John McAfee will San Bernardino-iPhone knacken und Amerika retten
Apple hat zwar klar abgelehnt, eine Backdoor für iPhones zu entwickeln - doch nun haben die Ermittler der US-Bundespolizei FBI von gänzlich unerwarteter Seite ein Hilfsangebot bekommen. Der inzwischen regelrecht berüchtigte John McAfee will ihnen seine Unterstützung zukommen lassen.
McAfee machte sich einen Namen durch die Gründung der gleichnamigen Antiviren-Firma. Diese gehört inzwischen zu Intel und der ehemalige Firmeninhaber dürfte den heutigen Mitarbeitern wohl eher peinlich sein. Immerhin machte dieser in den letzten Jahren vor allem durch Drogeneskapaden und einer gegen ihn laufenden Mordermittlung, die zu einer paranoiden und öffentlich dokumentierten Flucht nach Lateinamerika führte, von sich reden. Intel will den Namen demnächst auch komplett verschwinden lassen.
Nun meldete sich McAfee in einem Gastbeitrag im Magazin Business Insider zu Wort. In diesem erklärte er, dass er die Haltung von Apple-Chef Tim Cook zu Hintertüren in der iPhone-Verschlüsselung durchaus teile. Im aktuellen Fall will er allerdings gern eine Ausnahme machen und dem FBI helfen, an die Daten auf einem iPhone zu kommen, das einem der Täter des Anschlags im kalifornischen San Bernardino im vergangenen Dezember gehörte.
"Bei allem Respekt gegenüber Tim Cook und Apple - ich arbeite mit einem Team der besten Hacker auf dem Planeten zusammen", erklärte er nun. "Diese Hacker haben an der Defcon in Las Vegas teilgenommen und sie sind in ihren lokalen Hacking-Gruppen regelrechte Legenden." Solch talentierte Leute habe das FBI laut McAfee selbst schlicht nicht in seinen Reihen - denn sonst wäre es seiner Ansicht nach völlig unsinnig gewesen, überhaupt erst bei Apple anzufragen.
Und wer wissen will, warum solch tolle Leute nicht für die Behörde arbeiten - für den hat McAfee eine Erklärung parat, die direkt einem einschlägigen B-Movie entsprungen zu sein scheint. "Das FBI stellt einfach niemanden mit einem 60 Zentimeter hohen lila Iro, zehn Ohr-Piercings und einem tätowierten Gesicht ein, der während der Arbeit Gras raucht und nicht für ein Jahresgehalt unter einer halben Million Dollar arbeitet", erklärte er. Nebenher: Die Russen und Chinesen seien da weniger zimperlich und seien den US-Behörden daher um Jahre voraus.
Aber er sei gern bereit, mit entsprechenden Leuten einzuspringen. "Ich werde die Informationen auf dem San Bernardino-Telefon mit meinem Team gratis entschlüsseln", bot er dem FBI an. Mehr als drei Wochen werde man dafür wohl nicht benötigen. "Wenn ihr mein Angebot akzeptiert, braucht ihr Apple nicht zu fragen, ob sie eine Hintertür einbauen - was der Anfang vom Ende Amerikas wäre."
Und nur für den Fall, dass die zuständige Person bei der Behörde ihn vielleicht noch nicht kennt, lieferte McAfee auch gleich den ultimativen Nachweis seiner Fähigkeiten mit. "Gebt bei Google 'cybersecurity legend' ein und schaut euch an, wessen Name bei mehr als einer viertel Million Treffern als einziger in den ersten zehn auftaucht." Da stellen sich eigentlich nur noch zwei Fragen: Warum ist das FBI nicht selbst auf die Idee gekommen? Und: Wann geht es endlich los?
Nun meldete sich McAfee in einem Gastbeitrag im Magazin Business Insider zu Wort. In diesem erklärte er, dass er die Haltung von Apple-Chef Tim Cook zu Hintertüren in der iPhone-Verschlüsselung durchaus teile. Im aktuellen Fall will er allerdings gern eine Ausnahme machen und dem FBI helfen, an die Daten auf einem iPhone zu kommen, das einem der Täter des Anschlags im kalifornischen San Bernardino im vergangenen Dezember gehörte.
"Bei allem Respekt gegenüber Tim Cook und Apple - ich arbeite mit einem Team der besten Hacker auf dem Planeten zusammen", erklärte er nun. "Diese Hacker haben an der Defcon in Las Vegas teilgenommen und sie sind in ihren lokalen Hacking-Gruppen regelrechte Legenden." Solch talentierte Leute habe das FBI laut McAfee selbst schlicht nicht in seinen Reihen - denn sonst wäre es seiner Ansicht nach völlig unsinnig gewesen, überhaupt erst bei Apple anzufragen.
Und wer wissen will, warum solch tolle Leute nicht für die Behörde arbeiten - für den hat McAfee eine Erklärung parat, die direkt einem einschlägigen B-Movie entsprungen zu sein scheint. "Das FBI stellt einfach niemanden mit einem 60 Zentimeter hohen lila Iro, zehn Ohr-Piercings und einem tätowierten Gesicht ein, der während der Arbeit Gras raucht und nicht für ein Jahresgehalt unter einer halben Million Dollar arbeitet", erklärte er. Nebenher: Die Russen und Chinesen seien da weniger zimperlich und seien den US-Behörden daher um Jahre voraus.
Aber er sei gern bereit, mit entsprechenden Leuten einzuspringen. "Ich werde die Informationen auf dem San Bernardino-Telefon mit meinem Team gratis entschlüsseln", bot er dem FBI an. Mehr als drei Wochen werde man dafür wohl nicht benötigen. "Wenn ihr mein Angebot akzeptiert, braucht ihr Apple nicht zu fragen, ob sie eine Hintertür einbauen - was der Anfang vom Ende Amerikas wäre."
Und nur für den Fall, dass die zuständige Person bei der Behörde ihn vielleicht noch nicht kennt, lieferte McAfee auch gleich den ultimativen Nachweis seiner Fähigkeiten mit. "Gebt bei Google 'cybersecurity legend' ein und schaut euch an, wessen Name bei mehr als einer viertel Million Treffern als einziger in den ersten zehn auftaucht." Da stellen sich eigentlich nur noch zwei Fragen: Warum ist das FBI nicht selbst auf die Idee gekommen? Und: Wann geht es endlich los?
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