Neue Runde im iPhone-Hacking-Streit, Gerichte ordnen Mitarbeit an
Gleich in zwei bekannten neuen Fällen wollen Gerichte in den USA den Apple-Konzern dazu verdonnern, den Strafverfolgungsbehörden Zugriff auf verschlüsselte iPhone-Daten zu gewähren. Wie schon in dem durch Apple-Chef Tim Cook öffentlich gemachten Fall der Behördenanfrage für den Attentäter von San Bernadino weigert sich der iPhone-Hersteller weiterhin zu kooperieren.
Ein Bundesgericht in New York und ein Gericht in Boston haben Apple jetzt erneut zur Mitarbeit verpflichtet. Apple verweigert aber wie gehabt die Kooperation und will keinerlei Schritte einleiten, mit denen die Sicherheit von iOS gefährdet werden könnte, was defacto der Fall sein wird, sobald man eine Umgehung der Sicherheitsmechanismen für die Behörden sucht und ausnutzt.
Apple ist nun wieder in der Zwickmühle, aber die Gerichte sind es ebenso. Das Gericht kann zwar die Zusammenarbeit anordnen, Apple kann dem aber noch immer entgegenhalten, dass man selbst keinerlei Zugriff auf die persönlichen Daten seiner Nutzer hat. Das Gericht kann Apple aber nicht dazu zwingen, sich selbst quasi als Hacker zu betätigen - das würde erst gehen, wenn es eine entsprechende Gesetzesänderung geben wird. Ein Entwurf liegt dafür bereits vor. Das neue Gesetz sieht vor, dass verschlüsselte Smartphones, egal mit welchem Betriebssystem, eine Hintertür für Ermittlungsbehörden vorhalten müssen.
Siehe auch: FBI kann sich vor Anfragen iPhones zu knacken kaum retten, hilft gern
Dass sich nun noch weitere Gerichte um die Entsperrungen der Smartphones kümmern müssen liegt auch daran, dass das FBI in dem vorangegangenen Fall des Attentäters von San Bernadino kein "Universal"-Hackingtool für iOS beschaffen konnte. Das FBI hatte schließlich ohne die Mitwirkung von Apple Zugriff auf die Daten erhalten. FBI-Direktor James Comey hatte dazu in der zurückliegenden Woche zugegeben, dass sich der Staat bei einem unbekannten Drittanbieter ein Tool gekauft hatte, speziell zugeschnitten auf das Gerät, das man zu knacken versuchte. Neue iPhones wie die aktuelle iPhone 6s und 6s-Plus-Serie können von dem Tool nicht entschlüsselt werden.
Mehr dazu: FBI gibt zu: eingekauftes Hack-Tool läuft nur mit alten iPhones
Apple ist nun wieder in der Zwickmühle, aber die Gerichte sind es ebenso. Das Gericht kann zwar die Zusammenarbeit anordnen, Apple kann dem aber noch immer entgegenhalten, dass man selbst keinerlei Zugriff auf die persönlichen Daten seiner Nutzer hat. Das Gericht kann Apple aber nicht dazu zwingen, sich selbst quasi als Hacker zu betätigen - das würde erst gehen, wenn es eine entsprechende Gesetzesänderung geben wird. Ein Entwurf liegt dafür bereits vor. Das neue Gesetz sieht vor, dass verschlüsselte Smartphones, egal mit welchem Betriebssystem, eine Hintertür für Ermittlungsbehörden vorhalten müssen.
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Dass sich nun noch weitere Gerichte um die Entsperrungen der Smartphones kümmern müssen liegt auch daran, dass das FBI in dem vorangegangenen Fall des Attentäters von San Bernadino kein "Universal"-Hackingtool für iOS beschaffen konnte. Das FBI hatte schließlich ohne die Mitwirkung von Apple Zugriff auf die Daten erhalten. FBI-Direktor James Comey hatte dazu in der zurückliegenden Woche zugegeben, dass sich der Staat bei einem unbekannten Drittanbieter ein Tool gekauft hatte, speziell zugeschnitten auf das Gerät, das man zu knacken versuchte. Neue iPhones wie die aktuelle iPhone 6s und 6s-Plus-Serie können von dem Tool nicht entschlüsselt werden.
Mehr dazu: FBI gibt zu: eingekauftes Hack-Tool läuft nur mit alten iPhones
Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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