Ist der AppStore Monopol-Missbrauch? - Apple muss doch vor Gericht
Der Computerkonzern Apple muss nun doch vor Gericht. Es geht um die Streitfrage, ob das Unternehmen mit seinem AppStore eine Monopolstellung aufgebaut hat und diese nun missbraucht, um sich einen stetigen Strom von Einnahmen zu sichern. Im Grunde geht es also um die zentrale Architektur des iOS-Ökosystems.
Nutzer eines iPhones können ausschließlich in dem von Apple angebotenen AppStore Anwendungen kaufen, die auf ihren Geräten laufen. Vom Kaufpreis gehen 70 Prozent an den Entwickler und 30 Prozent an Apple. Die Kläger sehen darin einen Verstoß Apples gegen das Wettbewerbsrecht und wollen erreichen, dass sie auch außerhalb des AppStores Anwendungen für das iPhone kaufen können. Außerdem geht es um Schadensersatz für bereits getätigte Käufe, berichtete die ComputerWorld.
Die Sache zieht sich nun schon seit einiger Zeit hin. Erstmals wurde die Klage im Jahr 2011 eingereicht und zu einer Sammelklage ausgebaut. Das erste zuständige Gericht wies die Angelegenheit allerdings ab. Es folgte der Argumentation der Apple-Anwälte, wonach das Unternehmen selbst nicht der Verkäufer der Apps ist, sondern im Grunde eher mit dem Betreiber eines Kaufhauses vergleichbar ist, in dem zahlreiche kleinere Händler ihre Geschäfte mit den Kunden tätigen.
Das sieht das Berufungsgericht, das anschließend eingeschaltet wurde, etwas anders. Durch die feste Beteiligung Apples an den Einnahmen sei der Konzern durchaus auch mit als Verkäufer anzusehen. Entsprechend könnte es durchaus ein Problem sein, wenn man keine Anbieter neben sich auf der iOS-Plattform Software anbieten lässt.
Dabei hat die aktuelle Struktur für alle Seiten im Grunde gewisse Vorteile. Apple kann so kontrollieren, was auf iPhones überhaupt passiert - was insbesondere hinsichtlich der Sicherheit der Geräte ein enormer Vorteil ist, an bestimmten inhaltlichen Fragen aber immer wieder für Diskussionen sorgt. Und auch für die Entwickler von Apps ist die Sache durchaus attraktiv - denn mit dem 30-prozentigen Anteil ist bereits die gesamte Abrechnung abgegolten und auch der Kundenservice wird in großen Teilen von Apple abgedeckt. Die dafür nötigen Strukturen selbst vorzuhalten und zu betreiben kann wesentlich teurer sein.
Die Sache zieht sich nun schon seit einiger Zeit hin. Erstmals wurde die Klage im Jahr 2011 eingereicht und zu einer Sammelklage ausgebaut. Das erste zuständige Gericht wies die Angelegenheit allerdings ab. Es folgte der Argumentation der Apple-Anwälte, wonach das Unternehmen selbst nicht der Verkäufer der Apps ist, sondern im Grunde eher mit dem Betreiber eines Kaufhauses vergleichbar ist, in dem zahlreiche kleinere Händler ihre Geschäfte mit den Kunden tätigen.
Das sieht das Berufungsgericht, das anschließend eingeschaltet wurde, etwas anders. Durch die feste Beteiligung Apples an den Einnahmen sei der Konzern durchaus auch mit als Verkäufer anzusehen. Entsprechend könnte es durchaus ein Problem sein, wenn man keine Anbieter neben sich auf der iOS-Plattform Software anbieten lässt.
Dabei hat die aktuelle Struktur für alle Seiten im Grunde gewisse Vorteile. Apple kann so kontrollieren, was auf iPhones überhaupt passiert - was insbesondere hinsichtlich der Sicherheit der Geräte ein enormer Vorteil ist, an bestimmten inhaltlichen Fragen aber immer wieder für Diskussionen sorgt. Und auch für die Entwickler von Apps ist die Sache durchaus attraktiv - denn mit dem 30-prozentigen Anteil ist bereits die gesamte Abrechnung abgegolten und auch der Kundenservice wird in großen Teilen von Apple abgedeckt. Die dafür nötigen Strukturen selbst vorzuhalten und zu betreiben kann wesentlich teurer sein.
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Apples Aktienkurs in Euro
Videos von und über Apple
- Airbag fürs iPhone 18 Pro: Torras Ostand Q3 Air Pro im Praxistest
- iPad im Studium: So lässt sich das Tablet hilfreich einsetzen
- Neues iPhone angeschafft? - Diese Apps sollte man sich dafür ansehen
- iPhone 18 Pro Max vs. 17 Pro Max: Lohnt sich das Upgrade?
- Silo: Die finale Staffel 4 startet im Juli 2027, erster Teaser veröffentlicht
Neue Downloads zum Thema Apple
Beiträge aus dem Forum
-
Wie alt sollte ein MacBook höchstens sein?
riq -
Virtuellen PDF Drucker auf Macbook installieren - wie ?
Sonnenschein11 -
AppleTV
MiezMau -
Surfstick für MacBook Air mit Sonoma 14
landbastler -
iPhone 13 + Smartwatch (keine Apple Watch)
Bilaltore -
Win-Viren am Mac prüfen?
mondayand0 -
IPhone Ortung verhindern.
PC.Nutzer -
Kontextmenu bearbeiten
Brutschi -
Office 2019 MAC Problem
MiyaGi -
Windows Computer vergleichbar Apple M1 Mini
Lewio82
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Black Friday schon heute: Neue Angebote bei Media Markt & Saturn
- "Haut ab, spielt GTA 6": Ein ganzes Studio geht in den Zwangsurlaub
- Windows 11 26H2: Entwickler bootet System mit nur 128 MB RAM
- Media Markt und Saturn bald chinesisch: EU winkt Mega-Deal durch
- Meta baut humanoiden Roboter: Prototyp Max soll im Haushalt helfen
- Schluss mit erschwinglich: Der 16 GB Raspberry Pi 5 wird noch teurer
- Physikalisch unmöglich? Rotierende Schwarze Löcher könnten sich teilen
Videos
Beliebte Downloads
Beliebte Nachrichten
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
Probleme mit DirSync 3.01
derfrankfurter - Heute 09:49 Uhr -
Neuvorstellung: NCViewer kompakter Bildbetrachter für Windows
DeVIL-I386 - Gestern 23:04 Uhr -
Neu OpenShot 4.1.1 ist da :: performante Entwicklungsarbeit!
d-hubs - Gestern 19:42 Uhr -
Schalter lässt sich nicht aktivieren
DON666 - Gestern 07:48 Uhr -
Shaping AI: safe, sovereign, competitive
d-hubs - Gestern 06:49 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen