Eure politische Argumentation auf Facebook ist nur Zeitverschwendung
Es gilt in einigen Regionen als gutes Benehmen, auf einer Party keine Gespräche über Politik anzufangen - immerhin kann dies die gute Laune aller Anwesenden schnell kippen lassen. Wie sich nun zeigt, bringt es auch auf Facebook nichts, einen eigenen Propaganda-Feldzug zu starten.
Infografik: Politik auf Facebook
Die Marketing-Agentur Rantic hat untersucht, inwiefern sich politische Ansichten von Nutzern auf Facebook ändern, wenn ihre Kontakte in Postings kräftig gegenhalten. Der aktuell laufende Präsidentschaftswahlkampf in den USA ist dafür eine hervorragende Ausgangsbasis, denn in hohem Takt kochen hier die Emotionen zwischen den Lagern hoch und die Konkurrenz zum eigenen Lieblings-Kandidaten wird wo es nur geht beschossen.
Doch auch die flammendsten Beiträge haben im Grunde kaum einen Effekt. Insbesondere die Nutzer, die sich selbst bereits in die Lager der Republikaner oder Demokraten einsortiert haben, gaben an, noch nie durch Argumente, die ihnen auf Facebook vorgesetzt wurden, in ihrer Haltung geschwankt zu haben. 94 Prozent der republikanischen und 92 Prozent der demokratischen Anhänger blieben demnach fest bei ihren Überzeugungen. Etwas mehr, wenn auch nicht viel Hoffnung, kann man haben, den Anhänger eines unabhängigen Kandidaten umzustimmen. Hier gaben immerhin nur 85 Prozent an, ihre Ansichten bisher nie aufgrund von Inhalten auf dem sozialen Netzwerk überdacht zu haben.
Die Ergebnisse in anderen Social Networks dürften durchaus variieren - was dann aber an der jeweiligen Eigenart der Plattform liegt. Auf Facebook steht man in der Regel mit allen möglichen Leuten in Kontakt, die man kennt. Auf Twitter hingegen ist der Effekt der so genannten Filterblase deutlich größer: Hier jemanden aus dem anderen politischen Lager zu überzeugen, ist noch wesentlich schwieriger, da die meisten User hier ohnehin jenen folgen, die bereits zum großen Teil die gleichen Ansichten teilen.
Infografik: Politik auf Facebook
Die Marketing-Agentur Rantic hat untersucht, inwiefern sich politische Ansichten von Nutzern auf Facebook ändern, wenn ihre Kontakte in Postings kräftig gegenhalten. Der aktuell laufende Präsidentschaftswahlkampf in den USA ist dafür eine hervorragende Ausgangsbasis, denn in hohem Takt kochen hier die Emotionen zwischen den Lagern hoch und die Konkurrenz zum eigenen Lieblings-Kandidaten wird wo es nur geht beschossen.
Doch auch die flammendsten Beiträge haben im Grunde kaum einen Effekt. Insbesondere die Nutzer, die sich selbst bereits in die Lager der Republikaner oder Demokraten einsortiert haben, gaben an, noch nie durch Argumente, die ihnen auf Facebook vorgesetzt wurden, in ihrer Haltung geschwankt zu haben. 94 Prozent der republikanischen und 92 Prozent der demokratischen Anhänger blieben demnach fest bei ihren Überzeugungen. Etwas mehr, wenn auch nicht viel Hoffnung, kann man haben, den Anhänger eines unabhängigen Kandidaten umzustimmen. Hier gaben immerhin nur 85 Prozent an, ihre Ansichten bisher nie aufgrund von Inhalten auf dem sozialen Netzwerk überdacht zu haben.
Man verliert eher Freunde
Wer auf Facebook politische Debatten vom Zaun bricht, kann nicht nur nicht damit rechnen, Kontakte mit anderen Ansichten zu überzeugen - es besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit Freunde zu verlieren. Zwischen 9 und 18 Prozent der Befragten - hier gibt es zwischen den Lagern einige Unterschiede - gaben an, aufgrund politischer Postings schon einmal eine Verbindung zu einem anderen Nutzer getrennt zu haben. Und selbst wenn es nicht zu diesem Schritt kommt, ändern entsprechende Beiträge dann doch bei etwa der Hälfte der User die Meinung, die man vom jeweiligen Gegenüber hat. Und dies in der Regel nicht in eine positive Richtung.Die Ergebnisse in anderen Social Networks dürften durchaus variieren - was dann aber an der jeweiligen Eigenart der Plattform liegt. Auf Facebook steht man in der Regel mit allen möglichen Leuten in Kontakt, die man kennt. Auf Twitter hingegen ist der Effekt der so genannten Filterblase deutlich größer: Hier jemanden aus dem anderen politischen Lager zu überzeugen, ist noch wesentlich schwieriger, da die meisten User hier ohnehin jenen folgen, die bereits zum großen Teil die gleichen Ansichten teilen.
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