Blackout 2020: Das Netz steuert auf massives Energieproblem zu
Das Internet steuert durch das rasant steigende Wachstum der Datenmengen auf massive Probleme zu. Allerdings nicht etwa, weil die Leitungen verstopfen könnten, sondern weil es in absehbarer Zeit schlicht schwierig wird, die benötigte Energie bereitzustellen.
Zu diesem Schluss kommt der Wissenschaftler und Autor Bernd Hoefflinger laut einem Bericht des Fachmagazins EETimes. Dieser mahnt demnach an, dass eine grundlegende Veränderung notwendig wird, wenn das Netz nicht unweigerlich auf großflächige Ausfälle zusteuern soll. Wenn einfach nichts weiter passiert, könnte es schon in fünf Jahren soweit sein.
Alle Statistiken zur Traffic-Entwicklung sagen im Grunde das Gleiche: Es geht derzeit eher schneller nach oben als langsamer. Zuletzt waren es vor allem die neuen Nutzungsformen über Mobilgeräte und die Verschiebung des Medienkonsums hin zu Online-Videos, die die übertragenen Datenmengen im Internet rasant ansteigen ließen.
So kommt es, dass der Energiebedarf der digitalen Infrastruktur im weltweiten Maßstab sehr viel schneller wächst als die Kapazitäten zur Stromerzeugung. Hoefflinger kommt aufgrund von Berechnungen darauf, bei denen die verschiedenen Faktoren berücksichtigt wurden, dass es schon im Jahr 2020 zu ersten Ausfällen kommen kann. Diese würden sich dann wohl zuerst zeigen, wenn es zu Spitzen in der Nutzung kommt - etwa weil sich weltweit parallel sehr viele Menschen über eine Naturkatastrophe informieren wollen oder ein Sport-Event mit internationaler Strahlkraft stattfindet.
Alle Statistiken zur Traffic-Entwicklung sagen im Grunde das Gleiche: Es geht derzeit eher schneller nach oben als langsamer. Zuletzt waren es vor allem die neuen Nutzungsformen über Mobilgeräte und die Verschiebung des Medienkonsums hin zu Online-Videos, die die übertragenen Datenmengen im Internet rasant ansteigen ließen.
Mehr Effizienz reicht nicht
Das Problem besteht nun darin, dass jedes Byte, das durch das weltweite Datennetz geschickt wird, zur Übertragung eine bestimmte Menge Energie benötigt. Nicht nur der Betrieb der Verbindungen allein schluckt dabei Strom, hinzu kommen immer mehr Geräte in den Händen der Nutzer und der schnelle Aufbau von immer mehr und größeren Datenzentren. Die Verbesserungen bei der Energie-Effizienz und der Leistung von Servern werden durch das hohe Traffic-Wachstum schnell wieder marginalisiert.So kommt es, dass der Energiebedarf der digitalen Infrastruktur im weltweiten Maßstab sehr viel schneller wächst als die Kapazitäten zur Stromerzeugung. Hoefflinger kommt aufgrund von Berechnungen darauf, bei denen die verschiedenen Faktoren berücksichtigt wurden, dass es schon im Jahr 2020 zu ersten Ausfällen kommen kann. Diese würden sich dann wohl zuerst zeigen, wenn es zu Spitzen in der Nutzung kommt - etwa weil sich weltweit parallel sehr viele Menschen über eine Naturkatastrophe informieren wollen oder ein Sport-Event mit internationaler Strahlkraft stattfindet.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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