Mozillas Thunderbird bekommt in diesem Jahr richtig Schub

Lang genug sah es stark danach aus, als würden sich die Nutzer des E-Mail-Clients Mozilla Thunderbird nach einer Alternative umsehen müssen. Doch nach den neuen Entwicklungen im letzten Jahr soll es nun wieder richtig vorangehen. Ein stattliches Team wird sich in der nächsten Zeit um eine umfangreiche Modernisierung der Software kümmern.
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Thunderbird 58 Beta Photon-DesignNeue Photon-UI ist schon da
Wie jetzt von Mozilla zu vernehmen war, gibt es mehrere Neueinstellungen und die Planungen sehen vor, dass 14 in Vollzeit angestellte Entwickler an der Weiterentwicklung von Thunderbird arbeiten werden. Das bietet verschiedene Möglichkeiten, deutlich tiefer einzugreifen, als es zuletzt machbar war. Das Team wird so nun beispielsweise die Kapazitäten haben, um tief in den Quellcode einzutauchen und beispielsweise ordentlich an der Performance der Software zu schrauben.

In der Aufgabenliste steht beispielsweise bereits der Punkt, dass die Elemente der Benutzeroberfläche, die das Programm regelmäßig ausbremsen, identifiziert und optimiert werden sollen. Teile der Software werden außerdem komplett neu geschrieben, weil es hier nicht ausreicht, einfach nur einige Altlasten zu beseitigen und an einigen Stellschrauben zu drehen.

Add-on-Features werden fest eingebaut

An diversen Stellen sollen auch neue Technologien in die Anwendung integriert werden. Insbesondere soll es endlich Support für das Multiprocessing geben, das bereits im letzten Jahr in den Firefox-Browser Einzug gehalten hat. Geplant sei laut Mozilla aber auch eine bessere Zusammenarbeit mit Gmail-Accounts. Hier wird man unter anderem Labels auch in der Client-Software passend angezeigt bekommen.

Im Laufe des Jahres wird es auch weitergehende Veränderungen an der Benutzeroberfläche geben - insbesondere in den Einstellungen und bei den Verschlüsselungs-Features. Damit braucht man allerdings noch nicht beim nächsten größeren Versions-Release rechnen. Gleiches gilt für die Integration von Funktionen, die bisher von verschiedenen sehr populären Add-ons bereitgestellt wurden.

Noch vor einiger Zeit sah es so aus, als würde der Thunderbird einen langsamen Tod sterben. Denn die Weiterentwicklung lag weitgehend brach und die Software konnte schlicht kaum noch mit konkurrierenden Angeboten mithalten. Dann verschob man das Projekt aber vom Unternehmen Mozilla an die gleichnamige Stiftung, die für eine deutliche Belebung in der Sache sorgte.

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