Chinas Superstar hält Apples Konzepte für veraltet und zu starr
Dass der Computerkonzern Apple gerade jetzt erstmals seit einem Jahrzehnt einen gesunkenen Umsatz ausweisen musste, wundert Jia Yueting, den aktuellen Shooting-Star der chinesischen Wirtschaft, nicht sonderlich. Denn das Unternehmen verharre in veralteten Konzepten.
Jia hat in den letzten Jahren eine Karriere durchlaufen, die dem US-amerikanischen Klischee vom Tellerwäscher zum Millionär nahekommt. Allerdings entwickelte er sich vom einfachen IT-Kundendienst-Angestellten zum Eigner des milliardenschweren Konglomerats LeEco, das kürzlich noch LeTV hieß. Der Konzern ist im Kern ein chinesisches Netflix, zur Produktpalette gehören inzwischen aber auch Smartphones, Fernseher, Fahrräder und Elektroautos.
In seinem ersten Fernseh-Interview mit ausländischen Medien erklärte Jia nun gegenüber dem US-Sender CNBC, dass ihm das Engagement Apples auf dem chinesischen Markt im Grunde keine Sorgen bereitet. China ist inzwischen Apples zweitgrößte Umsatzquelle, bietet aber noch wesentlich mehr Potenzial - und entsprechend stark versucht man, dort weitergehend Fuß zu fassen.
"Der Unterschied zwischen uns und Apple ist unserer Ansicht nach ziemlich groß", sagte der LeEco-Gründer. "Apple ist ein Mobiltelefon-Hersteller mit Fokus auf Hardware und Software." Das Geschäft seines Unternehmens konzentriere sich aber in erster Linie auf Internet-Dienste - erst an zweiter Stelle kommt dann Software und an dritter die Hardware.
Allerdings sei man inzwischen in einer weiterentwickelten Ära angekommen, in der verschiedene dieser Probleme nicht mehr die große Rolle spielen. Jetzt rückt demnach die Tatsache in den Mittelpunkt, dass die Aufsplittung von Diensten in verschiedene Apps eher ein Problem für die Nutzerfreundlichkeit werden. In seinem Unternehmen arbeite man daran, diese Sache zu überwinden - wofür die ohnehin vorhandene Fokussierung auf Online-Services ein Vorteil gegenüber Apple darstelle.
"Wir sind überzeugt, dass die nächste Generation des Mobile-Internet viel offener ökosystem-orientiert und kein geschlossener Kreis mehr sein wird", so Jia. Ironischerweise sei es gerade Apples Über-Dominanz. das fehlende Denken aus der Internet-Perspektive und die geschlossene Natur der Systeme, die nun Innovationen in der Mobile-Industrie eher behindert.
In seinem ersten Fernseh-Interview mit ausländischen Medien erklärte Jia nun gegenüber dem US-Sender CNBC, dass ihm das Engagement Apples auf dem chinesischen Markt im Grunde keine Sorgen bereitet. China ist inzwischen Apples zweitgrößte Umsatzquelle, bietet aber noch wesentlich mehr Potenzial - und entsprechend stark versucht man, dort weitergehend Fuß zu fassen.
"Der Unterschied zwischen uns und Apple ist unserer Ansicht nach ziemlich groß", sagte der LeEco-Gründer. "Apple ist ein Mobiltelefon-Hersteller mit Fokus auf Hardware und Software." Das Geschäft seines Unternehmens konzentriere sich aber in erster Linie auf Internet-Dienste - erst an zweiter Stelle kommt dann Software und an dritter die Hardware.
Apple kommt mit Veränderung nicht mit
Hinzu komme, dass Apples Produktgestaltung aus seiner Sicht veraltet sei. Hier würden verschiedene einzelne Anwendungen vorherrschen. "Das war in der ersten Generation des Mobile-Internet auch die richtige Entscheidung, als die Prozessoren und die Geschwindigkeiten der Mobilfunknetze noch nicht schnell genug waren", führte Jia aus.Allerdings sei man inzwischen in einer weiterentwickelten Ära angekommen, in der verschiedene dieser Probleme nicht mehr die große Rolle spielen. Jetzt rückt demnach die Tatsache in den Mittelpunkt, dass die Aufsplittung von Diensten in verschiedene Apps eher ein Problem für die Nutzerfreundlichkeit werden. In seinem Unternehmen arbeite man daran, diese Sache zu überwinden - wofür die ohnehin vorhandene Fokussierung auf Online-Services ein Vorteil gegenüber Apple darstelle.
"Wir sind überzeugt, dass die nächste Generation des Mobile-Internet viel offener ökosystem-orientiert und kein geschlossener Kreis mehr sein wird", so Jia. Ironischerweise sei es gerade Apples Über-Dominanz. das fehlende Denken aus der Internet-Perspektive und die geschlossene Natur der Systeme, die nun Innovationen in der Mobile-Industrie eher behindert.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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