Xiaomi-Gründer: Wir wollen viel lieber Supermarkt als Apple sein
Der chinesische Konzern Xiaomi fühlt sich gründlich missverstanden. Angesichts der Veröffentlichung immer besserer Smartphones und dem Aufstieg in der Rangliste der Gerätehersteller wurden natürlich immer wieder Stimmen laut, die Apple zum Bezugspunkt machten. Der Konzern sieht sich aber ganz woanders.
Lei Jun, der als Mitbegründer von Xiaomi zum Milliardär aufstieg, will für sein Unternehmen viel eher den US-Großhandelskonzern Costco Wholesale als Vorbild etablieren. Das geht aus einem Bericht der US-Nachrichtenagentur Bloomberg hervor. Costco stattet den Einzelhandel mit allen möglichen Produkten von hochwertigen Weinen und Diamantringen bis hin zu Großpackungen von Frühstücksflocken aus.
Und auf ähnliche Weise will auch Xiaomi sein Umsatzwachstum vorantreiben. Insbesondere will man sich keinesfalls von dem heiß umkämpften Smartphone-Markt abhängig machen. Denn hier kann es dann doch recht schnell mal wieder abwärts gehen. Das Management des chinesischen Konzerns setzt stattdessen auf eine ziemlich breite Produktpalette von Stiften und Luftbefeuchtern bis hin zu Fernsehern und Smartphones.
Aus diesem Grund hat der Konzern nach dem heimischen Markt nun vor allem Indien ins Visier genommen. Immerhin ist dies das zweite Land mit einer Milliarden-Bevölkerung. In China selbst experimentiert man hingegen aktuell mit einem neuen Shop-Konzept, dem MiHome-Markt. Dieser erinnert dann aber doch wieder eher an Apple als an Costco: Verkauft wird hier zwar die gesamte Palette des Xiaomi-Produktportfolios - aber das in einer starken Konzentration. So gibt es eine einzige Sorte Stifte für einen Dollar das Stück und auch maximal drei verschiedene Smartphone-Modelle, so dass in jeder Preisklasse klar ist, welches Produkt der Kunde zu nehmen hat.
Und auf ähnliche Weise will auch Xiaomi sein Umsatzwachstum vorantreiben. Insbesondere will man sich keinesfalls von dem heiß umkämpften Smartphone-Markt abhängig machen. Denn hier kann es dann doch recht schnell mal wieder abwärts gehen. Das Management des chinesischen Konzerns setzt stattdessen auf eine ziemlich breite Produktpalette von Stiften und Luftbefeuchtern bis hin zu Fernsehern und Smartphones.
Letztlich doch ein bisschen Apple
"Wir sind nicht wie Apple", stellte Lei in einem Interview mit Bloomberg klar. "Wir haben im Grunde das gleiche Wertesystem wie Costco. Wir wollen die Nutzer mit guten Produkten zu niedrigen Preisen beliefern." Apple zieht seine Erfolge aus einer klaren Konzentration auf den höheren Preisbereich. Xiaomi will hingegen vor allem über die Masse erreichen, dass unter dem Strich die Zahlen stimmen.Aus diesem Grund hat der Konzern nach dem heimischen Markt nun vor allem Indien ins Visier genommen. Immerhin ist dies das zweite Land mit einer Milliarden-Bevölkerung. In China selbst experimentiert man hingegen aktuell mit einem neuen Shop-Konzept, dem MiHome-Markt. Dieser erinnert dann aber doch wieder eher an Apple als an Costco: Verkauft wird hier zwar die gesamte Palette des Xiaomi-Produktportfolios - aber das in einer starken Konzentration. So gibt es eine einzige Sorte Stifte für einen Dollar das Stück und auch maximal drei verschiedene Smartphone-Modelle, so dass in jeder Preisklasse klar ist, welches Produkt der Kunde zu nehmen hat.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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