Brexit: Microsoft sorgt sich und könnte Bau neuer Datenzentren stoppen
Großbritanniens Premierministerin Theresa May hat vergangene Woche in einer Grundsatzrede ihren harten Brexit-Kurs bekräftigt, Kritiker werfen May aber vor, dass die konkreten Details zum EU-Ausstritt noch zu rar seien. Auch in der IT-Wirtschaft ist die Unsicherheit groß, so auch bei Microsoft. Dort sorgt man sich um den Zugang zum europäischen Binnenmarkt.
Microsoft betreibt in Großbritannien mehrere Datenzentren und derzeit hat man auch nicht vor, daran etwas zu ändern. Laut dem britischen und für Regierungsangelegenheiten verantwortlichen Microsoft-Manager Owen Larter will der Redmonder Konzern dem Vereinigten Königreich treu bleiben. Noch jedenfalls, wie TechRepublic berichtet.
Denn Microsoft befürchtet, dass der Verlust des Zugangs zum europäischen Binnenmarkt zu Zöllen auf Computer-Hardware-Importe führen könnte. Sollten diese Zölle "zu schwerwiegend" werden, so Larter, dann könnte man den Bau neuer Datenzentren einfrieren oder absagen.
Die britische Außenstelle von Microsoft erhofft sich durch einen harten Brexit aber auch positive Effekte, jedenfalls dann, wenn die britische Regierung mitspielt. Denn bisher hatte man "manchmal" Probleme, hochqualifizierte IT-Fachkräfte aus den USA, China und Indien nach Großbritannien zu holen, weil die Restriktionen in Bezug auf die Einwanderung von außerhalb der EU schwerwiegend waren. Microsoft hofft nun, dass Großbritannien die Zuwanderung qualifizierter Kräfte besser steuern kann.
Mit Sorge blickt Larter hingegen auf den freien Datenverkehr innerhalb der EU: Sollte Großbritannien im Zuge des Brexit aus dieser Vereinbarung austreten, dann könnte das für Microsoft in Bezug auf Cloud und die benötigten Datenzentren Folgen haben. Denn man hat vor kurzem auf der Insel zwei neue Datenzentren eröffnet und fürchtet nun, dass die "strahlenden Zukunftsaussichten" gefährdet sein könnten, wenn man nicht länger uneingeschränkt Daten von der EU nach Großbritannien übermitteln kann.
Denn Microsoft befürchtet, dass der Verlust des Zugangs zum europäischen Binnenmarkt zu Zöllen auf Computer-Hardware-Importe führen könnte. Sollten diese Zölle "zu schwerwiegend" werden, so Larter, dann könnte man den Bau neuer Datenzentren einfrieren oder absagen.
Server-Racks
Als Beispiel nannte er Server-Racks: Viele kommen aus China, werden aber oftmals in Osteuropa zusammengebaut. Wenn man nach dem Brexit auf signifikant höhere Ausgaben dafür komme, dann "könnten wir uns unsere Investitionsentscheidungen anders überlegen und die Datenzentren in anderen europäischen Ländern bauen".Die britische Außenstelle von Microsoft erhofft sich durch einen harten Brexit aber auch positive Effekte, jedenfalls dann, wenn die britische Regierung mitspielt. Denn bisher hatte man "manchmal" Probleme, hochqualifizierte IT-Fachkräfte aus den USA, China und Indien nach Großbritannien zu holen, weil die Restriktionen in Bezug auf die Einwanderung von außerhalb der EU schwerwiegend waren. Microsoft hofft nun, dass Großbritannien die Zuwanderung qualifizierter Kräfte besser steuern kann.
Mit Sorge blickt Larter hingegen auf den freien Datenverkehr innerhalb der EU: Sollte Großbritannien im Zuge des Brexit aus dieser Vereinbarung austreten, dann könnte das für Microsoft in Bezug auf Cloud und die benötigten Datenzentren Folgen haben. Denn man hat vor kurzem auf der Insel zwei neue Datenzentren eröffnet und fürchtet nun, dass die "strahlenden Zukunftsaussichten" gefährdet sein könnten, wenn man nicht länger uneingeschränkt Daten von der EU nach Großbritannien übermitteln kann.
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