zu Zahlung von geschätzten 41 Millionen Dollar verurteilt.
MP3tunes wurde 2005 gegründet, ursprünglich verkaufte der Dienst Songs unabhängiger Musiker. Das Angebot zeichnete sich vor allem durch einen Verzicht auf Digital Rights Management (DRM) aus. Bekannt wurde MP3tunes durch seinen "Online-Locker", der es Nutzern erlaubte, eigene MP3s in der Cloud zu archivieren.
Dieser frühe Cloud-Dienst wurde von Nutzern aber recht bald für den Austausch von geschützter Musik missbraucht. Dagegen hatte die mittlerweile aufgelöste bzw. verkaufte EMI Group geklagt. In dem wie erwähnt höchst komplexen Fall ging es auch um eigene Uploads von Robertson.
Der Rechtsstreit, der bereits seit Jahren läuft und im Mai 2012 zur Pleite von MP3tunes geführt hat, wird vermutlich auch von den Großen des Geschäfts genauestens beobachtet, da der Fall auch Signalwirkung für das legale Cloud-Musikgeschäft haben dürfte.
Komplexer Fall
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters wurde das Urteil gegen Robertson bereits verkündet, zur Höhe der Schadersatz- bzw. Strafzahlung gibt es aber bislang nur Schätzungen. Das liegt am Umstand, dass das Verfahren wie Urteil eine "langwierige und komplexe" Angelegenheit waren. Die genaue Höhe soll nächste Woche bestimmt bzw. verkündet werden, der aktuell genannte Betrag von 41 Millionen Dollar basiert auf Berechnungen der Anwälte von Kläger EMI.MP3tunes wurde 2005 gegründet, ursprünglich verkaufte der Dienst Songs unabhängiger Musiker. Das Angebot zeichnete sich vor allem durch einen Verzicht auf Digital Rights Management (DRM) aus. Bekannt wurde MP3tunes durch seinen "Online-Locker", der es Nutzern erlaubte, eigene MP3s in der Cloud zu archivieren.
Dieser frühe Cloud-Dienst wurde von Nutzern aber recht bald für den Austausch von geschützter Musik missbraucht. Dagegen hatte die mittlerweile aufgelöste bzw. verkaufte EMI Group geklagt. In dem wie erwähnt höchst komplexen Fall ging es auch um eigene Uploads von Robertson.
Signalwirkung für Cloud-Anbieter
EMI hat 2007 gegen Robertson und MP3tunes geklagt, dabei ging es nicht nur um die Musikstücke selbst, sondern auch die widerrechtliche Verwendung von Cover-Artworks. Robertsons Anwälte versuchten zu argumentieren, dass MP3tunes gegen Missbrauch auch aktiv vorgegangen sei. Hinzu kommt, dass EMI selbst einige der Songs kostenlos online zur Verfügung gestellt hat.Der Rechtsstreit, der bereits seit Jahren läuft und im Mai 2012 zur Pleite von MP3tunes geführt hat, wird vermutlich auch von den Großen des Geschäfts genauestens beobachtet, da der Fall auch Signalwirkung für das legale Cloud-Musikgeschäft haben dürfte.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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