Netzbetreiber fordern, dass Google und Co den Netzausbau mitbezahlen
Es ist ein offener Brief, der sich an die Entscheidungsträger in der EU richtet: Telekom, Vodafone und Telefónica sowie viele weitere europäische Netzbetreiber fordern, dass große Traffic-Verursacher wie Google und Netflix künftig den Netzausbau mitfinanzieren sollen.
Nur sechs Unternehmen sorgen für fast 57 Prozent des globalen Internet-Verkehrs: Google, Facebook, Netflix, Amazon, Microsoft und Apple. Der Streaming-Anbieter Netflix ist nach Schätzungen mit rund 15 % für die meisten bewegten Megabytes verantwortlich, darauf folgt YouTube mit rund 11,5 %. Diese Tatsache führt bei den europäischen Internetanbietern zu Begehrlichkeiten.
Wie 20 europäische Netzbetreiber in einem offenen Brief fordern, über den die Financial Times (Paywall) berichtet, sollen große Technologieunternehmen beim Netzausbau zukünftig stärker in die Pflicht genommen werden. "Künftige Investitionen stehen unter hohem Druck, und es sind Maßnahmen zur Regulierung erforderlich, um sie zu sichern", so die Warnung. "Ein fairer und angemessener Beitrag der größten Verkehrserzeuger zu den Kosten der Netzinfrastruktur sollte die Grundlage eines neuen Ansatzes bilden."
Wie die Netzbetreiber betonen, schwebt ihnen ein ordnungspolitischer Mechanismus vor, der nur die "allergrößten Verkehrserzeuger" an den Kosten für den Netzausbau beteiligt. Der Zahlungsmechanismus müsste nachvollziehbar und transparent sein, "damit die Betreiber direkt in die digitale Infrastruktur Europas investieren". Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören Timotheus Höttges von der Deutschen Telekom, José María Álvarez-Pallete von Telefónica sowie Margherita Della Valle, Vorstandsvorsitzende von Vodafone.
"Die Telekommunikationsunternehmen wollen ihre Netze vollständig von denselben Unternehmen subventionieren lassen, die ihnen zu Wachstum und Erfolg verholfen haben", so Friedlaender.
Großer Internet-Vergleichs-Rechner
Siehe auch:
Wie 20 europäische Netzbetreiber in einem offenen Brief fordern, über den die Financial Times (Paywall) berichtet, sollen große Technologieunternehmen beim Netzausbau zukünftig stärker in die Pflicht genommen werden. "Künftige Investitionen stehen unter hohem Druck, und es sind Maßnahmen zur Regulierung erforderlich, um sie zu sichern", so die Warnung. "Ein fairer und angemessener Beitrag der größten Verkehrserzeuger zu den Kosten der Netzinfrastruktur sollte die Grundlage eines neuen Ansatzes bilden."
Wie die Netzbetreiber betonen, schwebt ihnen ein ordnungspolitischer Mechanismus vor, der nur die "allergrößten Verkehrserzeuger" an den Kosten für den Netzausbau beteiligt. Der Zahlungsmechanismus müsste nachvollziehbar und transparent sein, "damit die Betreiber direkt in die digitale Infrastruktur Europas investieren". Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören Timotheus Höttges von der Deutschen Telekom, José María Álvarez-Pallete von Telefónica sowie Margherita Della Valle, Vorstandsvorsitzende von Vodafone.
Gegenwehr
Noch halten sich die Techkonzerne selbst mit Statements zurück, eine deutliche Antwort erfolgt laut Financial Times aber durch Daniel Friedlaender, der als Leiter der CCIA Europe Lobbyarbeit für die Tech-Industrie betreibt. Die Netzbetreiber hätten ihr Wachstum vor allem Unternehmen wie Google und Netflix zu verdanken."Die Telekommunikationsunternehmen wollen ihre Netze vollständig von denselben Unternehmen subventionieren lassen, die ihnen zu Wachstum und Erfolg verholfen haben", so Friedlaender.
Zusammenfassung
- Netzbetreiber fordern Mitfinanzierung von Traffic-Verursachern
- Sechs Firmen erzeugen großen Teil des Internet-Verkehrs
- Netflix und YouTube als größte Datenverursacher
- Offener Brief von 20 Netzbetreibern an EU
- Mechanismus zur Kostenteilung für größte Verkehrserzeuger vorgeschlagen
- Telekom, Telefónica, Vodafone unter Briefunterzeichnern
- Techkonzerne und Lobbyisten reagieren zurückhaltend/kritisch
Großer Internet-Vergleichs-Rechner
- Netzausbau: Telefonica will lieber Fördergeld statt staatliches Netz
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