Thunderbird: Es gibt Hoffnung auf ein neues Zuhause nach Mozilla
Anhänger des E-Mail-Clients Thunderbird können nach all den schlechten Nachrichten der letzten Jahre nun doch wieder Hoffnung schöpfen, dass die Anwendung weiterhin gepflegt und sogar weiterentwickelt wird. Es zeichnet sich inzwischen ab, dass ein neuer Schirmherr die Sache übernimmt.
Bei Mozilla hatte Thunderbird schon lange keine Zukunft mehr. Bereits vor Jahren stellte das Unternehmen die eigene Entwicklung neuer Funktionen ein und leistete nur noch Wartungsarbeiten. Dann kam im letzten Jahr die Bestätigung, dass der E-Mail-Client komplett aus dem Portfolio der Firma herausgetrennt wird und diese sich weitgehend komplett auf die Entwicklung des Firefox-Browsers konzentrieren wird.
Wie es weitergehend soll, blieb derweil unklar - auch deshalb, weil Mozilla klar machte, dass es wenig sinnvoll ist, Thunderbird weiterhin an die technischen Grundlagen von Firefox zu koppeln. Denn die Geschwindigkeiten bei der Weiterentwicklung sind schlicht zu unterschiedlich, als dass längerfristig eine einheitliche Basis möglich wäre.
Allerdings wollte Mozilla die Nutzer dann doch nicht einfach so im Regen stehen lassen und machte sich auf die Suche nach Organisationen, die das Projekt übernehmen könnten. Wie das Unternehmen nun mitteilte, zeichnen sich hier inzwischen zwei Kandidaten ab, die Thunderbird eventuell unter ihre Fittiche nehmen: Die Software Freedom Conservancy, bei der bereits einige große Open Source-Projekte angesiedelt sind, sowie die deutsche Document Foundation, das Heim von LibreOffice.
Bei der Software Freedom Conservancy könnte es direkt losgehen. Das Aufsichtsgremium der Organisation habe einer Übernahme von Thunderbird bereits zugestimmt, hieß es. Und angesichts dessen, dass unter ihrem Dach auch schon andere Projekte wie Git, BusyBox, Samba und Wine mit ihren recht großen Nutzerzahlen angesiedelt sind, ist auch ausreichend Erfahrung im Umgang mit einer solch großen Anwendung vorhanden.
Seitens der Document Foundation steht eine endgültige Entscheidung noch aus. Das liegt aber wohl vor allem an formalen Prozessen. Und auch die Grundlage der Entscheidung ist eine andere. Immerhin muss in diesem Falle geklärt werden, ob Thunderbird als komplett eigenständiges zweites Produkt von der Organisation übernommen wird, oder ob man es in irgendeiner Form mit LibreOffice zusammenführt.
Download Mozilla Thunderbird - Kostenloser E-Mail-Client
Wie es weitergehend soll, blieb derweil unklar - auch deshalb, weil Mozilla klar machte, dass es wenig sinnvoll ist, Thunderbird weiterhin an die technischen Grundlagen von Firefox zu koppeln. Denn die Geschwindigkeiten bei der Weiterentwicklung sind schlicht zu unterschiedlich, als dass längerfristig eine einheitliche Basis möglich wäre.
Allerdings wollte Mozilla die Nutzer dann doch nicht einfach so im Regen stehen lassen und machte sich auf die Suche nach Organisationen, die das Projekt übernehmen könnten. Wie das Unternehmen nun mitteilte, zeichnen sich hier inzwischen zwei Kandidaten ab, die Thunderbird eventuell unter ihre Fittiche nehmen: Die Software Freedom Conservancy, bei der bereits einige große Open Source-Projekte angesiedelt sind, sowie die deutsche Document Foundation, das Heim von LibreOffice.
Bei der Software Freedom Conservancy könnte es direkt losgehen. Das Aufsichtsgremium der Organisation habe einer Übernahme von Thunderbird bereits zugestimmt, hieß es. Und angesichts dessen, dass unter ihrem Dach auch schon andere Projekte wie Git, BusyBox, Samba und Wine mit ihren recht großen Nutzerzahlen angesiedelt sind, ist auch ausreichend Erfahrung im Umgang mit einer solch großen Anwendung vorhanden.
Seitens der Document Foundation steht eine endgültige Entscheidung noch aus. Das liegt aber wohl vor allem an formalen Prozessen. Und auch die Grundlage der Entscheidung ist eine andere. Immerhin muss in diesem Falle geklärt werden, ob Thunderbird als komplett eigenständiges zweites Produkt von der Organisation übernommen wird, oder ob man es in irgendeiner Form mit LibreOffice zusammenführt.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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