Tesla-Autopilot: Kraftfahrt-Bundesamt hätte "Beta" nicht genehmigt
Das Assistenzsystem "Autopilot" von Tesla wurde von einigen Branchenkennern seit jeher kritisch beäugt, vor allem die Tatsache, dass es sich um eine als "Beta" bezeichnete Software handelt, wurde mit Unbehagen betrachtet. Die Kritiker sehen sich nach dem ersten tödlichen Unfall bestätigt, Tesla-Chef Elon Musk verteidigte die Lösung hingegen.
Anfang des Monats musste Tesla den US-Behörden melden, dass ein Mensch durch eine Autopilot-Fehlfunktion ums Leben gekommen ist. Seither diskutieren Fachwelt und Öffentlichkeit, ob das System überhaupt in die freie Wildbahn hätte dürfen. Denn das Assistenzsystem wird vom Hersteller als "Beta" geführt, damit will man unter anderem erreichen, dass Fahrer zu keinem Zeitpunkt die Hände vom Lenkrad nehmen.
Siehe auch: Tesla bestätigt erstes Todesopfer durch "Autopilot"-Assistenzsystem
Das KBA hat nun eigene Untersuchungen für Lenk- und Bremsanlage in die Wege geleitet (auf beide greift der Autopilot zu). Die europäische Typgenehmigung, die dann auch in Deutschland gilt, wurde in den Niederlanden durchgeführt.
Musk wiederholte, dass Tesla damit vor allem auch erreichen will, dass Fahrer nicht zu bequem werden, also sich zu sehr auf das Feature verlassen. In der weiteren Diskussion zu diesem Tweet verwies Musk außerdem darauf, dass der Autopilot natürlich auch intensiv im "Labor" und auf geschlossenen Strecken getestet worden sei. Einen Ersatz für die echte Welt gebe es aber dennoch nicht.
"Hätten 'Beta' nicht genehmigt"
Für das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ist oder wäre aber ein derartiger Beta-Status inakzeptabel. Gegenüber der Welt am Sonntag erklärte die Behörde: "Wenn mit der Bezeichnung 'Beta-Version' ein 'unfertiger' Stand der Software gemeint ist, würde das KBA eine Funktionalität mit einer derartigen Software nicht genehmigen."Siehe auch: Tesla bestätigt erstes Todesopfer durch "Autopilot"-Assistenzsystem
Das KBA hat nun eigene Untersuchungen für Lenk- und Bremsanlage in die Wege geleitet (auf beide greift der Autopilot zu). Die europäische Typgenehmigung, die dann auch in Deutschland gilt, wurde in den Niederlanden durchgeführt.
"Missverständnis"
Tesla-Chef Elon Musk hat den Autopiloten bzw. die Bezeichnung "Beta" indes verteidigt. Auf Twitter meinte er, dass es ein "Missverständnis" sei, was Beta für Tesla im Fall von Autopilot bedeutet. Denn jede Funktion, die noch nicht auf eine Milliarde Meilen kommt, müsse man so bezeichnen, so Musk, das bedeutet aber nicht, dass sie fehlerhaft sei: "Es ist nicht Beta-Software im herkömmlichen Sinn."Musk wiederholte, dass Tesla damit vor allem auch erreichen will, dass Fahrer nicht zu bequem werden, also sich zu sehr auf das Feature verlassen. In der weiteren Diskussion zu diesem Tweet verwies Musk außerdem darauf, dass der Autopilot natürlich auch intensiv im "Labor" und auf geschlossenen Strecken getestet worden sei. Einen Ersatz für die echte Welt gebe es aber dennoch nicht.
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