Facebook hat ein Problem - und eine neue Kamera-App soll es lösen
Vom Social Network Facebook soll es demnächst eine eigens entwickelte Kamera-App geben, mit der das Unternehmen eines der größten Risiken für die zukünftige Entwicklung angehen will: Die Nutzer sollen angehalten werden, mehr von ihrem Alltag auf der Plattform mit anderen zu teilen.
Es ist zwar noch nicht allgemein ersichtlich, doch es zeichnet sich inzwischen ein gefährlicher Trend ab: Die Facebook-Nutzer greifen zwar immer noch sehr häufig auf das Social Network zu, verhalten sich aber zunehmend passiv. Vor allem Status-Updates, Fotos und Videos, die ihren Alltag betreffen, landen immer seltener in den Timelines. Daher sucht man bei dem Unternehmen nun nach Möglichkeiten, hier gegenzusteuern, berichtete das gewöhnlich gut unterrichtete Wall Street Journal unter Berufung auf informierte Kreise.
Als eine Option wurde dabei die Entwicklung einer neuen Foto-App für Smartphones ausgemacht, die es möglichst leicht macht, einen Schnappschuss oder ein Video auf der Plattform zu teilen. Ein Prototyp sei bereits entwickelt worden und erinnere zum Teil an den populären Snapchat-Messenger. Geplant ist dem Vernehmen nach aber auch eine Funktion, die es unkompliziert möglich macht, Live-Streams zu starten, die dann auch als Video auf Facebook archiviert werden.
Manch einer könnte nun einwenden, dass Facebook doch mit Instagram bereits über eine App verfügt, die darauf ausgelegt ist, Bilder und auch kurze Videos mit Freunden zu teilen. Doch sind es hier viel zu viele Schritte, die hier bis zur Veröffentlichung von Inhalten durchlaufen werden müssen. Per Instagram landen so vor allem die besten Aufnahmen der Nutzer auch auf Facebook, weniger hingegen der alltägliche Schnappschuss.
Getan werden muss aber in jedem Fall etwas. Eine Untersuchung ergab kürzlich erst, dass die Menge von Inhalten, die von den Nutzern selbst erstellt wurden, im vergangenen Sommer bereits 21 Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Im ersten Quartal dieses Jahres gaben lediglich 33 Prozent der Facebook-User an, persönliche Status-Updates gepostet zu haben, 37 Prozent veröffentlichten mindestens ein selbst geschossenes Bild. Ein Jahr zuvor waren es noch 44 und 46 Prozent.
Als eine Option wurde dabei die Entwicklung einer neuen Foto-App für Smartphones ausgemacht, die es möglichst leicht macht, einen Schnappschuss oder ein Video auf der Plattform zu teilen. Ein Prototyp sei bereits entwickelt worden und erinnere zum Teil an den populären Snapchat-Messenger. Geplant ist dem Vernehmen nach aber auch eine Funktion, die es unkompliziert möglich macht, Live-Streams zu starten, die dann auch als Video auf Facebook archiviert werden.
Manch einer könnte nun einwenden, dass Facebook doch mit Instagram bereits über eine App verfügt, die darauf ausgelegt ist, Bilder und auch kurze Videos mit Freunden zu teilen. Doch sind es hier viel zu viele Schritte, die hier bis zur Veröffentlichung von Inhalten durchlaufen werden müssen. Per Instagram landen so vor allem die besten Aufnahmen der Nutzer auch auf Facebook, weniger hingegen der alltägliche Schnappschuss.
Grübeln über die Form
Ob die fragliche App je als eigenständiges Angebot erscheinen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch unklar. Denn hier gibt es das Problem, dass die Nutzer immer weniger bereit sind, noch eine weitere Anwendung zu installieren und dann tatsächlich auch zu verwenden. Der Konzern musste hier selbst schon schmerzliche Erfahrungen machen und diverse Apps wieder einstellen. Daher ist es auch möglich, dass die Konzepte aus der Entwicklung eher in die originale Facebook-App einfließen.Getan werden muss aber in jedem Fall etwas. Eine Untersuchung ergab kürzlich erst, dass die Menge von Inhalten, die von den Nutzern selbst erstellt wurden, im vergangenen Sommer bereits 21 Prozent unter dem Vorjahreswert lag. Im ersten Quartal dieses Jahres gaben lediglich 33 Prozent der Facebook-User an, persönliche Status-Updates gepostet zu haben, 37 Prozent veröffentlichten mindestens ein selbst geschossenes Bild. Ein Jahr zuvor waren es noch 44 und 46 Prozent.
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Christian Kahle
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