Zuckerberg will auf keinen Fall für Trump-Wahl verantwortlich sein
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg weist jede Mitschuld am Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen weit von sich. Es sei eine "ziemlich verrückte Idee", dass seine Plattform irgendeinen Einfluss auf Wahlentscheidungen gehabt habe, erklärte er gestern auf einer Technologie-Konferenz.
Er reagierte damit auch auf Vorwürfe des noch amtierenden US-Präsidenten Barack Obama. Dieser hatte kurz vor der Wahl erklärt, dass diverse falsche oder zumindest extrem tendenziöse Inhalte, die unwidersprochen auf den sozialen Plattformen kursieren, ein echtes Problem darstellen. Die Social Networks und insbesondere Facebook als Marktführer spielen inzwischen eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, zu diversen polarisierenden Themen Stimmung zu machen.
Zuckerberg glaubt aber nicht, dass dies in irgendeiner Form Auswirkungen darauf hat, wem ein Nutzer seine Stimme gibt. "Die Wähler treffen ihre Entscheidungen auf Grundlage ihrer Alltagserfahrungen", so der Facebook-Chef laut einem Bericht des US-Magazins Quartz. Falschmeldungen seien ohnehin nur ein Bruchteil dessen, was an Informationen über seine Plattform Verbreitung findet.
"Ich glaube, es zeugt von einem grundlegenden Mangel an Empathie, wenn man annimmt, dass die die Abstimmung auf diese Art gelaufen ist, weil die Leute ein paar Fake-News gelesen haben", sagte er. "Wenn man das glaubt, hat man meiner Ansicht nach nicht realisiert, welche Nachricht zu diesen Wahlen vermitteln wollte." Außerdem hätten beide Seiten die Möglichkeit gehabt, Fake-Berichte zu verbreiten - weshalb ihm unklar sei, warum diese ausgerechnet Trump hätten helfen sollen.
Dass Zuckerberg jeden Einfluss von sich weist, ist nachvollziehbar. Mit der Realität hat das aber wenig zu tun. Wenn seine Sicht der Dinge der Realität entspräche, wäre die Social Media-Kommunikation wohl kaum ein zentraler Bestandteil aller Kampagnen. Natürlich funktioniert die Sache auch nicht so platt, dass eine Falschmeldung einen Nutzer dazu bringt, seine Position zu wechseln. Stattdessen sind die sozialen Netzwerke eher geeignet, bestimmte Stimmungen und Gefühle zu erzeugen, die viel wirkmächtiger als Fakten sind. Einfluss hat dies vor allem auf User, die keinem bestimmten politischen Lager zuzurechnen sind - und diese wurden in der von Zuckerberg zitierten Studie auch gar nicht berücksichtigt.
Zuckerberg glaubt aber nicht, dass dies in irgendeiner Form Auswirkungen darauf hat, wem ein Nutzer seine Stimme gibt. "Die Wähler treffen ihre Entscheidungen auf Grundlage ihrer Alltagserfahrungen", so der Facebook-Chef laut einem Bericht des US-Magazins Quartz. Falschmeldungen seien ohnehin nur ein Bruchteil dessen, was an Informationen über seine Plattform Verbreitung findet.
"Ich glaube, es zeugt von einem grundlegenden Mangel an Empathie, wenn man annimmt, dass die die Abstimmung auf diese Art gelaufen ist, weil die Leute ein paar Fake-News gelesen haben", sagte er. "Wenn man das glaubt, hat man meiner Ansicht nach nicht realisiert, welche Nachricht zu diesen Wahlen vermitteln wollte." Außerdem hätten beide Seiten die Möglichkeit gehabt, Fake-Berichte zu verbreiten - weshalb ihm unklar sei, warum diese ausgerechnet Trump hätten helfen sollen.
Problematische Studie
Zuckerberg berief sich im Zuge dessen auch auf eine Studie, wonach Inhalte in der Facebook-Timeline ohnehin kaum in der Lage sind, einen Nutzer von der Position der Gegenseite zu überzeugen. Immerhin bewegen sich die meisten User in einer so genannten Filterbubble und lesen vor allen jene Beiträge, die ihre eigene Meinung stützen.Dass Zuckerberg jeden Einfluss von sich weist, ist nachvollziehbar. Mit der Realität hat das aber wenig zu tun. Wenn seine Sicht der Dinge der Realität entspräche, wäre die Social Media-Kommunikation wohl kaum ein zentraler Bestandteil aller Kampagnen. Natürlich funktioniert die Sache auch nicht so platt, dass eine Falschmeldung einen Nutzer dazu bringt, seine Position zu wechseln. Stattdessen sind die sozialen Netzwerke eher geeignet, bestimmte Stimmungen und Gefühle zu erzeugen, die viel wirkmächtiger als Fakten sind. Einfluss hat dies vor allem auf User, die keinem bestimmten politischen Lager zuzurechnen sind - und diese wurden in der von Zuckerberg zitierten Studie auch gar nicht berücksichtigt.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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