Apples Steuervermeidungs-Tricks:
Es geht noch krasser als in Irland
Die Steuervermeidungs-Strategien Apples nehmen in einigen Regionen noch weitaus heftigere Züge an, als es in der EU der Fall ist. Das zeigen aktuelle Recherchen von der anderen Seite der Welt. In Neuseeland soll der Staat über Jahre hinweg schlicht gar nichts abbekommen haben.
Nach offiziellen Angaben in den Geschäftsberichten summieren sich die Umsätze von Apple Sales New Zealand seit dem Jahr 2007 auf einen Betrag von 4,2 Milliarden Dollar. Die Einkommenssteuer, die an das Finanzamt des Inselstaates abgeführt wurde, lag allerdings nicht etwa bei sehr geringen Sätzen, sondern schlicht bei Null, berichtete der New Zealand Herold.
In den Apple-eigenen Dokumentationen zu den einzelnen Geschäftsbereichen sieht es natürlich etwas anders aus. Hier ist vermerkt, dass Apple Sales New Zealand in dem fraglichen Zeitraum durchaus 37 Millionen Dollar Steuerzahlungen verbucht hat. Das Problem für die Neuseeländer liegt allerdings darin, dass diese komplett an das Finanzamt Australiens gingen. Denn von dort aus werden die Artikel für Kunden in Neuseeland letztlich verschickt.
Illegal handelt Apple natürlich auch hier nicht - unmoralisch aber vielleicht schon. James Shaw, Chef der neuseeländischen Grünen, erklärte, dass es schon außergewöhnlich sei, komplett ohne Steuerzahlungen davonzukommen. Hier zeige sich, dass die Buchhaltung Apples sogar noch einfallsreicher ist als die Produktdesigner des Unternehmens.
Kurioserweise führte ein Sprecher von Apple Australien zu der Sache aus, dass die Entwicklung und das Design der Produkte im Wesentlichen in den USA erfolge und es daher nur folgerichtig sei, dass der größte Teil der Steuern dort gezahlt werde. Allerdings sieht man das in den USA selbst auch etwas anders. Aus der dortigen Perspektive parkt Apple Milliarden-Beträge vor den Grenzen des Landes, weil bei einer Überweisung auf die Kassen der Konzernzentrale in dem Land Steuern anfallen würden.
In den Apple-eigenen Dokumentationen zu den einzelnen Geschäftsbereichen sieht es natürlich etwas anders aus. Hier ist vermerkt, dass Apple Sales New Zealand in dem fraglichen Zeitraum durchaus 37 Millionen Dollar Steuerzahlungen verbucht hat. Das Problem für die Neuseeländer liegt allerdings darin, dass diese komplett an das Finanzamt Australiens gingen. Denn von dort aus werden die Artikel für Kunden in Neuseeland letztlich verschickt.
An der Nase herumgeführt
Und das seit Jahren bestehende Arrangement ist zum Vorteil für alle - ausgenommen des neuseeländischen Staates. Denn Australien bekommt hier seinen Teil vom Kuchen ab und Apple kommt sehr günstig davon. Schätzungen aufgrund der Gewinnmargen und Umsätze sowie sonstige übliche Faktoren kommen zu dem Ergebnis, dass in Neuseeland über die genannten Jahre hinweg ein Betrag von 356 Millionen Dollar hätte abgeführt werden müssen.Illegal handelt Apple natürlich auch hier nicht - unmoralisch aber vielleicht schon. James Shaw, Chef der neuseeländischen Grünen, erklärte, dass es schon außergewöhnlich sei, komplett ohne Steuerzahlungen davonzukommen. Hier zeige sich, dass die Buchhaltung Apples sogar noch einfallsreicher ist als die Produktdesigner des Unternehmens.
Kurioserweise führte ein Sprecher von Apple Australien zu der Sache aus, dass die Entwicklung und das Design der Produkte im Wesentlichen in den USA erfolge und es daher nur folgerichtig sei, dass der größte Teil der Steuern dort gezahlt werde. Allerdings sieht man das in den USA selbst auch etwas anders. Aus der dortigen Perspektive parkt Apple Milliarden-Beträge vor den Grenzen des Landes, weil bei einer Überweisung auf die Kassen der Konzernzentrale in dem Land Steuern anfallen würden.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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