AT&T jagt den Glasfaser-Ripper jetzt mit einer hohen Belohnung
Die Jagd nach einem Serien-Täter, der im US-Bundesstaat Kalifornien immer wieder Glasfaser-Kabel zerschneidet und bisher nicht identifiziert werden konnte, erreicht eine neue Dimension. Der Telekommunikationskonzern AT&T hat jetzt eine sehr hohe Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen.
Infografik: Glasfaser-Versorung im internationalen Vergleich
Wie der US-Fernsehsender NBC berichtet, sei das Unternehmen inzwischen bereit, eine Viertelmillion Dollar locker zu machen, wenn die fragliche Person nur endlich geschnappt werden kann. Von den Taten ist vor allem das Netzwerk im Alameda County betroffen. Seit vielen Monaten steigt dort regelmäßig jemand in die Kanalisation hinab und durchtrennt die dort verlegten Glasfaser-Kabel.
Erst am Montag war es wieder soweit. Gleich an zwei Stellen - am Altamont Pass und an der Carroll Road - seien abends nach 22 Uhr Leitungen durchtrennt worden. Die Folge dessen ist jeweils ein Ausfall der Internet-Anbindungen ganzer Stadtviertel - was durch die technischen Entwicklungen der letzten Jahre auch dazu führt, dass bei den betroffenen Nutzern das Telefon und teilweise auch der Empfang von Fernsehprogrammen nicht mehr funktionieren.
AT&T ist in der Region für die Wartung des Netzes zuständig und muss jedes Mal Techniker-Teams losschicken, um die Schadensstelle schnellstmöglich zu finden und das Problem aus der Welt zu schaffen. Es dauerte letztlich bis zum Mittwoch Morgen, bis die Schadstelle nicht mehr nur provisorisch überbrückt war und alle entstandenen Schwierigkeiten behoben waren.
Schon vor einigen Monaten hatten die Behörden auf das Problem aufmerksam gemacht und auch die Bevölkerung um erhöhte Wachsamkeit gebeten. Auch die US-Bundespolizei FBI ist seit einiger Zeit in die Ermittlungen eingeschaltet - bisher jedoch ohne Erfolg. Offenbar tarnt sich der Täter jeweils als offizieller Mitarbeiter eines der Unternehmen, die berechtigterweise zu Wartungsarbeiten in die Kanalschächte klettern.
Die hohe Belohnung könnte nun allerdings zu weitergehenden Problemen führen. So ist nun durchaus damit zu rechnen, dass Anwohner in der Hoffnung auf das Geld die Polizei rufen, wenn jemand einen Gullideckel öffnet, um seiner Arbeit nachzugehen. Insofern ist verständlich, warum man sich bisher dann doch eher zurückhielt, bis die Lage nun zu schwierig geworden ist. Über die Motive des Täters gibt es bisher noch keinerlei Informationen.
Zum Thema: Kabel Deutschland: Glasfaserkabel-Sabotage, Staatsschutz ermittelt
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Wie der US-Fernsehsender NBC berichtet, sei das Unternehmen inzwischen bereit, eine Viertelmillion Dollar locker zu machen, wenn die fragliche Person nur endlich geschnappt werden kann. Von den Taten ist vor allem das Netzwerk im Alameda County betroffen. Seit vielen Monaten steigt dort regelmäßig jemand in die Kanalisation hinab und durchtrennt die dort verlegten Glasfaser-Kabel.
Erst am Montag war es wieder soweit. Gleich an zwei Stellen - am Altamont Pass und an der Carroll Road - seien abends nach 22 Uhr Leitungen durchtrennt worden. Die Folge dessen ist jeweils ein Ausfall der Internet-Anbindungen ganzer Stadtviertel - was durch die technischen Entwicklungen der letzten Jahre auch dazu führt, dass bei den betroffenen Nutzern das Telefon und teilweise auch der Empfang von Fernsehprogrammen nicht mehr funktionieren.
AT&T ist in der Region für die Wartung des Netzes zuständig und muss jedes Mal Techniker-Teams losschicken, um die Schadensstelle schnellstmöglich zu finden und das Problem aus der Welt zu schaffen. Es dauerte letztlich bis zum Mittwoch Morgen, bis die Schadstelle nicht mehr nur provisorisch überbrückt war und alle entstandenen Schwierigkeiten behoben waren.
Schon vor einigen Monaten hatten die Behörden auf das Problem aufmerksam gemacht und auch die Bevölkerung um erhöhte Wachsamkeit gebeten. Auch die US-Bundespolizei FBI ist seit einiger Zeit in die Ermittlungen eingeschaltet - bisher jedoch ohne Erfolg. Offenbar tarnt sich der Täter jeweils als offizieller Mitarbeiter eines der Unternehmen, die berechtigterweise zu Wartungsarbeiten in die Kanalschächte klettern.
Die hohe Belohnung könnte nun allerdings zu weitergehenden Problemen führen. So ist nun durchaus damit zu rechnen, dass Anwohner in der Hoffnung auf das Geld die Polizei rufen, wenn jemand einen Gullideckel öffnet, um seiner Arbeit nachzugehen. Insofern ist verständlich, warum man sich bisher dann doch eher zurückhielt, bis die Lage nun zu schwierig geworden ist. Über die Motive des Täters gibt es bisher noch keinerlei Informationen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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