Datenkrake Miitomo: Nintendo-Spiel ist "schlimmer als Facebook"
Seit kurzem ist Nintendos erster Smartphone-Titel namens Miitomo erhältlich, dabei kann man aber nicht unbedingt von einem klassischen Game sprechen, sondern eher von einem spielerischen Social Network. Über deren Machart kann man geteilter Meinung sein, keinen Spielraum für Interpretationen gibt es hingegen beim Thema Erfolg: Mit über drei Millionen Downloads ist Miitomo ein Hit.
Denn gewissermaßen ist das Verraten der persönlichen (aber nicht Datenschutz-relevanten) Informationen und Nutzervorlieben das grundsätzliche Konzept von Miitomo: Denn der Nutzer erstellt zunächst einen Avatar, natürlich in Form der Nintendo-typischen Miis, die individuell gestaltet und auch eingekleidet werden können.
Das "Spiel" fragt den Nutzer nach der Erschaffung einer solchen Mii-Figur immer wieder nach diversen Themen. Die dazugehörigen Antworten kommentiert die App selbst und veröffentlicht das auch als Beiträge im eigenen Feed. Das wiederum können Freunde ihrerseits kommentieren.
Die Fragen, die Miitomo zum "sozialen Spiel" stellt, sind vermeintlich harmlos, so will man wissen, welche Pizza man am liebsten isst, welchen Sport man betreibt oder was man zur Entspannung macht. Das beantworten die Miitomo-Nutzer auch bereitwillig, weil die Anwendung ohne dieses Element kaum Sinn ergibt.
Diese persönlichen Daten landen bei Nintendo, das Unternehmen sammelt diese sicherlich und bekommt dadurch ein sehr genaues Bild seiner Nutzer. Folgen hat das vorerst keine: Denn Nintendo hat keinerlei Geschäftsmodell, bei dem man derartige Daten an Dritte verkauft, der japanische Konzern hat auch kein echtes werbefinanziertes Spiele-Angebot, in dem er derartige Daten selbst einsetzen könnte. Was die Zukunft bringt und ob das Konzept auch diverse Nachahmer findet, die solche Daten sehr wohl brauchen und verkaufen, wird sich hingegen erst zeigen.
"Pures Daten-Gold"
Viele Internet-Nutzer lehnen Facebook kategorisch ab, weil das soziale Netzwerk wie kaum ein anderer Dienst die Daten seiner Mitglieder abgreift. Laut VentureBeat ist Facebook aber im Vergleich zu Miitomo der sprichwörtliche Kindergeburtstag, da die Nintendo-App "mühelos einen Datensatz anzapft, der pures Gold ist".Denn gewissermaßen ist das Verraten der persönlichen (aber nicht Datenschutz-relevanten) Informationen und Nutzervorlieben das grundsätzliche Konzept von Miitomo: Denn der Nutzer erstellt zunächst einen Avatar, natürlich in Form der Nintendo-typischen Miis, die individuell gestaltet und auch eingekleidet werden können.
Das "Spiel" fragt den Nutzer nach der Erschaffung einer solchen Mii-Figur immer wieder nach diversen Themen. Die dazugehörigen Antworten kommentiert die App selbst und veröffentlicht das auch als Beiträge im eigenen Feed. Das wiederum können Freunde ihrerseits kommentieren.
Die Fragen, die Miitomo zum "sozialen Spiel" stellt, sind vermeintlich harmlos, so will man wissen, welche Pizza man am liebsten isst, welchen Sport man betreibt oder was man zur Entspannung macht. Das beantworten die Miitomo-Nutzer auch bereitwillig, weil die Anwendung ohne dieses Element kaum Sinn ergibt.
Diese persönlichen Daten landen bei Nintendo, das Unternehmen sammelt diese sicherlich und bekommt dadurch ein sehr genaues Bild seiner Nutzer. Folgen hat das vorerst keine: Denn Nintendo hat keinerlei Geschäftsmodell, bei dem man derartige Daten an Dritte verkauft, der japanische Konzern hat auch kein echtes werbefinanziertes Spiele-Angebot, in dem er derartige Daten selbst einsetzen könnte. Was die Zukunft bringt und ob das Konzept auch diverse Nachahmer findet, die solche Daten sehr wohl brauchen und verkaufen, wird sich hingegen erst zeigen.
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